Axel Preuß | Intendant der Schauspielbühnen Stuttgart

Shownotes

Axel Preuß ist ein Mann, der beruflich genau dort zu finden ist, wo andere normalerweise abends zur Unterhaltung sitzen: im Theater. Seit 2018 leitet er gemeinsam mit Ines Pieper die Schauspielbühnen Stuttgart – also das Alte Schauspielhaus und die Komödie im Marquardt.

Sein Lebenslauf liest sich dabei fast wie ein Tourneeplan: Rostock, Tübingen, Heidelberg, Braunschweig, Karlsruhe – und schließlich Stuttgart. Als Dramaturg, Schauspieldirektor, Festivalleiter und Intendant hat er so ziemlich alles ausprobiert, was hinter den Kulissen möglich ist.

Weil ihm Zuschauen und Organisieren allein offenbar nicht reicht, führt er regelmäßig selbst Regie. In der vergangenen Spielzeit verpasste er dem Klassiker „Das Geld liegt auf der Bank“ einen schwäbischen Anstrich. Aktuell inszeniert Axel Preuß „Gaslicht“ von Patrick Hamilton – einen Kriminalklassiker, bei dem man sich schon nach wenigen Minuten fragt: Wem kann man hier eigentlich noch trauen – und warum flackert dieses verdammte Licht?

In RENIS RUBRIK geht es diesmal um den MARQUARDTBAU.

Learning der Folge: Axel Preuß ist Fußball-Fan und schwärmt für den FC St. Pauli. Dennoch war er beim DFB-Pokalsieg des VfB gegen Arminia Bielefeld 2025 in Berlin im Stadion.

Foto: Julia Melnyk

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00:00:00: Was müsste passieren, dass du die Mitgliedschaft beim Hamburger Sportverein beintragst?

00:00:12: Da hab ich dich sprachlos gemacht.

00:00:14: Jetzt hast du mich wirklich sprachlos gemacht!

00:00:16: Die Frage ist cool.

00:00:18: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge La Flosse – La Flose in Kessel.

00:00:23: Und hier sind für euch Michael Gellwanger René van Livan Renate Wass sagt dir der goldene Volltreffer.

00:00:36: Ist es nicht eine Auszeichnung, die berühmt der Stuttgarter Persönlichkeiten bekommen?

00:00:40: Richtig.

00:00:41: Und Berlin wird der goldene Volltreffer heute am siebenzwanzigsten Oktober im Stuttgarda-Rathaus.

00:00:45: und wer bekommt ihn?

00:00:46: Axel Preuß!

00:00:47: Genau.

00:00:48: Der Internan der Stutgarterschauspielbühnen das heißt Komödie Marquardt und alte Schauspielhaus und wir haben mit ihm gesprochen.

00:00:57: Lass uns reinhören Das machen wir auf reine.

00:00:59: die Folge Jips So ganz toller Termin Axel.

00:01:05: Wir sind hier nicht in der Komödie Magwarte, ich dachte du sitzt da drüben.

00:01:08: Ich war total daneben.

00:01:09: wir sind im alten Schauspielhaus weil bis Jahr her von zwei Schlössern quasi

00:01:13: das stimmt komödie magwarte am schlossplatz und das alte Schauspilhaus in einer kleinen Königstraße.

00:01:19: Und In der kommödie drübe sitzt ja nicht nur unser service center wo unsere Gäste Abonnements aber auch tickets kaufen können Jeden tag sondern da sitzt oben auch unsere verwaltung drin.

00:01:32: Aber die Intendanz, technische Leitung, Dramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit und viele Abteilungen wie Maske, Requisite, die sitzen alle im alten Schauspielhaus.

00:01:41: Deswegen treffen wir uns heute im alten schauspielhau im TUD Theater unterm Dach.

00:01:45: Es

00:01:45: ist richtig schön.

00:01:45: was noch hingeschrieben?

00:01:46: Achtung Podcast Aufnahme hier drin.

00:01:49: es war ein verwinkelter Weg zu dir.

00:01:50: ich bin mir bisschen bei Kafka vorgekommen.

00:01:54: das war echt spannend mal hinter den Kulissen und es wird geprobt.

00:01:56: unten

00:01:57: Ja auf der Bühne wird gerade Nata an der Weise geprogt Kommt am dreißigsten raus.

00:02:01: Dreißigstens, Oktober sie jetzt sechsundzwanzig.

00:02:04: Freitag ist die Premiere.

00:02:06: eine Stuttgarter Regisseurin Katja Baumann, die ganz Tolles, die bei uns schon mehrfach gearbeitet hat inszeniert.

00:02:12: und Gottfried Breitfuß kommt nach Stuttgart als Schauspieler zurück Nachdem er ja lange in Zürich war als Schause Spieler und davor weltberühmt in Stuttgard Staatstheater am Eckensee viel gespielt hat, an dort zum Ensemble gehörte und dann mit zweihundertfünfzig Vorstellungen von Indien mit Ernst Konnarek zusammen.

00:02:31: Ja die Szene hier lange begeistert und aufgemischt hat.

00:02:35: und jetzt kommt er zum ersten Mal Schauspieler auch wieder zurück nach Stuttgart und steht bei uns in der Titelrolle als Naht handwerweise auf der Bühne.

00:02:41: Da haben wir nicht gespannt.

00:02:42: Ich habe ja ein kulturelles Wochenende hinter mir, ich war Freitags beim Kollegen Maher im Renitänztier oder bei Rambo Zambo der Eigenproduktion dann samstags bei dir Gaslicht, ein wahnsinnig von dir inszeniertes Stück.

00:02:57: und ich hab jetzt einen Ohrwurm.

00:02:58: Erich Satje Gymnopédie Nummer eins das ist dieses bekannte Lied ich muss tatsächlich nicht wie es heißt passt hervorragend zum Stück.

00:03:06: Das freut mich sehr weil opening Stück etwas gesucht, was die Harmonie und die Ruhe und die Kraft und Schönheit einer Paarbeziehung ausdrücken kann um die Zuschauer erstmal mitzunehmen in eine Welt, die vermeintlich in diesem viktorianischen Haushalt begüteter Menschen existiert.

00:03:31: Und die sich dann aber zunehmend als eine andere hervorstellt.

00:03:35: Du schaffst das.

00:03:36: Also jedem der mal mit Nazismus zu tun hatte, dem läuft ein Schauer über den Rücken würde ich sagen und jeder das nicht versteht sollte reingehen hat dann vielleicht eine Ahnung davor was passiert wenn man mit einem nazistischen Menschen zusammen ist?

00:03:48: Du sprichst jetzt von Jack Manningham, dem Mann von Bella Manning Ham.

00:03:53: die beiden haben vor vier Jahren geheiratet und sind jetzt vor einem halben Jahr nach London gezogen.

00:03:59: Und tatsächlich ist Jack Maningham psychologisch Verhaltens auffälliger Charakter.

00:04:06: Aber...

00:04:07: Schön gesagt!

00:04:10: Das Interessante an dieser Rolle ist, er ist eben auch.

00:04:13: ich verrate das jetzt weil wir spielen das nur noch bis kommende Woche.

00:04:18: also wer es jetzt sehen möchte weiß gar nicht ob wir rechtzeitig mit dem Podcast draußen sind.

00:04:23: aber wir spielen dass jetzt noch bis zum fünfundzwanzigsten Oktober und Du schüttelst den Kopf?

00:04:31: Nee, das war knapp.

00:04:32: Bist du von

00:04:33: dem

00:04:33: siebenzwanzigsten Oktober vorgesehen?

00:04:37: Dann kann ich es jetzt beudern.

00:04:39: also weil der ist halt eher Schwindler,

00:04:41: d.h.,

00:04:43: naja die Bella Manningham ist ja eine kluge Frau und sie selbstständig und sie hat das Geld und sie heiratet einen Mann, der sehr viel weniger begütet ist als sie.

00:04:51: er ist jünger als sie aber er hat wesentlich weniger sozialprästischung Geld Und er ist aber in der Lage, ihr eine Liebe und eine Zuneigung und Hinwendung vorzuspielen.

00:05:03: Die sie erst mal glaubt und auch über einen sehr langen Zeitraum bis er dann sein wahres Gesicht zeigt.

00:05:08: In dem Stück ist es ja so dass sich rausstellt mit Hilfe eines Inspectors von Scotland.

00:05:12: Ja das er eigentlich ein Raubmörder ist, der in diesem Haus sind, dass die gezogen sind in London einen Juwelenschatz sucht, oder einem Opfer von ihm gehört hat.

00:05:27: Es ist auf jeden Fall spannend und ich habe den Sonntag abgeschlossen mit dem Jubiläumsstück fünfundsämtzig Jahre Komödie im Marquard, da werden wir noch drüber reden.

00:05:36: das ist ja quasi einer der großen Punkte der dich beschäftigt in diesem Jahr.

00:05:41: aber bevor es soweit is erfahr mir mehr über dich von unserem Rösle.

00:05:50: Axel Preuß ist ein Mann, der beruflich genau dort zu finden ist wo andere normalerweise abends zur Unterhaltung sitzen.

00:05:57: Im Theater!

00:05:58: Seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn leitet er gemeinsam mit Ines Pieper die Schauspielbühne Stuttgart also das alte Schauspilhaus und die Komödie im Marquardt.

00:06:08: Sein Lebenslauf ließ sich dabei fast wie ein Tournéplan Rostock Tübingen Heidelberg Braunschweig Karlsruhe und schließlich Stuttgarth.

00:06:17: Als Dramaturg, Schauspieldirektor, Festivalleiter und Intendant hat er so ziemlich alles ausprobiert was hinter den Kulissen möglich ist.

00:06:25: Weil ihm Zuschauen und Organisieren allein offenbar nicht reicht für der regelmäßig Selbstregie.

00:06:30: Aktuell inszeniert Axel Preuß Gaslicht von Patrick Hamilton einen Kriminalklassiker bei dem man sich schon nach wenigen Minuten fragt... Wem kann man hier eigentlich noch trauen?

00:06:42: Und warum flackert dieses verdammte

00:06:44: Licht?!

00:06:45: In der vergangenen Spielzeit verpasste er dem Klassiker, das Geld liegt auf der Bank einen schwäbischen Anstrich.

00:06:51: Da bleibt für uns nur eine Frage offen – wie gut spricht Axel Preussin zwischen Schwäbisch?

00:06:58: Wisst ihr eigentlich was Axels Brot ist?

00:07:00: und man hat sie auch regelmäßig hier.

00:07:01: Kerrwoch, Herr Preuß!

00:07:03: KerrWoche ja

00:07:04: musst du machen!

00:07:06: Keinen Service

00:07:07: Doch, aber wir haben ein strenges Regiment was die Mülltrennung betrifft.

00:07:13: Wir haben ein streniges Regiment das die Vorbereitung der Kehrwoche durch einen Service betriffte also Mathe weg Mathe hin und dergleichen mehr.

00:07:23: da wird schon sehr darauf geachtet.

00:07:24: bei uns ist aber auch toll.

00:07:25: wir haben eine sehr schöne Gemeinschaft von Menschen die da wohnen Und die alle extrem darauf achten, dass.

00:07:31: dieses Haus ist ein Altbau nach wie vor ganz tollen Schuss und das hat eben auch seine Qualitäten.

00:07:36: Deswegen Kehrwoche feiere ich.

00:07:38: was wir feiern ist Bürokratie.

00:07:40: Wir sind in Deutschland.

00:07:41: Wir haben eine Frage bogen dem müssen wir kurz durch ächeln

00:07:44: unbedingt

00:07:44: Vornachnahme

00:07:46: Axel

00:07:47: Preuß mit mit scharfes oder dreierles.

00:07:49: es sagt mir hier

00:07:50: Ja scharf es ist

00:07:51: kein zweitname Arbeiterfamilie

00:07:55: kein Geld für zweiten Namen genau.

00:07:57: wo bist

00:07:58: du geboren?

00:07:59: In Hamburg-Bahnweg.

00:08:00: Ich bin das so schön, ich habe ein Praktikum in Hamburg gemacht und der Kommunitone bei dem ich gewohnt hab, wir sind weggegangen hat dann als der Wasser für uns bestellt und ich war wirklich

00:08:10: sehr

00:08:10: verwundert im ersten Moment ob jetzt wirklich was aus diesem Monarch ist ab die Auflösung recht schnell serviert bekommen und es hat gemundet.

00:08:17: Ja man kennt's ja unter Radler hier Genau, also von daher... Nee als der Wasser tatsächlich sagt man nur bei uns da oben in der Nordkurve.

00:08:27: Aber schmeckt gut ne?

00:08:28: Wird es die Thronenbrause?

00:08:30: Sternzeichen!

00:08:32: Bage!

00:08:34: Wo wohnst du und wo arbeitest du?

00:08:37: Ich arbeite an den Schauspielbühnen in Stuttgart als Intendant.

00:08:42: Als solcher bin ich künstlerischer Leiter hier und habe die Verantwortung für zwei Bühnen Die Komödie in Marquardt am Schlossplatz und das alte Schauspielhaus in der kleinen Königstraße.

00:08:52: Und ich wohne, Gott sei Dank fahrrad- oder fußläufig entfernt jetzt Stuttgart Süd an der Grenze zum Heusteikviertel.

00:09:02: Dann

00:09:02: haben wir die letzte Frage auch schon erledigt was trägst du auf Formularen unter Beruf ein?

00:09:07: Unter Beruf trage ich Intendant ein.

00:09:09: Da kommen keine Nachfragen.

00:09:10: es weiß dann auch jeder was es ist.

00:09:13: Meistens wenn man gefragt wird dann sage ich naja ich bin sowas wie der künstlerische Leiter und führe auch Regie, dann erhält sich das in der Regel.

00:09:22: aber viele Menschen können tatsächlich mit dem Begriff des Intendanten am Theater was anfangen.

00:09:27: ja.

00:09:28: Wir wollen deine Kindheit eintauchen.

00:09:31: wenn ich richtig informiert bin du hast als erste Kind das Studieren durfte?

00:09:34: Stimmt!

00:09:35: Ja also ich komme aus einem Arbeiter- und Bauernhaushalt.

00:09:39: tatsächlich wir sind nur Ostwestfamilie.

00:09:43: meine Großeltern mütterlicherseits bei denen bin und die für mich auch ein Stück weiter Satz Eltern waren.

00:09:52: Waren Großvater-Arbeiter, erst auf den Ölfeldern in Thüringen und später wie im Mecklenburg Vorpommern und dann in Hamburg als Hafenarbeiter bei Blumen und Foss und so weiter.

00:10:06: Werkskarriere dann gemacht by Macintosh, Roundtree Macintosch was dazu führte dass meine Vorpuppertäre Phase von dem Glück geprägt war, dass mein Großvater und dann auch meinen Onkel, der dann auch bei Roundtree Macintosh in Hamburg-Wannsbig anfing zu arbeiten.

00:10:22: Davon geprägte das unser Wohnzimmerschrank einfach ranvoll war mit Smarties, After-Aid, Karamak Und englisch Toffees und so.

00:10:33: also alles was da produziert wurde an Süßigkeiten und was damals so angesagt war Das haben wir kostenfrei dann Zuhause gehabt.

00:10:40: Insofern hatte ich irgendwann eine versüßte Kindheit was ganz schön war.

00:10:43: meine Großmutter tatsächlich ist Kind eines Bauernhofs in Mecklenburg-Vorpommern.

00:10:50: Und die sind dann zum Glück nach Hamburg gegangen, da ist meine Mutter zur Welt gekommen und ich dann später auch.

00:10:58: Ich habe gelesen also eher alle.

00:10:59: erstes Geld hast du nicht etwa mit dem Arbeitersport verdient sondern am Hamburger Rotenbaum beim Tennis.

00:11:07: Wo hast Du das denn ausgegraben?

00:11:09: Das musste ich tatsächlich mal schauen wo es war.

00:11:11: In irgendeinem Fall gebogen?

00:11:12: hast du das angegeben

00:11:14: Wahnsinn.

00:11:15: Ja, ich habe tatsächlich...

00:11:16: Bei der Kirsti im Top-Magazin nur die ganz guten kommende Reihen.

00:11:20: Guck mal hier hast du Fragebogen ausgeführt?

00:11:22: Ja, Wahnsinn!

00:11:22: Das muss

00:11:23: es eh nicht her.

00:11:23: Ja guck mal ja.

00:11:25: Seit Jahren bin ich dir auf das Spurt.

00:11:27: Endlich hast du zugesagt.

00:11:30: Wahnsinn, du bist echt irre gut vorbereitet.

00:11:32: Toll, danke.

00:11:32: Dankeschön.

00:11:33: Wenigstens

00:11:33: das.

00:11:34: Nein, das stimmt.

00:11:37: Ich hab damals ganz entgegen meiner sozialen Herkunft Aber ich war sozusagen, wir haben in einer Patchwork-Familie nachher gewohnt weil meine Mutter wieder geheiratet hat und mein Stiefvater hatte sozusagen soziale Aufstiegsambitionen und ist dann in den lokalen Tennisverein eingefreten.

00:11:54: Wirklich?

00:11:54: Ja!

00:11:55: Aber damals musste man noch richtig viel Geld sein oder?

00:11:57: das war doch der Aufnahmegebühr und Bausteinen.

00:12:00: und zumindest bei uns...

00:12:01: Tennis war wahnsinnig teuer.

00:12:03: Also wenn du bei Klipper Hamburg oder so spielen wolltest, dann möchtest du vorher eine Bank überfallen.

00:12:09: Zumindest wenn man sozusagen nicht aus den Elbfuhrorten kam oder aus Hamburg-Wellingsbüttel stammte.

00:12:16: und tatsächlich hat aber der Fußballverein in dem ich gekickt habe schon ab, ich weiß nicht ab zehn oder so war ich beim TSV Hohenhorst das waren in Hamburg Ost sondern Stadt Randverein, damals noch haben wir nur auf Grand gespielt.

00:12:34: Also die haben auch nicht mal das Geld gehabt für einen Rasenplatz.

00:12:37: Kunstrasen gab es noch nicht.

00:12:38: Auf was habt ihr gesprochen?

00:12:40: Grand ist gewalzt sozusagen rote Erde gewalst und da liegt so eine Schotterschicht drauf damit du ein bisschen mehr Grip hast und ein bisschen Rutschenkanzler drauf.

00:12:54: Darauf hast du gespielt in der Regel mit Hartstolle, wenn es weich war und im Sommer durchgebrannt war.

00:13:04: normalen Sportschuhen oder halt mit der Stolle, also mit der weichen Stollee drauf gespielt.

00:13:09: Das was du zur Folge hatte tatsächlich das war wirklich die gute Schule.

00:13:12: da hast du regelmäßig natürlich vom Training und von den Spielen immer schöne Schürfhunden nach Hause gebracht und Jahre später noch als Erwachsener hat ich dann auch immer noch so diese Granth, also diese kleinen Steinpartikel immer im Oberschenkel und einem Knie, die hast du dann überall gehabt.

00:13:27: Das gehörte so dazu und der TSV Hohenhorst hat damals im Zuge der Tenniswelle tatsächlich eine eigene Tennis-Departement aufgemacht.

00:13:36: Und das war dann total erschwinglich!

00:13:39: Es war auf so einer Brache, haben die sechs Plätze hingesetzt – auch das war kein Sandplatz, worauf man normalerweise spielte wenn man bei Clipper war oder so, sondern da hat man dann auch auf dem Hartplatz gespielt hatte aber den großen Vorteil, dass die pflündig so schnell dreckig war von dem Sand und man konnte auch bei schlechterem Wetter Tennis spielen.

00:13:59: Und da habe ich dann Fußball bei den Fußballern, bei den Jungs und dann war ich nachher auch noch in der Tennis-Mannschaft.

00:14:07: Genau!

00:14:07: Und dadurch kamen dann die Verbindung weil mein Trainer Stefan Schreiber im im Tennisverein TSV Hohenhorst, der dann gesagt hier wer hat in Lust irgendwie beim Roten Baum Turnier als Linienrichter zu arbeiten und als Balljunge.

00:14:22: Und ich war gerade in dem Alter das sich schon als Linenrichter arbeiten durfte da waren wir relativ jung noch.

00:14:27: das kann man sich heute gar nicht vorstellen.

00:14:29: und dann habe ich da angefangen und hab die ganzen super Spiele sehen können und zwischendrin ab und zu mal ein Spiel gemacht.

00:14:36: Aber der Tennisboom ist dann nicht auf dich übergeschwappt.

00:14:39: oder hast du dann auch

00:14:39: mal

00:14:40: Poris Becker nachgereift?

00:14:42: Nee, also ich hab in der Mannschaft gespielt mit der Jugendmannschaft und das war okay.

00:14:49: Und ich musste mich dann aber wirklich entscheiden, trainierst du richtig hart um auch mit den guten Jungs mitzuerhalten bei uns in der Mantschaft?

00:14:57: oder mache ich das was man als Jugendlicher auch gerne in der Zeit gemacht hat wo Musik eine wichtige Rolle gespielt hat?

00:15:04: Die Freunde und die Klicke eine wichtige Role gespielt haben und ausgehen und Spaß haben.

00:15:09: und dann war irgendwie auf einmal Das zweitere wichtiger.

00:15:13: und dann habe ich gedacht so.

00:15:15: Dann wurde das auch ein bisschen uncool.

00:15:19: Und ich hab dann erstmal aufgehört mit Tennis spielen, dass erst viel später wieder angefangen.

00:15:24: Dann lass uns doch mal schauen wie du den Weg ins Theater gefunden hast.

00:15:29: Da muss man auch Geld zahlen.

00:15:30: Es sei immer findet einen Weg, wenn wir umsonst ins Theater reinkommen.

00:15:33: Ja

00:15:33: ja, das stimmt!

00:15:36: Zum Einen habe ich eine Mama gehabt die gerne gelesen hat, die hatte gar keine Studie.

00:15:45: Sie hätte gerne Abitur gemacht und studiert, konnte sie aber nicht, weil sie Nachkriegskind war und da konnte das sich nicht so einlösen.

00:15:53: Und sie hat dabei wahnsinnig gern gelegen.

00:15:55: Da standen schon die großen Stücke von Arthur Miller und so, standen bei ihr im Regal.

00:16:00: Dadurch hatte ich Kontakt zu der Literatur und ich bin dann später wahnsinnlich gerne ins deutsche Schauspielhaus gegangen am... Hamburger Hauptbahnhof ist ja immer noch das größte, also rein von der Kapazität hier auch das größste Theater in Deutschland.

00:16:16: Das sind ganz tolle Bühne und da konnte man sehr günstig als junger Mensch die Vorstellungen besuchen und die hatten wahnsinnig tolle Schauspielerininnen und Schauspiele.

00:16:25: Und da bin ich dann hingegangen und daher ist meine Liebe zum Theater stetig gewachsen.

00:16:30: Hast du ihn auch angeklopft und gefragt ob du dir mal ... Komparser oder so machen kannst, oder warst du eigentlich die ganze Zeit im Zuschauerraum?

00:16:36: Ein Freund von mir hat tatsächlich Kompasserie und auch so technische Mithilfe als Statist gemacht.

00:16:42: Ich bin dann zu dem Zeitpunkt erst mal nach Berlin gegangen und habe da ein Studium aufgenommen und bin dort aber dann ziemlich schnell in die freie Szene gegangen.

00:16:53: ja also ich hab dann gesagt nee ich muss jetzt selber was machen.

00:16:56: nur so Stücke lesen mit dramatischer Literatur auch nachher an der Universität zu beschäftigen, ist das eine schöne und gute.

00:17:02: Aber ich bin eigentlich immer schon... Das liegt aber glaube ich auch an einer schafferen Mentalität meiner Oma, meiner Mutter und auch meines Opas.

00:17:10: Das waren alles so Macher-und Schaffer.

00:17:12: Ich dachte, nee, ich muss in die Praxis!

00:17:15: Und hab dann ein Aushand gesehen, an der FU Berlin wurde gesucht einen Regieassistent und Dramaturg für eine freie Theaterproduktion und habe mich gemeldet gesagt, ich mach beides Und habe ich beides gemacht und das war eine riesen Produktion.

00:17:27: Ich habe darüber sehr viele Leute kennengelernt, weil es ein sehr ambitioniertes Projekt war, dass wir auch sehr gut vernetzt und aufgebaut haben.

00:17:34: Von da ging's dann los.

00:17:36: Studium, Philosophie, Kunstgeschichte, neuere deutsche Literatur – was war am schönsten?

00:17:41: Von den drei Studiengängen!

00:17:44: Am schönsten war eigentlich meine Zeit bei Frank Hörnig.

00:17:48: Das war mein Literaturprofessor an der Humboldt-Universität in Berlin, selber Theaterpraktiker war und aber eben auch Professor dann für neue deutsche Literatur wurde.

00:18:04: Und das Tolle, was der Frank Hörnich damals machte mit uns Studentinnen, war dass er zum eins war gute Literatur gelesen und analysiert hat, aber er hat vor allem auch versucht uns das Angebot gemacht obwohl es wirklich ein reiner Literaturstudiengang war selbst zu spielen und Theaterprojekte zu machen.

00:18:21: Weil der selber so sehr praktiker war und Lust hatte dass wir dann mit Heiner Müller Texten zum Beispiel im Natur- und Historischen Museum Ostberlin hat er organisiert dass wir da Projekte selber aufsetzen konnten.

00:18:33: Das war großartig.

00:18:34: Also das hat auch sozusagen nochmal diesen Schritt in die Praxis rein gefördert und er war derjenige, dem ich auch zu verdanken habe dass ich tatsächlich meinen Uni-Abschluss gemacht habe.

00:18:44: Naja weil ich war so sehr in der Praxis nachher drin, über diese Assistenz wurde ich Assistent am Deutschen Theater und dann hatte von dort das Angebot als Dramaturg für eine Elternverzeitvertretung ans Volkstheater nach Rostock zu gehen.

00:19:01: Dann kam aber die Kollegin, die in der Elternzeit ging.

00:19:04: Wie sich rausstellte nach sieben Monaten nicht wieder und dann hieß es, Ach so willst du nicht bleiben?

00:19:10: Das ist eine Festanstaltung.

00:19:12: Und dann habe ich mit Frank telefoniert und hab gesagt du Frank Ich könnte jetzt gleich ganz im Theater bleiben und das ist eigentlich toll und ich würde gerne die Chance wahrnehmen oder gesagt

00:19:20: Du

00:19:21: komm lass uns einen Weg finden dass du trotzdem dich noch einmal hinsetzt und den Abschluss macht.

00:19:25: du ärgerst dich später wenn wir jetzt so kurz vor knapp das Studium hinschmeißt.

00:19:32: und dann haben wir tatsächlich zusammen Weg gefunden.

00:19:34: Und ich habe dann in einer Sommerpause sehr schnell, achtzig Seiten damals noch Magisterarbeit zu Partier gebracht und bei Frank abgegeben.

00:19:44: Das ist dann bei ihm und dem Zweitprüfer gut durchgelaufen und dank ihm hab' ich den Abschluss gehabt.

00:19:50: Der, der vielleicht die eine oder andere Tür geöffnet hat?

00:19:53: Weil in Deutschland ist es ja nicht von Nachteil wenn man einen Abschluss hat.

00:19:56: Da stimmt!

00:19:57: Jetzt sage ich etwas was vielen jungen Leuten im Theater sage, wenn du die praktische Erfahrung hast und von dort wo du die Praktische Erfahrung gesammelt hast gute Referenzen mitbringen kannst.

00:20:11: Also gute Zeugnisse einfach aus deiner Arbeit dann hat mich zumindest noch nie jemand nach meinem Uni-Abschluss oder meinem Abschlusszeugnis oder meinem Abiturzeugnis weil letztendlich ist da die persönliche Begegnung und dann aber auch die berufliche Referenz.

00:20:32: viel wichtiger, weil tatsächlich das was wir im Theater machen und das was du in der Universität lernst.

00:20:37: Ich will das nicht mit heutigen Studiengängen vergleichen, weil Du kannst heute Dramaturgie studieren, Du kannst Regie studiern, Du kannst sogar... Du kannst Kulturmanagement machen, du kannst heute Theater-Management an einer LMU als Aufbaustudiengang noch in München studieren.

00:20:52: also es gibt heute wahnsinnig viele tolle praxisorientierte Angebote im Bereich Theater Kunst und Kultur die es als ich von der Schule kam Und für mich irgendwas gesucht habe, wo ich reinpasse gar nicht gab.

00:21:05: Da ging man dann in Hamburg irgendwie wie gesagt zur neuen deutschen Literatur und da gabs Manfred Braunek aber der hat ein Lexik von rausgebrieben das war ein Historiker also für Theater so und du hast dann wahnsinnig viel gelesen.

00:21:16: aber dass du einen Stück Lesen- und Literatur wissenschaftlich analysieren kannst Echt nur peripher was mit dem zu tun, was du hinterher als Dramaturk oder Schauspieldirektor oder Festivalleiter auch in anderen Bereichen wirklich tust.

00:21:34: Das sind so unterschiedlich geschiedene Welten und deswegen komme ich aus einer Welt wo man sich das einfach selber erarbeiten musste durchs Tun.

00:21:43: Und trotzdem ist es so geblieben.

00:21:44: meines Erachtens und das ist meine Erfahrung auch mit anderen Kollegen wenn Du tolle Referenzen hast von den Theatern an denen Du gearbeitet hast dann Kommst du auch weiter, dann musst du keine Zeugnisse vorweisen.

00:21:56: Aber das ist wirklich ein Spezialfall!

00:21:57: Das kann ich niemanden generell

00:21:58: empfehlen.".

00:22:00: Du warst in Rostock zwei Jahre und dann ging es tatsächlich in die Höllerlin-Stadt?

00:22:04: Dann ging's runter in die Studienort Tübingen.

00:22:08: Du bist dort... Bist du als Chefdramaturg gleich eingestiegen oder...?

00:22:11: Ja,

00:22:12: ja, das war... Ja, schuldigung.

00:22:14: Wollt

00:22:14: ihr hinnehmen?

00:22:15: Nein, nein.

00:22:15: Ich darf es ganz sagen.. Wollt noch ergänzen, war da eine Stellenausschreibung oder wie bist du auf die Stelle in?

00:22:22: Also wie kam es das du nach Tübingen ins Spabenland gegangen bist.

00:22:25: Na ja, Theater ist ja beispielsweise wie Fußball- oder andere Sportarten wo's um Teamgeist und wechselseitiges Verstehen und Vertrauen geht so neben der fachlichen Qualifikation.

00:22:38: also nützt ja nichts wenn Du jemandem toll und nett findest aber er ist kein Mittelstürmer.

00:22:41: den kannst Du ja nicht mitnehmen als Mittelstörmer.

00:22:43: Aber Wenn Du weißt erst ein guter Mittelsturmer oder ein guter Verteidiger auf der linken Außenbahn und du kennst ihn aus der Arbeit, dann wirst Du ihn möglicherweise versuchen zu halten.

00:22:58: Oder mit ihm als Team irgendwo hinzugehen.

00:23:00: Das ist am Theater ja ganz häufig oder der Regelfall so.

00:23:03: das heißt wenn einen Theaterleiter, Leiterin beispielsweise von Haus A im Norden an Haus B in den Westen geht dann wird derjenige versuchen oder diejenige, die Menschen seines Vertrauens im künstlerischen Bereich mitzunehmen.

00:23:19: Das sind häufig dann Schauspielerinnen und Schausspieler aber eben auch häufig Dramaturginnen und Dramaturgen, mit denen man einfach sehr gut zusammenarbeiten kann weil es ist tatsächlich so.

00:23:30: wir sprechen hier von einem sehr besonderen Bereich Kunst, Kultur wo es einerseits um Vertrauen geht also dass man sich aufeinander verlassen kann weiß das, was wir besprechen.

00:23:43: Das bleibt dann ordentlich.

00:23:44: nur und man hat gemeinsam aber vor und das ist daneben der wichtige große Aspekt.

00:23:50: Man hat vielleicht eine gemeinsame Vision davon wo man künstlerisch hin möchte.

00:23:54: wie sollen Produktionen aussehen?

00:23:57: Was für ne Ästhetik, was für ne Formensprache möchte man erzählen?

00:24:01: Und davor hast du ja die Leute den Du auch künstlarisch vertrauen kannst und nicht nur menschlich und diese beiden Komponenten mussten zusammenkommen.

00:24:07: deswegen wandern eben auch häufig Teams sozusagen künstlerisch, wie auch im Sport dann so durch.

00:24:14: Weil dann sagt der Trainer XY Ja aber wenn ich jetzt zu euch komme Dann hätte ich gerne meine Co-Trainer und meinen Physiotherapeuten Und am liebsten auch noch meine zwei drei Lieblingsspieler Irgendwann musst du die bei mir bitte los eisen und so war das auch damals Ich bin aus Rostock kam das Angebot nach Tübingen zu gehen weil der damalige Oberspielleiter aus Rostock, das Angebot hatte als Intendant nach Tübingen zu gehen und er hat mich gefragt ob ich dann nicht als seinen Chefdramaturg mitkommen möchte.

00:24:45: Und das habe ich gemacht.

00:24:46: So jetzt haben wir auf jeden Fall Hörerinnen und Hörern, ich kenne zumindest drei die nicht wissen was ein Dramatur gibt.

00:24:54: Kannst du ein bisschen erklären Internet?

00:24:55: Dann weiß man es.

00:24:56: der Kapo oder Chef von allem, Regie führen weiß man auch noch so ein bisschen.

00:24:59: aber was macht einen Dramatur und warum gibt's auch noch einen Chef-Dramatogen?

00:25:04: Ja das ist eine... Sehr gute Frage tatsächlich.

00:25:07: Den Chefdramatogen brauchst du, wenn es mehr als einen Dramaturgen am Haus gibt, also wenn die Dramaturgie selber eine eigene Abteilung mit mehreren Köpfen ist?

00:25:17: Diese Abteilungen sind zentral wichtig für den Betriebszweck eines Theaters.

00:25:25: Der Betriebzwegg eines jeden Theaters ist ja Theaterkunst in Form von Schauspiel oder musikalischen Produktionen sei es Tragödie, Komödie auf die Bühne zu bringen.

00:25:37: Und die Dramaturgie ist diejenige Abteilung, die gemeinsam mit der künstlerischen Leitung – das ist in der Regel der Intendant – manchmal aber auch ein Schauspieldirektor oder Schauspieldirektoren zusammen den Spielplan entwickelt.

00:25:50: Das ist der erste große Schritt und eine der ganz großen zentralen Aufgaben des Spielplans.

00:25:54: Weil ein Spielplan ist wie eine Komposition idealerweise, wo die Stücke aufeinanderaufbauen bzw.

00:26:02: auch eine große Abwechslungsreichtum für das Publikum bieten, manchmal sich auch unter thematischen Aspekten sozusagen vereinen lassen so dass dann ein Strauß irgendwie von unterschiedlichen Perspektiven mit diesen unterschiedlichen Inszenierungen auf einen Thema aufgeht.

00:26:18: also das heißt es ist sozusagen eine sehr komplexe Arbeit ein Spielplan zu erstellen Und der auch jedes Jahr für eine Stadt immer wieder von neuem, von reiz ist.

00:26:27: Für die vielen Menschen, die dann hoffentlich in dein Theater kommen und sagen Mensch toll dass ihr das spielt ach dass es jetzt was ganz anderes.

00:26:34: Das nächste hat nochmal ein neues Thema neuen Zugriff ne neue Epoche einen anderen Blick auf Welt und Wirklichkeit So dafür brauchst du Menschen die viel lesen die viel Lust haben, übergelesenes zu streiten und die Visionen entwickeln auch können.

00:26:50: Was können wir mit einem Shakespeare?

00:26:52: Mit einem Schiller oder einem zeitgenössischen Stück machen?

00:26:54: Wie soll das auf der Bühne aussehen?

00:26:55: Welche Regisseur wäre dafür richtig?

00:26:58: Was für eine Ausstattung wäre richtig?

00:27:00: Brauchen wir Choreografen?

00:27:02: also dieses ganze künstlerische Denken findet mit dem Künstlerischen Leitung zusammen in der Dramaturgiestadt.

00:27:08: Das

00:27:08: heißt erst steht das Spielplan und dann steht fest wer welches Stück Wer da geschiefert?

00:27:13: Also, wenn ich jetzt Regisseur bin.

00:27:15: Da komme ich nicht zu dir und sag Boah Axel!

00:27:16: Ich habe jetzt eine super Idee dass man den Besuch der alten Dame sehr modern aufwühren könnte oder es kommt informell wahrscheinlich doch schon ab und zu vor.

00:27:24: aber... Ja

00:27:24: klar, ja klar kommt das vor.

00:27:26: also na klar gibt es auch Regisseureinnen und Regisseures die machen Vorschläge oder sagen hey komm mal ich hab diese Stücke lesen ich finde das großartig würde ich wahnsinnig gerne inszenieren.

00:27:34: passt das nicht bei dir rein oder hättest du nicht Lust dass wir das bei dir machen?

00:27:38: Das kommt natürlich vor Aber und das nehmen wir auch ziehen wir auch in Betracht.

00:27:43: Aber der gängige Weg, sagen wir mal zu den neunzig bis fünfundneunzig Prozent funktioniert so wie du ihn beschrieben hast.

00:27:52: Wir lesen viel, auch vor dem Hintergrund beispielsweise was ist denn in den letzten fünfzehn Jahren am alten Schauspielhaus gelaufen?

00:28:00: Was ist in den in der Komödie gelaufen, weil wir versuchen natürlich nicht Stücke zu spielen die unser Publikum in den letzten zehn zwölf, dreizehn und fünfzehn Jahren gesehen hat.

00:28:10: Wir wollen uns ja nicht permanent wiederholen.

00:28:12: nach fünfzehnt Jahren das ist quasi ein Generationensprung kann man sagen jetzt kann ich mal wieder das Stück spielen auch mit einer neuen Regie Perspektive dann kriegt er eine Frische und dann hat es auch eine Neuigkeit für unseren Spielplan.

00:28:24: aber es gibt sich sozusagen viele Perspektiven und Aspekte die da einfließen.

00:28:32: Dann suchen wir die künstlerischen Teams dazu.

00:28:34: Wie viele Freiheiten hatten der Regisseur oder die Regisseuren?

00:28:37: Oder anders gesagt, kommt es denn auch mal vor, dass du bei Proben schaust und das geht hier in eine ganz falsche Richtung?

00:28:44: Ist schon vorgekommen!

00:28:46: Dann natürlich kommt das vor... Was

00:28:48: machst Du dann?

00:28:50: Wacht mal an Einzelgespräch ... Sport.

00:28:51: wird man dann ein Einzel-Gespräch mit dem Spieler suchen?

00:28:54: als Trainer.

00:28:55: Ja also erstmal möchte ich dazusagen Es kommt vor Ich klopfe jetzt bewusst Auf Holz, du hast es gehört.

00:29:03: Weil wir's hier im alten Schauspielhaus und in der Kommune die Marquardt... ...in den letzten acht Jahren seitdem ich jetzt hier bin fast gar nicht hatten.

00:29:13: Da haben wir uns höchstens mal über Details auseinandergesetzt oder so.

00:29:17: Aber mein Theaterleben ist ja ein bisschen länger?

00:29:21: Naja das ist auch immer die Frage also wie

00:29:23: viel Erfahrung hast Du?

00:29:24: Wie

00:29:24: viele Erfahrungen hast Du und wer trifft die Entscheidungen?

00:29:28: In dem Maße, wie man selber die Verantwortung hat für alles, bist du aber auch derjenige, der natürlich die Entscheidungen auch im Maßgeblich tragen muss und sie nicht nur verantworten muss vor der Öffentlichkeit oder den Gremien, denen ich rechenschaftlich pflichtig bin.

00:29:46: Und insofern ist die Auswahl für mich hier einfacher mit wem ich arbeiten möchte als sozusagen da wo ich noch in größeren kollektiven Zusammenhängen vielleicht derjenigen bin der mit einer Intendantin oder Intendanten zusammen entscheidet.

00:30:02: Das ist ja das eine sozusagen, wir haben hier, finde ich ne ganz gute Trefferquote.

00:30:08: Also in dessen was wir auf der Bühne sehen und dessen, was wir erwartet haben – das meine ich mal!

00:30:12: Wir haben ja ne Erwartung.

00:30:13: und dann ist die Frage… Ist das was wir denn im Laufe des Probenprozesses sehen?

00:30:18: entspricht es unseren Erwartungen?

00:30:19: Mit uns meine Dramaturginnen und mich, wir sind ja ein enges künstlerisch zusammenarbeitenes Team hat sich ja beschrieben.

00:30:29: Aber wenn das vorkommt, dann gibt es natürlich erstmal Einzelgespräche.

00:30:31: Ist ganz klar.

00:30:32: Dann sagt man du lass uns mal zusammensetzen und schau mal wie ist das entstanden?

00:30:39: oder findest du das so richtig?

00:30:41: Oder ist das noch in Arbeit?

00:30:43: Naja is ja manchmal auch so weißt du denn siehst du was?

00:30:46: Und dann erklärt kann dir aber das Gegenüber Aussagen ne ne Das ist ein Zwischenstand und wir sind gerade sozusagen also so wie Kloppo auch dann sagt Ne jetzt erwartet mal bitte nicht dass die heute schon eingespielt jeder Mannschaft unter den Rasen spielen.

00:30:59: Sondern wir haben hier einen Zwischenstand mit der Mannschaft und machen hier erste Schritte.

00:31:02: Und so machst du mit einem Ensemble während der Proben ja auch viele Schritte, um erst zu einem eingespielten Team das nachher überzeugt auf der Bühne zu werden.

00:31:11: Deswegen ist es immer natürlich ein Dialog über einen dynamischem Prozess.

00:31:18: Ich habe das in der Vergangenheit wie gesagt nicht in Stuttgart aber schon vorgekommen dass ich eine Inszenierung übernehme.

00:31:26: Der wird der Regisseur dann ausgetauscht.

00:31:28: Das ist selten, aber es ist vorgekommen.

00:31:31: Aber ein

00:31:31: Stück wird nicht ausgetauscht?

00:31:33: Dann nimmt man jetzt irgendwas, was wir sonst nehmen...

00:31:36: Nein!

00:31:36: Das haben wir nicht gemacht, das hat aber auch praktische Gründe.

00:31:39: Schau mal wenn sich ein Ensemble schon wochenlang mit einem Text beschäftigt und den geprobt hat.

00:31:45: Und der primären Termin rückt näher und der primaren Termin ist eigentlich heilig.

00:31:50: Der muss gehalten werden.

00:31:52: normalerweise.

00:31:53: Und das heißt, natürlich nimmst du das was da ist.

00:31:56: Die Schauspieler haben Arbeitsstand die haben den Text gelernt und Du hast ein Team dass sich schon darauf fokussiert hat diese Produktion das heißt dieses Stück zu machen.

00:32:06: dann versuchst wir erstmal Das mit diesem stück zu retten.

00:32:10: Okay Dann lass uns weiter ziehen.

00:32:12: in deinem Sinne ging's Ja du bist im Bad Mürttemberg geblieben das Bundesland hat es dir angetan.

00:32:18: Nächste Station Heidelberg.

00:32:19: ja

00:32:20: Da haste dann.

00:32:21: Ich muss mal hier beim Spickzettel schauen, weil da steht ja alles drauf.

00:32:27: Schauspieldirektor und stellvertretender Intendant.

00:32:30: Glingt schön auf der Visitenkarte oder?

00:32:31: Ja super!

00:32:33: War's denn aus?

00:32:34: immerhin vier Jahre hast du ja ausgehalten in Heidelberg.

00:32:37: Warum sagst du das?

00:32:38: Nein,

00:32:38: das

00:32:39: ist doch nicht interessant.

00:32:40: Also

00:32:40: was auch, ich bin ja gelernter Journalist und du versuchst da teilweise krampfhaft Synonyme zu finden um nicht immer das gleiche Wort zu sagen.

00:32:48: also ich meine tatsächlich nicht nicht aushalten sondern du bist Vier Jahre hast du dort, warst du dort tätig?

00:32:53: Also ich will es neutral erzählen.

00:32:54: Das ist mir jetzt zerzählt.

00:32:55: Nein, das findest

00:32:56: du total gut!

00:32:56: So war die Zeit zu schlimm in Heidelberg.

00:33:01: Heidelberg ist eine schöne Stadt und ich verstehe warum laut jedes Jahr damals drei Millionen Touristen vor allem auch aus Übersee hinkommen und da ganz viel Geld lassen als Tages-Touristen und dann wieder weg sind und die Innenstadt irgendwie bevölkern so dass du dann als jemand der da wohnt kaum die Gelegenheit hast beim Italiener an der Ecke ein Eis, weil es eine Pizza zu holen.

00:33:23: Weil alles voll mit Menschen

00:33:24: ist.".

00:33:24: Die sind zwar am nächsten Tag alle weg und sind ausgetauscht gegen andere Menschen aber Heidelberg hat ja das große Privileg sozusagen als eine gewachsene schöne Stadt seit der den Zerstörung die die Franzosen am dicken Turm da am Schloss hinterlassen haben eigentlich unbeschädigt durch die Weltgeschichte gekommen zu sein.

00:33:43: und deswegen verstehe ich dass es natürlich eine Perle in jeder Hinsicht auch Geisteswissenschaftlich, großartig literarisch ist es ganz toll.

00:33:51: Das Theater ist wunderbar da sind arbeiten wunderbare Menschen mit denen mir die Zusammenarbeit große Freude gemacht hat und ich war vier Jahre mit diesen Menschen dort gern.

00:34:00: Ich bin aber das sage ich ganz ehrlich als Hamburger der in Barmik geboren ist und Hamburg ist wie Stuttgart In vielerlei.

00:34:11: also wir haben ja eine ähnliche Wir sind so protestantisch geprägt.

00:34:17: Das hat auch was damit der Mentalität zu tun, wie Menschen sind.

00:34:20: Und Hamburg ist auch wie Stuttgart und Stuttgart wie Hamburg fürchterlich im Krieg unter die Räder gekommen.

00:34:26: Es ist wahnsinnig viel zerstört worden.

00:34:28: Architektur, historische Substanz ist zerstörd worden.

00:34:32: Und das bedeutet auch immer dass ein Stück weit die Identität einer Stadt zerstören wird.

00:34:38: Und eine Stadt muss sich neu erfinden.

00:34:39: Und es macht aber eine Stadt für mich persönlich weil ich auch in so einem Stadtraum aufgewachsen bin optisch nicht schöner, deswegen sagt mein Ohr aber echt viele Ecken die nicht so toll sind und viele Zweckbauten noch aus den Fünfzigern und Sechzigern.

00:34:54: Und dann ist das auch ein Architekturstil.

00:34:55: und da kam später noch der Brutalismus.

00:34:57: und was man so alles dahingesetzt hat.

00:35:00: Das heißt, diese Städte sehen viel weniger harmonisch und homogen aus.

00:35:05: Und haben wenig noch an historischer Fläche zu bieten.

00:35:08: aber sie haben sozusagen aufgrund ihrer historischen Entwicklung und damit auch der psychischen Ausschläge der Bevölkerung und der psychische Verfasstheit einer Stadt finde ich Sie als Theatermacher interessanter.

00:35:23: Das

00:35:24: ist super.

00:35:25: Ich habe gerade sehr große Ohren gekriegt, wo ich jetzt den Tränen kriege und die Brutalismus der schönen Heidelberger Schlosspanorama vorziehe.

00:35:37: Aber es

00:35:37: klingt

00:35:38: in sich schlüssig!

00:35:38: Ja

00:35:39: das ist so... also wir haben ja auch Freilicht gespielt.

00:35:42: Wir hatten heidelberger Schlossfestspiele durfte ich ja mit verantworten irgendwie und wir haben da jedes Jahr findet ja auch noch jedes Jahr statt, wird da mit Begeisterung dann oben Theater gespielt.

00:35:55: Im Dicken Turm im Schlossinhof und das ist wirklich pittoresk und wunderbar und auch der Blick vom dicken Turmen über die Rhein-Neckar-Ebene.

00:36:02: Das ist alles traumhaft aber ich finde eine Stadt... Ich fühle mich in Stuttgart, fühle ich mich super!

00:36:09: Das

00:36:10: geht unter dem Öl, aber bevor es nach Stuttgard ging, ging's nochmal quer durch die Republik?

00:36:14: Ja

00:36:15: stimmt.

00:36:15: Nach Braunschweig war da auch wieder ein... Mitgegangen mit jemandem oder war das dann schon, dann hat es so ein Standing.

00:36:22: Dann hat man dich persönlich gepickt?

00:36:24: Oder hast du dich gar beworben auf eine

00:36:26: Stelle?

00:36:26: Nee auch nicht tatsächlich.

00:36:28: Hat der damalige Intendant also der ging wie von Düsseldorf da war Chef Drama Turg und wurde Intendante am Staatstheater Braunschweig und suchte Jemanden in leitender Funktion als seinen künstlerischen Stellvertreter.

00:36:43: Und wir wurden durch eine gemeinsame Bekannte Karin Lieneweg heißt sie, das ist eine ganz fantastische Kollegin die früher selber Schauspielerin war.

00:36:56: Dann war sie bei der ZAV Das ist die Künstlervermittlung der Bundesagentur für Arbeit und die hat auch nach ihrer Pensionierung bei der zAV Hat die einfach weiter gemacht und immer Menschen miteinander zusammengebracht von denen Sie dachten Sie können gut zusammenpassen weil die einfach Gott und die Welt in der Theater Szene kannte.

00:37:15: und so hat die mich mit dem zukünftigen Intendanten aus Braunschweig zusammengebracht.

00:37:20: Wir haben uns getroffen, wir haben über Theater gesprochen und dann haben wir uns gegenseitig ja gesagt und ich habe da angefangen.

00:37:29: Wunderschön!

00:37:30: Dann hattest du gleich mal viele Ideen und hast unheimlich die Themenwoche in der Kultur dort initiiert.

00:37:35: und dann hast du auch deine große andere Liebe mich den Fußball untergebracht?

00:37:39: Stimmt!

00:37:40: Das

00:37:41: ging mir um die Frage nach der indikativen Kraft des Fußballs, die offensichtlich vorhanden ist...

00:37:46: Ja, ja mega.

00:37:46: Das war natürlich in Braunschweig auch sowieso eine steil Vorlage weil Braunschwijk eine fußballverrückte Stadt ist.

00:37:56: Verbindet sie auch mit Stuttgart?

00:37:58: Wer hier zu glauben?

00:37:59: Irgendwie hat BraunSchweig aus dem Bus spielen die jetzt?

00:38:01: Zweite, dritte Liga?

00:38:02: Ich weiß es gar

00:38:02: nicht.

00:38:02: Aber Braunschwaig spielt jetzt in der zweiten.

00:38:04: Ist wirklich so gut!

00:38:06: Ja, Braunschwał spielt wieder in der zweiten.

00:38:08: Ich meine

00:38:08: das ist halt öfters mal bei den Kickers.

00:38:09: Da geht man nicht wegen Fußball hin.

00:38:12: Sorry Enzo...

00:38:14: Nein, das ist ja auch du.

00:38:15: Aber ich habe immer... also bei mir wie soll ich es sagen?

00:38:21: Ich mag Fußball wahnsinnig gern und als wir in Braunschweich gelebt haben, haben wir an der Nähe vom franzchen Feld gewohnt.

00:38:30: Das ist sozusagen so ein ehemaliger Truppenaufmarsch platzt und da sind jetzt ganz viele Fußballfelder.

00:38:36: Da sind zwei große Fußballvereine nebeneinander.

00:38:38: Und als unser Sohn klein war Und man natürlich samstags und sonntag morgens, als Papa bist du wieder dann früh wach.

00:38:46: Und was machst Du denn?

00:38:47: Dann packst Du deinen Kind in Kinderwagen und da bin ich auf den Fußballplatz gegangen... ...und dann konnte man den Spaziergang einer frischen Luft immer verbinden wie mit Gucken von F-Jugend und E-Jungend.. ..und dann die jungen Männer und dann die Senioren und deswegen haben wir da immer Fußball geguckt!

00:39:01: Also so, da bin Ich ja auch schmerzfrei.

00:39:03: hauptsache der Ball rollt über die Wiese und um Zweiundzwanzig Verrückte laufen hinterher.

00:39:09: aber Aber Braunschweig ist eine total fußballverrückte Stadt.

00:39:13: Du weißt irgendwie, dass die Trikot-Werbung Mastjägermeister das ist ja da geboren worden und das die Stadt ist total interessant weil sie auch sagen wir mal kriegsbedingt ein gleiches Schicksal hat wie Stuttgart und Hamburg nämlich total zerstört hatte.

00:39:29: vorher eine traumhafte Fachwerk Altstadt hatte eine sehr schöne klassizistische Altstadt Alles kaputt gegangen, leider.

00:39:39: Und dann war man nach dem Krieg und den Mauerbauzonen-Randgebiet... ...und die Stadt ist ja bis auf Musik, die da herkamen so Jazz-Kantine und so das Kantemann und Daily Terror,... ...aber ansonsten war die Stadt einfach versunken!

00:39:50: Der einzige der sozusagen Halt geboten hat war der BTSV Eintracht Braunschweig, der wurde nämlich in nineteen Sechzig Deutscher Meister gegen alle Widerstände und Erwartungen.

00:39:59: Das ist so Identitätsbildend dass sich das angeboten hat und ich dort unbedingt auch ein Fußball Projekt oder mehrere machen über die integrative Kraft, weil das bindet da wirklich die ganze Stadt zusammen.

00:40:10: Im Rahmen dieses Projektes gab es einfach eine Fan-Kurmeisterschaft.

00:40:14: was haben wir uns in Darun noch vorzustellen?

00:40:16: Ja das habe ich erfunden.

00:40:21: Also ich hab jedes Jahr diese Themenwoche Interkultur gemacht und die wuchs auch von Jahr zu Jahr.

00:40:25: Ich habe das fünf Jahre lang gemacht Und im fünften Jahr ist es meinem kleinen Team und mir gelungen dass wir sowohl vom DFB und von der DFB-Kulturstiftung insgesamt vor rund fünfzigtausend Euro.

00:40:40: Da war Geld noch fachenden?

00:40:42: Genau, als Fördermittel einwerben das war toll und dadurch konnte ich ganz viele Projekte zu dem Schwerpunkt integrative Kraft des Fußballs für die Braunschweiger Stadtgesellschaft sozusagen auch als Hohlspiegel für Deutschland gewinnen.

00:41:01: Und eines von diesen Projekten waren dann die Fancore Meisterschaften.

00:41:04: Die Idee war Ganz viele unterschiedliche Fangruppen in den Kurven stehen, so wie in jedem ordentlichen Stadion.

00:41:13: Und wir haben die eingeladen und haben gesagt, Leute, wir machen eine Fan-Kurmeisterschaft im kleinen Haus des Staatstheater Braunschweigs, gehen dreiehundert Leute rein, haben ne Jury... ...und die Fangruppe konnten sich bewerben und sind dann gegeneinander angetreten mit ihren Fangesängen.

00:41:30: Die Jury hat die besten Fankur gewählt!

00:41:34: Wow, das klingt wirklich spannend.

00:41:35: Das war mega!

00:41:36: Es war total schön und im Zuge dessen habe ich dann damals gelernt dass ein bekannter Koffeeinhaltegejahr Brausehersteller ähnliches gemacht hat für was man auch auf YouTube noch sehen kann wo der Fan-Köre gefilmt haben, was sehr cool war.

00:41:55: Das haben wir aber auch da erst gesehen.

00:41:57: also weil die das dann in der Abfilme auf einem professionelles Level gehoben

00:42:01: haben.

00:42:02: Manchmal sind gute Ideen entstehen parallel.

00:42:04: Total, total aber es war schön.

00:42:06: das hätte ich gerne weiter gemacht.

00:42:07: Das würde ich gerne auch hier machen.

00:42:08: Ich habe nur keine Zeit gerade dafür.

00:42:10: Ich bin mir sicher da das wird auf großen Widerhall treffen vor allem wenn man sieht was der VfB jetzt mit den Kollegen gemacht hat und wo ja auch Co eingesungen ist.

00:42:22: Das

00:42:22: fand ich super.

00:42:22: genau daran musste ich denken.

00:42:24: also dann musste ich an unsere erste deutsche Fan-Core Meisterschaft im Braunschal denken als dass hier stattfand in der Liederhalle.

00:42:30: Fand ich ganz toll!

00:42:33: kann man mal überlegen, ob er vielleicht Kontakt wieder blühen lässt.

00:42:38: Ich habe dann wieder zurück nach Baden-Württemberg gezogen aber nicht nach Stuttgart sondern an die andere große Stadt im badischen Landesteil.

00:42:47: Du warst in einem großen badischen Staatstheater.

00:42:50: Ja tatsächlich knapp eineinhalb Jahre.

00:42:55: Und hast da viele Leute gehabt, die dir reingesprochen haben?

00:43:01: Weiß ich nicht...

00:43:03: Ich glaube, das kam irgendwie bei mir an.

00:43:05: Dass man da nicht ganz so frei arbeiten kann wie jetzt in Stuttgart?

00:43:10: Naja, weil das ist natürlich strukturell logisch bedingt.

00:43:13: Da kann man gar nichts sagen, sondern dass es grundsätzlich so... Entweder bist du künstlerisch der Verantwortliche im Guten als im Schlechten.

00:43:22: Weil Verantwortung ja auch bedeutet und das darf man ja auch nicht vergessen bei den Diskussionen um flache Hierarchien und Mitbestimmung ... Teambildungen sozusagen im Leitungsbereich, was ich total spannend finde und auch richtig finde.

00:43:36: Das hat man ja auch schon in den sechziger Jahren angefangen zu versuchen an der Schaubühne in Berlin sozusagen breite Mitbestimmungsmodelle aufzusetzen.

00:43:42: nur am Ende des Tages wenn es darum geht einen Wirtschaftsplan zu verabschieden naja ist doch so.

00:43:48: wer unterschreibt denn denen?

00:43:49: Ich

00:43:49: kenn's ja!

00:43:51: Der Rechnungsprüfer und einer muss unterschreiben

00:43:54: Herr Preuß, muss das sein?

00:43:55: Muss es sein.

00:43:57: Du musst es in wirtschaftlicher oder auch künstlerischer Hinsicht vor der Presse und vor denen man sich zurecht... Es gibt ja demokratisch gewählte Gremien, vor dem man sich auch in meinem Job verantworten muss was ich richtig finde.

00:44:11: Und irgendjemand muss dann am Ende des Tages auch dafür greifbar sein wenn etwas gut läuft.

00:44:16: aber auch wenn es nicht gut läuft und dass man sagen kann hey das läuft aber nicht gut So ist es doch wie im Sport und überall auch.

00:44:23: so heißt es, ja hier ist es so dass ich also hier natürlich als Intendant hast du noch mal eine andere Freiheit Dinge so zu realisieren künstlerisch wie wenn Du mit einem Team arbeitest wo Du nicht der künstlersche letztverantwortliche Leiter bist.

00:44:45: Ist ja ganz klar.

00:44:46: deswegen das ist normal.

00:44:47: Ich habe ja ein Zitat von dir, an vielen meiner Stationen stand das leichte immer unter Rechtfertigungsdruck.

00:44:52: Das stimmt!

00:44:53: Das war in der Tat bei vielen Stationen so und es war auch etwas was mich echt gestört hat weil ich bin ein großer Fan der Komödie.

00:45:02: Ich liebe einfach die leichte Muse wenn sie klug ist und wenn sie von tollen Schauspielerinnen und Schauspielern präsentiert wird in den unterschiedlichsten Genres.

00:45:16: Ernstes Theater und ernste Kunst generell, und klassische Musik.

00:45:20: Aber ich liebe es auch Menschen zu unterhalten und das war schon immer so.

00:45:25: Und ich fand dass die Komödie gleichberechtigt auf einem Spielplan neben einem ... ähm... ernsten Stücken von ernsten Stück geprägten Spielplan stehen muss!

00:45:38: Das muss in einem guten Gleichgewicht sein und deswegen habe ich viele Diskussionen geführt wirklich viele kunstideologisch geprägte Debatten in unterschiedlichen Häusern, wo das ganz anders gesehen wurde und wo man nicht für das Publikum sondern insbesondere auch für die eigene Perspektive auf Welt spielen wollte.

00:45:57: Und ich wollte aber immer mit dem was wir machen künstlerisch für die Menschen der Stadt da sein, für das Publicum da sein Für die Spielen, die dann im Zuschauerraum sitzen und daran eine Freude haben sollen.

00:46:11: Das fand ich wichtig und da gab es zum Teil wirklich lange und auch anstrengende Diskussionen.

00:46:17: Und da war ich sehr glücklich, dass ich hier jetzt in Stuttgart an ein Haus kommen durfte wo's eben mit dem alten Schauspielhaus quasi eine klassische Stadttheaterinstitutionen mit einem sehr guten Stadttheaterspielplan traditionell gibt und aber auch einen Komödienhaus habe, wo ich meine Lust Komödien in den unterschiedlichsten Formen und die leichte Muse in den Unterschiedlichsten anspruchsvollen Formen auf die Bühne bringen darf.

00:46:44: Du bist hierher gekommen, den Auftag hast du mit Mr Claude und seine Töchter gemacht.

00:46:50: Warum denn genau dieses Stück?

00:46:51: Wir kennen es ja alle aus dem Fernsehen oder aus dem Kino.

00:46:54: das ist ja manchmal das Witzige dass das Bildungsbürgertum erst das Buch kennt dann das Theaterstück und dann ein Film.

00:47:01: und das breite Volk wie ich dann erstmal im Kino war Das gibt es jetzt im Theater.

00:47:07: Das stimmt!

00:47:10: Also die Erfahrung war in der Tat schon, dass Menschen, die einen Film gesehen haben sich deswegen nicht davon abhalten lassen das auch noch mal live im Theater zu gucken sondern ganz im Gegenteil ist eigentlich Filme oder Stoffe seines Büchertrehbücher die erstmal auf die Leinwand und dann auf die Matscheibe dann auf die Bühne kommen, gar keinen Zuspruchverlust erleiden.

00:47:38: Sondern dass das Theaterpublikum das unheimlich gutiert tatsächlich etwas was man aus der Matscheibe sozusagen von der Leitkine noch mal live zu sehen.

00:47:47: Ich glaube es liegt unter anderem daran, wenn einem etwas gefällt Wenn einem einem Stoff gefällt oder die Figuren gefallen und man sagt ja und die Probleme die der Monsieur Claude hat Das kann ich total nachvollziehen.

00:47:57: Und wenn ich so für ihr Töchter hätte Dann ging es mir vielleicht genauso oder so.

00:48:04: Das ist ja auch eine Person, an der man sich reiben oder mit der man groß identifizieren kann.

00:48:09: und das dann live zu sehen von Schauspielern – das ist einfach noch mal ein anderes Erlebnis weil der Fernseher ist ne zweidimensionale Veranstaltung die mich an- und ausschalten kann, die ich mittlerweile immer auf Pause drücken kann.

00:48:27: Es ist auch zweidimensional, wenn ich mir nicht gerade eine Brille für ne drei D-Veranstaltung aufsetze.

00:48:33: Aber es hat immer etwas... ...es ist mal bei einer anderen Form von Wahrnehmung im Theater sitz' sich mit anderen Menschen kann die wahrnehmen Auch wenn sie still sind.

00:48:44: aber wenn Sie lachen dann kann ich mit ihnen gemeinsam lachen.

00:48:46: und ich finde gemeinsam lachend gemeinsam etwas erleben Ist wie auch ins Stadion zu gehen.

00:48:51: Fußball im Stadionszugucken ist Ich glaube für die meisten Menschen ein total anderes Erlebnis als Fußball zu Hause vom eigenen Fernseher zu gucken.

00:49:00: Man versucht es dann manchmal sozusagen, zu simulieren das Stadionerlebnis und man sagt ey Frank Thorsten, Mannfred und Harry kannst du noch könnt ihr noch kommen?

00:49:09: Dann gucken wir zusammen einen schönen Fußball trinkende Kiste Bier aus und gucken zusammen irgendwie schön VfB aber es ist trotzdem nicht dasselbe als wenn Du in der Kurve stehst.

00:49:18: Und so ist es im Theater auch und so ist mit Filmen auch.

00:49:20: ich glaube Du kannst diese Stoffe live erleben mit anderen Menschen Mit Schauspielern die auf der Bühne stehen.

00:49:26: Dieses Live-Erlebnis ist so besonders, dass man dann gerne nochmal kommt.

00:49:32: Ihr macht ja wahnsinnig viele Stücke.

00:49:33: also wie gesagt du bist für zwei Häuser hier zuständig das alte Schauspielhaus und die Kommöte.

00:49:39: da kommen wir gleich noch drauf.

00:49:40: Wie macht man denn... Das ist ein bisschen wie eine Menüfolge so einen Spielblatt?

00:49:43: Wie bestimmt man denn die Reihenfolge?

00:49:45: Also muss man da irgendwas vielleicht wie bei einer Langspielblatte früher da quasi auch wichtig welches Lied kamen nacheinander?

00:49:52: also fängst Du beim ersten an Und gehst dann chronologisch durch, was könnt ihr folgen?

00:49:57: oder setzt du irgendwas?

00:49:58: Also nehmt uns mal mit.

00:50:01: Ja es ist eine super Frage tatsächlich weil ich finde Langspielplatte so wie wir das noch kennen also in der aus der vor Spotify Zeit sondern wo man sich wirklich fragt auch wenn du eine langspiel platte oder wenn du deine Lieblingskassette also Menschen die noch mit der MC aufgewachsen sind und Genau.

00:50:19: Wir beide kennen das noch und wir beide haben mit Sicherheit unseren Lieblingsmenschen oder die, die wir damals dafür gehalten haben auch Kompilationen aufgenommen?

00:50:29: Und dann hirzt du da ja...

00:50:31: Kompilationen

00:50:31: genau!

00:50:32: Weißt Du noch?

00:50:32: Guck mal gesagt hat so ich nehme jetzt für Den und den Menschen aus der Parallelklasse mache ich jetzt eine MC.

00:50:41: Das war ja die größte Liebeserklärung, die man damals machen konnte.

00:50:44: Und dann überlegst du dir doch was machst du vorne hin damit das mit einer Sogwirkungen hat?

00:50:48: Damit er jenige dran bleibt, damit er merkt Ich habe ihn gern.

00:50:51: Ich interessiere mich für dich.

00:50:53: Dann musst Du natürlich etwas dramatisches, dann musst Du was spielen fürs Herz, da muss Du was schnelles spielen, so ne Abtempo Nummer usw.

00:51:01: Und das gleiche Prinzip ist Spielplan.

00:51:04: wir versuchen erstmal Das erste Stück zu setzen in der Werkstatt und zu sagen, was könnte die Eröffnung sein?

00:51:11: Was hat könnte eine Sogwirkung haben.

00:51:13: Was könnte in die Stadt reinwirken dass man auch nach der Spielzeitpause wir sind wieder da schaut mal toller Stoff tolles Schauspieler doller schöner Ausstattung.

00:51:24: Jetzt mit Gaslicht zum Beispiel hat das ja auch noch ne gesellschaftliche Prisanz weil wir weil das stück heißt ja im Original Gaslight und dieser Begriff ist ja eingewandert in die Psychologie und in verschiedene andere Fachkreise.

00:51:41: Und wird als Gaslighting ja für eine Form von emotionalem psychischen Missbrauch heute verwendet, und da ist dieses Stück der Namenspatronen.

00:51:51: Insofern erfüllt dieses Stück um das was wir gerade machen sozusagen verschiedene Register verschiedener Ansprüche, die wir an einer Eröffnungsposition haben.

00:52:01: Wenn du das gespielt sagst okay und dass es ein dramatischer Stoff Gasslicht Was könnte da nachkommen?

00:52:08: Und mit Nathan spielen wir dann beispielsweise ein Stück, was zwar auch einen dramatischen Hintergrund hat.

00:52:16: Kreuzzüge damals irgendwie die Konflikte der Religionen.

00:52:20: aber die Erzählung, die Ringparabel, die größte Versöhnung der Weltreligion in der Perspektive des Natan das ist eine mehrchenhafte Erzählung, die uns allen glaube ich heute mehr denn je etwas zu sagen hat über die Gleichberechtigung der Weltreligion, sodass sozusagen diese konfliktreich aber dann doch mehrchenhaft aufgelöste Erzählung etwas ist was wir danach setzen nach diesem Eröffnungskrimi.

00:52:47: Der sehr dramatisch ist.

00:52:49: und dann kommt als drittes zu Weihnachten Silvester für die schöne Zeit des Jahres sowas wie die drei von der Tankstelle.

00:52:57: Ja, da will ich mit Freunden oder Kollegen oder meiner Familie doch irgendwie ins Theater gehen und was Spritziges Champagner Laune Spaß haben.

00:53:05: Und die Dreite von der Tankstelle ist einfach ein berühmtes Film Musical, das dann auch den Weg auf die Bühne gefunden hat.

00:53:12: viele Hits aus dem Stück von die der heimann geschrieben hat wurden dann von den komedien harmonists gecovert.

00:53:19: Die waren ja eigentlich eine cover band das war ein jukebox band und die leute heute denken Ja, das

00:53:23: ist nicht von

00:53:23: dem komedianharmonist.

00:53:24: Nein es ist aus den dreien von der tankstelle.

00:53:27: aber sie haben's gesungen.

00:53:29: So na aber dass?

00:53:30: und da versuchen wir denn einfach so zu und so siehst du dass wir versuchen sozusagen schrittweise mit unterschiedlichen temperaturen unterschiedlichen farben unterschiedliche emotionale Register die wir ansprechen zustände Erwartungshaltungen, die vom Publikum da sind.

00:53:50: Auch was hat man Lust, wann zu tun und zusehen zum Beispiel darauf zu reagieren?

00:53:56: Und dementsprechend stellen wir dann so eine Menüfolge oder eben so eine Langspielplatte zusammen, die man auch genauso in der Komposition der Zusammenstellung idealerweise hört.

00:54:08: also unser Abonnentinnen, die dann ein siebender Abo im alten Schauspielhaus oder einen Fünfer-Abo In der Komödie haben die, sehen ja dann tatsächlich alle Stücke in der Chronologie wie wir sie anbieten in Folge und haben dann auch so einen Eindruck ist die Platte gut geworden.

00:54:22: Also ist die Zusammenstellung gut oder nicht?

00:54:25: Und oft in dieses Jahr haben wir sehr viel Rückmeldung dass die Gäste das erst mal die Zusammenstellungen diese Menüfolge der Stücke spannend finden.

00:54:34: Jetzt ist es an uns gutes Theater zu machen um das einzulösen.

00:54:39: Du bist nicht nur für zwei Häuser zuständig hier, du bist auch in der Stadtgesellschaft ständig präsent.

00:54:44: Dennoch inszenierst du selber!

00:54:45: Warum machst du das?

00:54:47: Na inszenieren tue ich einfach weil es einfach eine schöne künstlerische Arbeit ist und sozusagen ins Zentrum des Theatermachens natürlich führt.

00:54:56: Weil was ist das Zentrum... Auch ganz banal gesprochen juristisch ne?

00:55:02: Naja wir sind ja ein eingetragener Verein also die Schall Das alte Schauspielhaus und die Komödie im Marquardt.

00:55:09: Ist das

00:55:09: TV organisiert?

00:55:10: Ja, wir sind zwei Bühnen, die sich unter dem Dach der Schauspielbühne im Stuttgart verbinden und wir sind ein eingetragener Verein.

00:55:19: Wir heißen Alte Schauspiellhaus und Komödy im Marqvard E.V.

00:55:25: Und das heißt, wir seien gemeinnützig mit allen daranhängenden juristischen Implikationen.

00:55:34: Auch wir haben ein Verein, einen Trägerverein.

00:55:37: Das hat rund dreißig Mitglieder der den Vorstand wählt und der Vorstand ist mein Aufsichtsgremium.

00:55:44: Und diese Vereinstruktur bedingt eben auch dass wir eine Satzung haben Und in dieser Satzung steht natürlich drin, was der Zweck dieses Vereins ist damit er seine Gemeinnützigkeit erfüllt.

00:56:03: Der Zweck des Vereins sind die Stuttgarter Kulturlandschaft um Theater zu bereichern und dafür haben wir als Produktionsmittel zwei Bühnen Und damit erfüllen wir sozusagen täglich den Vereinszweck.

00:56:19: Aber, damit will ich sagen das ist jetzt sozusagen so ein bisschen die juristische vereinsrechtliche Erklärung für das was das Haus ausmacht nämlich Theater spielen.

00:56:29: und wenn ich selber inszeniere und das heißt ja Ich arbeite fünf eineinhalb Wochen mit Schauspielerinnen und Schauspielern im Proberaum oder Wir proben auch mitunter auf der Bühne im alten Schausspielhaus fünf eineinhalb Wochen zusammen ein Stück und arbeiten daran, dass es eine gute Inszenierung wird oder eine Inszenierung die das Publikum toll findet.

00:56:52: Und sich jeden Abend anguckt wie jetzt gerade Gaslicht.

00:56:56: Das ist ein enges Zusammenspiel dann auch mit der Ausstattung im Haus mit allen Abteilungen.

00:57:03: also weil du als Regisseur arbeitest noch mal anders mit Beleuchtung, anders mit der Requisite Kolleginnen von der Kostümabteilung, von der Technik etc.

00:57:12: zusammen als Intendant.

00:57:14: Als Intendante bin ich in den administrativen Aspekten hier organisatorisch-administrativ tätig und habe mit meinen Kollegen zu tun in unterschiedlichen Abteilungen.

00:57:25: Wenn ich als Regisseur arbeite, spreche ich als Künstler mit denen.

00:57:28: da haben wir eine andere konkrete operative Ebene am Objekt, am Schauspiel und deswegen ist das so schön Beides zu machen auf der einen Seite als Intendant, der Organisator und künstlerische Leiter zu sein.

00:57:41: Und Theater ist wahnsinnig viel Organisations- und Administrationsarbeit, kannst du dir vorstellen?

00:57:47: Aber diese Arbeit dann an einer Inszenierung mit den Schauspielerinnen und Schausspielern die jeden Abend da stehen in schönen Kostümen, die wir selber genäht haben.

00:57:59: In einer Dekoration, die unsere Schreinerei im Zusammenarbeit mit dem Mahlsaal gebaut hat Das erfüllt einen mit Stolz, wenn das gelingt.

00:58:07: Und es ist eine Form von Team-Togetherplay die man nur dann hat, wenn man selber auch künstlerisch arbeitet.

00:58:12: Du hast hier ein Ensemble, pickst du aus dem Ensemble dir die Schauspieler und Schausspieler raus?

00:58:17: Oder in wiefern arbeitest du dann auch mit zusätzlichem Personal?

00:58:21: Nehmen wir nur, dass die Leute auf der Bühne stehen!

00:58:23: Alle Künstlerinnen und Künstlern, die bei uns auf der bühne stehen oder ansonsten als Regisseurinnen oder Choreografinnen, musikalische Leiterinnen usw.

00:58:33: arbeiten sind freie... Freischaffende.

00:58:36: Wir haben kein festes Ensemble, das ist mir auch...

00:58:40: Nachspannend okay?

00:58:41: Genau!

00:58:41: Das sieht dieses Theater nicht vor sondern wir engagieren wirklich für jede Produktion die Menschen.

00:58:49: aber und insofern haben wir trotzdem das Gefühl an einem Ensemble-Theater zu sein.

00:58:55: wenn du jetzt runter guckst auf die Bühne da steht im Moment als Bella Manningham Annalisa Wildmann als Inspector Ruff steht ein Andy Klaue.

00:59:05: jähriges Bühnenjubiläum hier am Haus.

00:59:08: Er ist schon länger Schauspieler als diese twenty-fünf Jahre, aber er spielt.

00:59:11: nächsten September steht da vor uns im alten Schauspülhaus auf der Bühne und so gibt es ganz viele Schaus Spielerinnen und Schauspiele die eine ganz enge biografische künstlerische Beziehung zu diesem Haus haben.

00:59:26: mit denen fühlen wir uns auch als das Ensemble des Hauses.

00:59:30: Und da kommen dann punktuell immer noch neue dazu und weitere dazu, weil wir engagieren ja im Laufe eines Jahres rund hundert Menschen also die alle freie Künstlerinnen und Künstlern sind und sind deswegen auch in diesem Bereich einer der größten Arbeitgeber hier.

00:59:46: Das darf man auch nicht vergessen.

00:59:48: aber das liegt auch daran dass wir als Sweet Betrieb eben kein eigenes Ensemble haben sondern Punkt genau engagieren mit festen Zeitverträgen.

00:59:58: Wie lange sind die Stücke dann auf dem Plan?

01:00:02: Im alten Schauspielhaus in der Regel fünf eineinhalb Wochen, also knapp sechs Wochen und in der Komödie sieben

01:00:08: Wochen.

01:00:09: Und was muss passieren dass wir es im nächsten Jahr nochmal drauf nehmen auf den Spielplan?

01:00:16: Wir sind als Betrieb mit siebzig Fest angestellten plus die freien Künstlerinnen und Künstlern.

01:00:26: Sind wie ein sehr kleiner mittelständischer Betrieb um das mal so zu sagen Siebzig sind nicht viel.

01:00:32: Wir machen mit diesen siebzig Festangestellten plus die Freien und die Mini-Jobber, machen wir aber über fünfhundertfünfzig Veranstaltungen per Anom.

01:00:41: Das heißt da sind wir wie ein großes Schiff Aber wir arbeiten auf einer kleinen Fregatte sozusagen Und das können wir nur indem wir aus Speed spielen.

01:00:53: Wir spielen aus Speed, d. h., du hast es schon angesprochen oder durchklingen lassen.

01:00:58: Wir haben eine Premiere Dann spielen wir fünf eineinhalb Wochen im alten Schauspielhaus dieses Stück.

01:01:04: Gaslicht läuft jetzt fünf und ein halb Wochen durch, dann nehmen wir es vom Spielplan der Dernieren Termine gesetzt.

01:01:09: das kann man bei uns auf der Homepage oder im Spielplan sehen und dann kommt die Premiere von Nathan der Weise.

01:01:14: wenn Nathan abgespielt ist kommt die Premiere von die drei von der Tankstelle usw.

01:01:20: Das heißt mit dieser Betriebsgröße.

01:01:24: ich habe quasi drei Techniker dreieinhalb Technikerstellen da unten Die bedienen aber zwei Häuser und machen diese ganzen Veranstaltungen.

01:01:33: Das kannst du nur im Auswiedbetrieb, indem ich nicht permanent zwischen den unterschiedlichen Vorstellungen hin- und her umbaue.

01:01:40: Und das bedeutet eben auch am Ende, um auf deine Frage zu beantworten es gibt eigentlich keine Wiederaufnahmen und ich habe auch keine Gelegenheit Dinge wieder also Produktionen auch wenn sie erfolgreich laufen wieder aufzunehmen.

01:01:51: Es gibt zwei Abweichungen die diese Regel bestätigen.

01:01:54: Das eine ist prima Fazil Das ist eine Produktion, die habe ich eigentlich inszeniert hier als Vorbühnenstück im alten Schauspielhaus.

01:02:02: Das haben wir aber aus betriebstechnischen Gründen dann ins Theaterhaus genommen und da läuft es jetzt seit drei Jahren sehr erfolgreich heute Abend.

01:02:09: Ist auch wieder nicht die zweiunddreißigste Vorstellung was auch viel ist für ein Monolog den Steffi Klimmkeit großartig spielt.

01:02:16: das ist ja ein feministischer Monologue von Suzy Miller Und den können wir aber auch über so einen langen Zeitraum nur spielen weil wir dann eine Kooperation mit unseren Freunden vom Theater Haus haben die für beide Seiten sehr fair ist.

01:02:30: Und was wir auch wieder aufgenommen haben, ist Istanbul als interkulturelle Feier des Zusammenlebens und der Vielfalt in der Stadt – das ist uns gelungen!

01:02:42: Das haben wir dann als altes Schauspielhaus extra wieder hochgeholt.

01:02:48: Das wollen wir auch noch mal machen weil das ist eigentlich so eine Art Signature-Inszenierung von uns.

01:02:55: Die haben wir jetzt schon fünfzigmal ausverkauft gespielt.

01:02:58: Die Menschen lieben das, kommen wieder wollen es immer noch mal sehen und es gibt immer noch so viele die's auch noch nicht gesehen habe.

01:03:04: Da versuchen wir das immer nochmal hinzukriegen.

01:03:06: aber Das ist wirklich nur die Ausnahme die die Regel bestätigt und die lautet wenn etwas weg ist vom Spielplan dann kommt es nicht wieder.

01:03:15: Du hast zwei Häuser.

01:03:16: Schauspielhaus haben wir hier schon angesprochen.

01:03:19: Comedy in Marquardt is im Marquartbau und über den gehts heute bei Renate Renni Sobrik.

01:03:27: Mitten in Stuttgart steht ein Gebäude, das schon einiges erlebt hat – der Marquardtbau!

01:03:32: Während andere Häuser froh sind wenn nach hundert Jahren noch der Putz hält kann der Marqvardbau auf eine Geschichte zurückblicken die ungefähr so abwechslungsreich ist wie ein schwäbischer Sonntag mit Baustelle, Kehrwoche und Familienfest.

01:03:46: Seine Geschichte beginnt im neunzehnten Jahrhundert als Stuttgard noch deutlich weniger Autos Aber dafür umso mehr Pferde hatte.

01:03:54: Damals entstand hier ein prächtiger Bau, der schnell zu einer wichtigen Adresse für das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadt wurde.

01:04:02: Der Name Marquardt geht auf den Hotelier- und Unternehmer Wilhelm Marquart zurück, der das Gebäude bringen sollte!

01:04:09: Und was macht man mit einem solch prächigen Gebäudemitten in Stuttgart?

01:04:14: Natürlich einen Hotel daraus – denn schon damals wusste man wer Geld, Rang Und einen guten Mantel hat, will möglichst zentral übernachten.

01:04:24: Auch prominente Gäste machten Station.

01:04:26: Otto von Bismarck soll hier gewohnt haben.

01:04:29: Ebenso der Komponist Richard Wagner und auch Karl May übernachtete wohl im Hotel Markwardt.

01:04:35: Heutzutage ist das Haus längst kein Hotel mehr – aber der Unterhaltung treu geblieben!

01:04:40: Die Innenstadt-Kinos, der Eleven Comedy Club sowie die Komödie im Marktwagen sorgen dafür dass hier weiterhin zahlreiche Menschen ein- und ausgehen Wenn auch nicht mehr mit Reisekoffern und Zimmerservice, sondern mit Popcorn- und Theaterkarten.

01:05:08: Großartige Location, schon von der Architektur hier.

01:05:11: Es ist ja so ein gemauerter Gewölbekeller erinnert einen gleich als Beatles-Fan an den Covern Club wenn man da so reinguckt.

01:05:18: nur größer, verwinkelter und so liebevoll eingerichtet finde ich großartig.

01:05:24: also ganz ganz toll.

01:05:25: es ist so gemütlich da unten und dann ist das Programm eine echte Bereicherung für die Stadt finde ich mega!

01:05:33: Die Bereicherung ist auch euer.

01:05:35: Also eure beiden Häuser.

01:05:36: Ihr seid oben im goldenen Saal,

01:05:38: das

01:05:39: heißt war man Hotel, gell?

01:05:41: Ja.

01:05:42: Hab ich hier... Ich hab mir ja das wunderschöne Buch gleich besorgt, die vor dem Jahr Komödie Marquardt.

01:05:48: Vor allem habt ihr auch wundeschöne Grußworte drin und dann hinten einfach viele Bilder.

01:05:54: Man kann wunderschön zurück eintauchen in die Vergangenheit.

01:05:58: Ihr schafft es immer wieder, dass da große Namen, die mauch aus Funk und Fernsehen.

01:06:03: Wie hat das Haus so einen Klang, dass da immer wieder ganz große Namen zu euch kommen?

01:06:10: Also das Buch kündet davon.

01:06:12: Du hast recht!

01:06:12: Das haben wir jetzt rausgegeben, weil wir ja jetzt gerade in dem es ist die seventy-fache Jubiläumfeier an der Kommune im Markt war und weil wir immer an derselben Stelle waren.

01:06:19: Wir sind in den Neunzehnten.

01:06:21: Wir, also unsere Vorgänger im Geiste und im Tun Das war der Fest- und Bankettsaal des Hotel Marquardt in Stuttgart eingezogen, Ecke König und Bolzstraße.

01:06:37: Und das Hotel Marqvart war ja das erste Hotel am Platz.

01:06:40: Also das war weltweit berühmt!

01:06:42: Und da sind so Leute abgestiegen und davon erzählt auch unser Buch, also wie keine Ahnung.

01:06:47: Fürst Otto von Bismarck und Richard Wagner und wer das alles war.

01:06:52: Wer auf sich hielt und sich es leisten konnte, war damals im Hotel Marquardt.

01:06:57: Nach dem Krieg wurde dann das Haus ja umgewidmet.

01:07:01: Der Eugen Merz hat das gekauft und es wurde multifunktionskomplex, dass es heute immer noch ist mit Kinos usw.. Wir sind da in den Fünfzig rein und sind da geblieben.

01:07:11: Haben jetzt das Jubiläum gefeiert im September, haben deswegen auch das Buch «Furmoren-Siebzig Jahre Komödie Marquardt» rausgegeben was man bei, sage ich jetzt mal an dieser Stelle bei Talia Witt war auf der Königsstraße und auch bei uns im Service Center einer Bolzstrasse vier bis sechs für den Selbstkostenpreis erwerben kann.

01:07:28: Und es bietet tatsächlich den Überblick über fünfundsiebzehnte Jahre.

01:07:31: alle Spielpläne der letzten fünfund siebzehn Jahre sind da drin mit ganz vielen tollen Fotos von auch vielen prominenten Künstlerinnen und Künstlern Und die sind natürlich auch gerade früher wahnsinnig gerne zu uns gekommen, weil das Haus sehr erfolgreich lief.

01:07:47: Aber damals gab es natürlich neben ARD und später dann ZDF gab es erst mal nur zwei Sender.

01:07:56: Dann gab's noch die dritten Programme und die ganzen Stas Harald Junke, Günter Fitzmann, Hans Klarin, coolen Kampf.

01:08:04: Also es gab ja quasi niemandem des TV-Hueshu der nicht da irgendwann auch bei uns gespielt hat.

01:08:14: Und das ist heute immer noch so, es ist aber heute natürlich anders weil heute hast du so eine aufgespreizte TV- und Kanallandschaft dass die Leute viel schwieriger zu bekommen sind, dass sie mal sechs Wochen am Stück proben und dann auf der Bühne stehen können.

01:08:30: Aber es gelingt uns immer noch.

01:08:31: wenn dann so Leute wie Hugo Egon Balder oder Jochen Busse oder jetzt kommt Heiko Ruprecht nächstes Jahr wieder, das kann ich schon verraten.

01:08:40: Dieses Spielzeit nicht jetzt dreht da gerade aber nächstes jahr wird er dann wieder kommen.

01:08:45: das ist noch nicht veröffentlicht.

01:08:46: das verrate ich jetzt an dieser stelle einfach dass.

01:08:50: das sind dann einfach für uns auch tolle Momente weil es sind auch toller Menschen und das ist einfach schön mit ihnen zu arbeiten.

01:08:56: und gleichzeitig ist es für unser Publikum fantastisch die dann auch live auf der bühne zu sehen und sie kommen gerne zu uns Zum einen einfach ein eingespieltes, hochprofessionelles und gleichzeitig extrem zugewandtes tolles Team haben.

01:09:09: Dafür bin ich jeden Tag dankbar, dass bei uns so viele tolle Menschen arbeiten die einfach auch so große Lust haben auf Theater.

01:09:15: Weißt du?

01:09:15: Die das gerne machen!

01:09:16: Die einfach Spaß darin haben wenn Vorstellungen gut laufen, wenn die Schauspieler in teuren Kostümen auflaufen Wenn es den Schauspielern gut geht weil sie wissen dann geht's dem Publikum gut, denn die haben Freude an der Arbeit und das geht allen gut.

01:09:29: Man merkt es als Publikum, wie viel Liebe drin ist.

01:09:32: Tim Schleider von der Stuttgart Zeitung hatte ich am Jahresanfang anlässlich des Jubiläums Interviews die Überschrift für von dir Zitat Komödie ist das Theater der Stunde.

01:09:40: Wie meinst du das?

01:09:43: Damit meine ich dass wir in einer Zeit leben, die für fast jeden von uns viele Herausforderungen bereithält.

01:09:55: Die Preise explodieren Ob es die Energiepreise sind ob es das Tanken is Ob es die Lebensmittel sind.

01:10:02: Viele Menschen müssen sparen, selbst die, die einen Job haben oder sogar zwei Jobs in der Familie haben gucken anders heute auf die Lebensumstände und müssen anders rechnen als vorher.

01:10:13: Wir haben extreme Konflikte geopolitisch.

01:10:19: wir haben Krieg in Europa jetzt bald seit fünf Jahren ein furchtbaren Angriffskrieg irgendwie auf die Ukraine.

01:10:27: Wir haben daraus folgend viele Herausforderungen auch die Gesellschaft bewältigen muss.

01:10:33: Also auch da entstehen Kosten, auch da entstehen Herausforderungen mit Wohnraum, mit Fragen wie kriegen wir das gehandelt in den Klassen?

01:10:44: Mit den Sprachunterrichtskursen etc.

01:10:47: Wir stehen wirklich vor wahnsinnig vielen Herausforderungen.

01:10:49: Wir haben dazu einen US-amerikanischen Präsidenten der das Gegenteil von zuverlässig ist und uns große Probleme bereitet China irgendwann aus den Augen verloren haben gedacht, es würde immer so weiter laufen dass wir gute Ideen und Produkte nach China exportieren könnten.

01:11:06: Wir werden für alle Zeiten Exportweltmeister und jetzt stellen wir fest, wir exportieren im Moment gar nichts mehr sondern im Gegenteil die uns bisher die Produkte abgenommen und für unseren Wohlstand gesorgt haben sind jetzt die hierher exportieren Und du siehst auf den Straßen zunehmend chinesische Autos und wir sind sowieso überflutet von chinesischen billigprodukten Und wir haben einfach Probleme mit unserer eigenen Wirtschaft.

01:11:29: So, und das führt auch da sind so ein paar Probleme angetickt die zu einer wirtschaftlichen Rezession führen, die zu Angst vor Arbeitsplatzverlusten, die auch schon zu realen Arbeitsplatz-Verlustengeführt haben

01:11:42: usw.,

01:11:43: ja?

01:11:43: Dazu kommt Angst und es gibt einfach so viele Themen, die wir gerade als Gesellschaft bewältigen und bearbeiten müssen.

01:11:49: Ich finde dass wir... Da kommt jetzt die Komödie ins Spiel ein Stück weit Die Aufgabe haben, die Sehnsucht des Publikums zu befriedigen und den Menschen entgegenzukommen.

01:12:03: Und zu sagen ihr könnt auch mal zu uns kommen und es ist auch mal hier könnt ihr was anderes sehen eine andere Welt Hier könnt ihr etwas anderes erleben.

01:12:11: Es ist einfach die Gelegenheit auch Mal zwei Stunden abzuschalten von allem was da draußen einen bedrückt um berückt.

01:12:18: Ihr habt jetzt kommen zu den Zahlen mehr als fünf Hundert Fünfzig Events im Jahr in beiden Häusern zusammen

01:12:23: Hundertseptzigtausend

01:12:25: Zuschauerinnen und Zuschauern pro Jahr.

01:12:27: Damit sei das bestbesuchtes Schauspiel in Baden-Württemberg, das muss man auch mal an dieser Stelle sagen oder?

01:12:32: Ja, möge es so bleiben.

01:12:35: Wir

01:12:36: wollen's ausbauen!

01:12:37: Was

01:12:37: ich toll finde... Ihr habt ja dem Ganzen ein Dach gegeben, das find' ich manchmal etwas kompliziert, muss ich sagen.

01:12:41: Schauspielbühne in Stuttgart.

01:12:44: Aber ist gekliedert die Komödie Marquardt und das alte Schausspielhaus Und die Werbung finde ich seit Jahren fantastisch.

01:12:51: Das habe ich dir auch schon paar Mal gesagt.

01:12:53: ihr macht Schauspielhaus ist immer blau und Komödie-Markt war droh, jetzt zieht es konsequent durch.

01:12:58: Das heißt wenn man guckt mal weiß genau was läuft wo irgendwann kapiert muss?

01:13:02: Es ist wirklich grandios und auch die Bildsprache ist wirklich ganz ganz toll Axel.

01:13:06: Danke das freut mich sehr!

01:13:07: Das nehme ich an dieser Stelle gerne als Lob auf und gebe es sozusagen auch über deinen Podcast weiter an die Kolleginnen von Disco Döner.

01:13:17: Das ist...

01:13:18: Disco döner macht es!

01:13:19: Disco

01:13:19: döner macht seitdem ich hier bin also wir haben uns gefunden Disco Und Sabine Lai, unsere Hausgrafikerin und ich.

01:13:29: Seitdem macht Disco Döner unser Corporate Design unseren gesamten kommunikativen Auftritt und darüber bin ich sehr glücklich weil das eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit ist.

01:13:39: und eben diese Idee auch dass jedes Produkt also jedes Liborello jedes Programm heft jedes Spielzeitheft immer wieder sozusagen die beiden Häuser rebrandet.

01:13:51: Also das heißt, immer wieder er sagt guck mal ich bin das alte Schauspielhaus, schau mal!

01:13:55: Ich bin rot und ich bin die Komödie in Marquardt damit unser Publikum auch wenn es einen Plakat sieht sofort das zuordnen

01:14:00: kann.".

01:14:01: Diese Konstellation mit zwei Häusern?

01:14:03: Und eine Intendanz ist doch einmalig in Deutschland oder?

01:14:07: Es gab es auch in Frankfurt.

01:14:08: da ist das Fritz-Remont Theater mit dem Tod von Klaus Helmer den lang amtierenden Intendanten zerbrochen.

01:14:15: Das Fritz Remont Theater wurde dann geschlossen soll jetzt irgendwann wieder aufgemacht werden, weiß gar nicht wo die jetzt gerade stehen.

01:14:22: Das sollte dann Kinder- und Jugendtheater werden was toll ist.

01:14:25: aber es gab da eben diese Konstruktion eines Schauspieler und eines Komödienhauses und insofern sollten wir im Moment tatsächlich das einzige Haus mit dieser wunderbaren Konstrukzion sein.

01:14:36: ja.

01:14:37: Ihr habt viel Brinn man kann's mitnehmen aber auch Social Media und eigenem Podcast.

01:14:42: also ihr geht mit.

01:14:43: muss man dem Publikum denn auch soviel bieten?

01:14:48: Ich denke ja, ich habe angefangen mit den Podcast-Formaten mit dem Team zusammen während Corona.

01:14:59: Während Corona mussten wir uns Sachen überlegen und das eine war dass wir Inszenierungen zugänglich gemacht haben.

01:15:05: auch in Kooperationen mit Nachtkritik ist ein online Portal.

01:15:08: da haben wir zum Beispiel auch wo die erst gesagt haben was ihr wollt hier schwebische Komödie über Nachtkritikausspielen weil die eigentlich darauf abonniert sind.

01:15:16: Die haben Peter Stein gezeigt und hier wollten klassische Schauspiel zeigen, ja?

01:15:21: Und wir haben gesagt Ja ihr könnt gerne willkommen haben von Lucybner und Sarah Nemitz.

01:15:25: das ist eine ganz zeitgenössische aktuelle Inszenierung wie eines modernen Theaterstückes des erfolgreichsten Autorinnenpass in Deutschland.

01:15:36: Aber ihr kriegt auch als zweites dann eine schwäbische Kommune, die Koi-Auskommen mit dem Einkommen und da haben sie erst mal geschluckt oder witzbar.

01:15:45: Die haben uns hinterher noch ne Karte geschrieben und haben gesagt das war eine der erfolgreichsten Ausspielungen während Corona, die Sie gemacht haben über diesen über dieses Portal.

01:15:55: Aber das war so der Startschuss für uns, wir haben dann angefangen auch mit Podcasts also Sprech-Sachen auszuspielen und daraus ist dann auch dieses Gesprächsformat noch entstanden.

01:16:04: Warum das Theater?

01:16:06: Und es hat dann auf eine gute Resonanz gestoßen und ich fand dass war eine schöne Gelegenheit für unser Publikum Menschen hinter einfach nochmal anders kennenzulernen.

01:16:14: Euer Problem kann doch die Möglichkeit... Ja, den Lieblings Schauspieler und die Schauspielen zu wählen.

01:16:21: oder müsst dieser Tage ich habe hier geschrieben für einen September ist denn die Premierung.

01:16:25: Wo macht ihr das?

01:16:26: Hier im alten Schausspielhaus am fünfundzwanzigsten zehnten um elf Uhr morgens.

01:16:30: der Eintritt ist frei man kann sich eine zählkarte an der Kasse holen oder im Service Center jetzt auch schon im voraus reservieren auch für seine lieben.

01:16:39: also es wirklich kostenfrei.

01:16:41: und es gibt ein schönen kesselbundes weil wir wir zeichnen dort aus entlang der Publikumsumfrage für die Spielzeit.

01:16:51: Die beliebteste Schauspielerin, schauspieler Alte Schauspilhaus dann die beliebtste Schausspielerin, Schauspiele Komödie und Marquardt das sind schon vier Auszeichnungen.

01:16:59: Dann die beliebteste Inszenierung.

01:17:01: jeweils in beiden Häusern sind fünf und sechs.

01:17:04: Dann erstmals die beliebsteste Ausstattung Über beide Häuser, wir bezeichnen also die vom Publikum gewählte Lieblingsausstattung, Bühne Kostüme aus und es wird einen Nachwuchspreis geben.

01:17:21: Das heißt das vergibt der Freundespreis, bekommt an Urkunden und das ganze verbinden wir dann aber auch mit künstlerischen Einlagen.

01:17:28: gibt's Musik Szenische Einlagen, also das ist sehr beliebt bei uns.

01:17:34: Gibt es

01:17:34: da keine Termineverschneidung mit den Künstlern und Künstlern?

01:17:37: Die haben doch sicherlich auch alle...

01:17:38: Sonntag um elf haben wir alle Zeit, weil normalerweise schlafen die da aus!

01:17:44: Die müssen sich einmal an dem Tag alle hoch.

01:17:47: Leider, es tut mir auch leid aber deswegen machen wir dann in Matini.

01:17:49: Ich

01:17:50: habe es vorhin schon angesprochen du bist in dieser Stadt präsent.

01:17:54: Also ich weiß nicht wer in mehr Organisationen Wie du ist.

01:17:59: City Initiative mit dem Holger, das haben wir schon öfters gesagt, da bist du im Vorstand und guckst, dass dem Holgers Siegler nicht langweilig wird.

01:18:06: Kuratorium Deutsch-Turkisches Forum habe ich gestimmt Stiftungsrat Dr.

01:18:09: Klaus Langstiftung Sprecher der Solidargemeinschaft Stuttgarter Theater.

01:18:12: Vielleicht spreche ich mir da noch kurz drüber?

01:18:14: War das so eine Corona Geschichte oder ging es schon davor los?

01:18:17: Ging schon dvorlos!

01:18:19: Die die Solidar Gemeinschaft Tatsächlich auf eine kulturpolitische Aktion.

01:18:27: Damals rief mich die Stiftung Geiststraße an und sagte, wir machen hier so ein Projekt Null sieben Elfen Menschenrechte.

01:18:36: Erinnerst du vielleicht noch?

01:18:38: Ja klar!

01:18:39: Und die sagten dann Mensch wollt ihr nicht eine Demo machen, Ihr Theatermacherin?

01:18:44: Dann habe ich gesagt ne weißt Du selbst wenn wir jetzt fünfhundert Theater schaffende Zusammentrommeln am Samstag die gehen einfach optisch unter im Strom der Menschen, die hier einkaufen und so.

01:18:58: Dann hast du noch Parallel-Demos und das ist glaube ich nicht so zielführend.

01:19:02: Lass uns doch in Zeiten irgendwie der sozialen Medien, lass uns einfach treffen mit allen Theaterleiterinnen und Theaterleitern, die Lust haben.

01:19:10: Haben wir ein großes Banner machen lassen, haben uns am Fuße des Freiheitsdichters Friedrich Schiller versammelt Mit dieser Urgruppe, der Solidargemeinschaft damals ein Foto gemacht haben dazu einen Statement abgeschickt und das ist dann viral gegangen.

01:19:25: Und war dadurch viel wirksamer und hat viel mehr diesen zero sieben elf für Menschenrechte-Projekt geholfen glaube ich als eine Demo.

01:19:31: Und daraus... Ja genau!

01:19:33: Das ist später gekommen.

01:19:34: Das ist der Artikel aus der deutschen Hühne.

01:19:36: Der ist vom letzten oder vorletzten Jahr.

01:19:38: da sind die auch von uns aufmerksam gewonnen aber will sagen das war zwei tausend achtzehn neunzehnt.

01:19:42: Das war der Startpunkt.

01:19:45: Mensch, wir müssten uns eigentlich regelmäßig treffen.

01:19:47: Da können wir kulturpolitische Dinge besprechen da können wir uns gegenseitig helfen und so ist die Solidargemeinschaft schon vor Corona entstanden.

01:19:54: Da haben uns die ersten Male hier im TUD wo wir jetzt sitzen Wir beide unterm Dach Im alten Schauspielhaus getroffen.

01:20:01: Und dann kam Corona die Solidargemeinschaft eine extreme Hilfe.

01:20:08: Also sowohl in tatsächlich ein kommunikativer Hinsicht, weil wir im permanenten Austausch als Gruppe ganz anders im Austauscht sein konnten mit der Politik im Ministerium, im Gemeinderat aber auch ins Gesundheitsminister, ins Gesundheitsdezernat hierbei von Herrn Ehrhalt beispielsweise was ganz toll war, weil wie immer sozusagen als Sprachrohr fungieren konnten und so gebündelt sprechen konnten, sind unheimlich zusammengewachsen.

01:20:35: Hat uns auch psychologisch sehr geholfen in dieser Vereinzelung wo man da anderthalb Jahre alleine in seinem Haus saß Und nicht Theater spielen konnte.

01:20:43: und deswegen da sind wir jetzt zusammen gewachsen und es gibt es uns bis heute.

01:20:48: Wir haben hier zwei tausend siebzehn also bald acht jahre.

01:20:53: Sachkornes Mitglied im Ausschuss für Kulturmedien bist du auch.

01:20:56: das heißt müssen über die Die Finanzen der Stadt die nicht mehr die besten sind, kurz sprechen.

01:21:02: Was gibt denn in der Hoffnung dass es mal wieder nach oben geht und nicht nur gekürzt wird?

01:21:07: Naja ich meine heute war ja auch Herr Fuhrmann in der Zeitung wieder zitiert worden oder hat sich zitieren lassen.

01:21:14: Die Perspektive auf den nächsten Doppelhaushalt achtundzwanzig neunundzwannzig ist nicht gut.

01:21:19: das ist aber nur eine Bestätigung einer ohnehin schon negativen Prognose die uns ja schon seit längerem begleitet.

01:21:25: Wir haben massive Kürzungen schon hingenommen, jetzt im laufenden Doppelhaushalt.

01:21:32: Mein Hoffnung ist dass die Politik, die letztendlich ja die Entscheidung trifft im Gemeinderat über die Förderung erkennt welchen Wert die Kultur hat für den Zusammenhalt und das Klima dass ein positives, solidarisches Klima von Menschen in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft hat und wie wichtig das ist.

01:22:06: Und es ist nicht lohnt an dieser Stelle, wo wir sowieso nur, wenn wir von den institutionell geförderten Sprechen sprechen, nicht mal einem Prozent des gesamten Haushalts sprechen, dass diese ganze Kunst- und Kulturbereich braucht.

01:22:24: Ich spreche jetzt nicht vom Staatstheater, weil das ist ein ganz eigener Topf.

01:22:27: ich spreche von den Stuttgarter Kulturinstitutionen.

01:22:30: Das sage ich nicht um die Differenz aufzumachen zu den Kolleginnen vom Eckensee sondern einfach nur weil es eine andere Topf ist und da wird so... Ich sprech hier jetzt nur von dem Kulturtopf im Haushalt der Stadt für die private Szene.

01:22:46: Weil die meisten eben wie wir Vereine sind.

01:22:52: Neben den wenigen, das es gibt noch eine handvoll kommunale Kulturbetriebe wie das Planetarium oder die Stadtbibliothek.

01:23:02: Aber das Groh sind einfach privat betriebene kleine und größere Kultureinrichtungen.

01:23:09: von denen sprechen wir und dass ist nicht mal so weit unter einem Prozent des Gesamthaushaltes.

01:23:15: Und ich glaube das ist meine persönliche Meinung Das ist angezeigt wäre gerade vor dem politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen vor denen wir gerade stehen und in denen wir auch schon mittendrin stehen.

01:23:28: Und wir sehen was in anderen Bundesländern gerade los ist.

01:23:31: Wir sehen was für Entwicklungen da sind und wie erschreckend das ist und wie sehr das Pendel Richtung ausschlagen kann von den wir es vor Jahren für den Westen ausgeschlossen haben und selbst vor Monaten noch.

01:23:43: Jetzt erkennen müssen wenn man sich bundesrepublikanische Sonntagsfragen Erhebungen ansieht, dass dieses Pendel auch im Westen in eine Richtung schlägt die uns zumindest Gedanken und Sorge bereiten sollte.

01:23:58: Dann muss man sagen sollten wir finde ich für den Kulturbereich ein Moratorium favorisieren weil es ist da eh nicht zu sanieren mit den Mitteln mit denen man dort spart.

01:24:10: Man kann aber sehr viel kaputt machen.

01:24:12: indem man kleine Mittel kleine Beträge im Kulturbereich einspart Erzielt man den großen Effekt, Dinge kaputtzusparen?

01:24:21: Wo eigentlich die Kulturlandschaft hier in ihrer Vielgestaltigkeit und auch in der Fläche einfach wirklich einzigartig ist.

01:24:31: Also ich kenne keine Stadt vergleichbarer Größe das eine sehr viel gestaltige tolle Kulturlandschaft hat.

01:24:39: Das meine ich insgesamt, da spreche ich nicht nur von Theatern, Und wir müssen uns auch nicht von den großen Städten Berlin oder Hamburg verstecken.

01:24:46: Wir haben einfach hier insgesamt eine großartige Kulturlandschaft vom Staatstheater runter bis zum Hinterhof, Atelier und bis zum kleinen One-Woman Theater.

01:24:58: Hier gibt es einfach alles und das sollte meines Erachtens nochmal vor dem Hintergrund der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung unbedingt so bleiben.

01:25:10: Axel, wir haben sieben und elf Besucherinnen und Besucher der Schauspielbühne gefragt.

01:25:13: Was würde der unbedingt von Axel Preuß wissen?

01:25:17: Was müsste passieren, dass du die Mitgliedschaft beim Hamburger Sportverein beintragst?

01:25:27: Da

01:25:29: habe ich dich sprachlos gemacht!

01:25:31: Jetzt hast du mich wirklich sprachlose gemacht... Die Frage ist cool!

01:25:38: Das ist ausgeschlossen.

01:25:40: Du trägst nicht die Rote im Herzen?

01:25:43: Nein, ich bin ja in einem... Mein Vater war ja Fußballer und deswegen bin ich in meiner Kindheit quasi über alle Fußballplätze Hamburgs an seine Hand mitgezogen worden.

01:26:03: Und war natürlich auch ganz viel beim HSV.

01:26:05: tatsächlich Ich habe, ich empfinde keine Gegnerschaft.

01:26:12: Also nur weil ich Sankt Pauli lange die Treue gehalten habe, empfande ich jetzt nicht so eine profunde Gegnersschaft wie das in Hamburg gelebt wird.

01:26:19: Ich bin nicht so ein Derby-Fan und ich mag diese Rivalität nicht und finde es eigentlich gut.

01:26:23: So wie ich es gut finde hier wenn es meinen Partnertheater nebenan und den Kollegen überall in der Stadt gut geht dann tut das insgesamt der Kunst und Kultur sehr gut und deswegen... kann auch zwei große Fußballvereine problemlos in seinen Landesgrenzen beherbern.

01:26:44: Möge es dem HSV gut gehen, wann würde ich da eintreten?

01:26:51: Ich weiß nicht wenn beispielsweise ein ganz besonderer Mensch vielleicht dort mal Präsident oder Vorstandsvorsitzender wäre.

01:26:57: Also man könnte mich bestimmt mit irgendwas ködern, aber oder einer großzügigen Spende für unser Theater zum Beispiel sofort eintreten.

01:27:06: also wenn der HSV sagen würde wir geben euch mal ganz viel Geld für Sanierungsmaßnahmen die anstehen dann bin ich sofort dabei.

01:27:18: Geh, wir bleiben beim Themengebiet Fußball.

01:27:21: Ist es richtig dass du einmal in Stuttgart ein Geburtstag zum Dortmunder gefeiert hast?

01:27:26: Ja!

01:27:27: Das war ein wunderbarer Abend und ich bin tot.

01:27:32: traurig, dass der Dortmunda nicht mehr existiert.

01:27:35: War das eine Einlaufstelle für dich?

01:27:37: Ich hab den Dortmunder geliebt.

01:27:38: Ich hätte da alle meine Geburtstage gefeiert, aber ich habe es denen erst nicht entdeckt.

01:27:42: und als ich ihn entdeckte, habe ich mein Geburtstag da gefeuert und es war ein zauberhafter Tag.

01:27:47: Das war auch insofern... Ich meine wo kannst du dein Geburtstag bei Pommes und Bier feiern und gleichzeitig auf einem Großbild Schirm auch noch Sankt Pauli gegen Dortmund gucken.

01:27:58: Wie ging's

01:27:58: denn aus?

01:27:59: Ich glaube nicht dass SankT Pauli gewonnen

01:28:00: hat.

01:28:03: Nein!

01:28:04: Pauli nicht, aber wir waren einfach irgendwie so guter Stimmung.

01:28:07: und dieses Paar die das geführt haben.

01:28:11: Die waren ja relativ alt ich weiß nicht du kennst sie wahrscheinlich?

01:28:14: Und die haben ja aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben und haben ja leider Gottes auch keine Nachfolger gefunden, die den Dortmunder erhalten haben.

01:28:20: Aber der Dortmunter war wirklich... Das war mein Laden fand ich super!

01:28:24: Was kann der VfB-Stuttgart vom FC Sankt Pauli

01:28:26: lernen?!

01:28:31: Ach, ich finde der VfB macht so vieles seit ein paar Jahren richtig und hat einen Super-Trainer.

01:28:37: Ich find das auch ganz toll dass man Hünnes erst die Chance und dann wirklich die Treue gehalten hat weil er macht eine super Arbeit.

01:28:48: Weiß ich nicht, ne?

01:28:49: Ich finde nicht, dass Pauli dem Vfb gerade Ratschläge erteilen könnte.

01:28:53: Stimmnis,

01:28:53: dass du beim DFB Pokalfinale warst!

01:28:56: Ja... Das war super!

01:29:00: Bist du ein Rote, alles fahre inzwischen.

01:29:04: Aber dafür reicht meine Zeit nicht.

01:29:08: Das war toll!

01:29:10: Ich war mit meinem Sohn beim Sieg

01:29:13: gegen Bielefeld oder bei der Villa?

01:29:16: Nein, beim Siege gegen Bilefeld.

01:29:18: Wir waren da wo wir als Neigeschmackte mit dem VfB dann... Pokerdeutscher, Pokalsieger geworden sind.

01:29:27: Das war toll!

01:29:27: Wir haben auch noch wahnsinnig nette Leute kennengelernt dort... Also nein es war wirklich ein so toller Abend und das hat mich für Stuttgart war das sowohl tun.

01:29:37: Weil Stuttgard hat ja ähnlich wie Pauli also weniger Leidensstrecke aber hier auch eine Leidenstreckel gehabt und dann endlich mal wieder einen Pott zu gewinnen nach dem Aufstieg.

01:29:45: Das fand ich natürlich super.

01:29:47: Ja nun sind wir im Fußball.

01:29:48: Stimmt es dass du dieses Jahr den goldenen Volltreffer bekommst von den Stuttgarter Prominentenkickern?

01:29:54: Das ist mir eine große Ehre.

01:29:55: Die bekomme ich am siebenundzwanzigsten Oktober im Saal vom Rathaus Verliehen.

01:30:02: und was mich auch sehr freut, dass unser erster Bürgermeister Fabian Meier die Laudatio hält.

01:30:07: Wir sind gespannt.

01:30:09: Stimmt es das du ein leidenschaftlicher Radfahrer bist?

01:30:12: Ja!

01:30:12: Ich liebe Radfahren.

01:30:13: tatsächlich Fahr jeden Tag.

01:30:16: Du hast mehrere Räder gelten Und den Trail machst du auch in Degerlocher habe ich erstaunt festgestellt.

01:30:21: Also, na das wäre zu viel gesagt weil ich habe nicht diese Schutzkleidung.

01:30:25: Ich fahre da eher

01:30:26: den Safe.

01:30:26: Ja aber ich fahr den Safe

01:30:27: nicht runterfahren.

01:30:29: Aber ich bin auch nicht diesen Fiesel also nicht den wo die jungen Leute runter fahren sondern ich bin die erwachsene Strecke seit der Nebengefahren.

01:30:37: und aber ich hab ein Hardtail mir gekauft.

01:30:40: tatsächlich weil mir das Spaß bringt für den Alltag fahr' ich einen Motorbetriebnis mit Boschmotor natürlich motorbetriebenes KTM.

01:30:50: So, weil ich einfach wenn ich jetzt so unterwegs bin und zu Terminen fahre dann will ich nicht verschwitzt im Rathaus oder bei einem Termin dann kommen.

01:30:58: Aber wenn ich Freizeit fahres, fahr' ich wahnsinnig gerne mit meinem Mountain-Hardtail-Bike!

01:31:04: Wo gibt's in Stuttgart die beste Arlsuppe?

01:31:08: Vermutlich auf dem Hamburger Fischmarkt.

01:31:10: Den haben wir ja auch noch nicht.

01:31:12: Also

01:31:12: da hab ich jedenfalls diesen Sommer lecker Fisch gegessen.

01:31:15: das war herrlich.

01:31:15: Perfekte,

01:31:16: die habe ich gar nicht gedacht.

01:31:17: also ich fand die eigentlich ziemlich blöd.

01:31:19: Die Frage habe ich aber trotzdem drin gelassen.

01:31:21: Alternativ ja noch leckeres Fischbrötchen oder Lapskauß.

01:31:24: Ein Lapskaus, also Hamburg in aller Bayerale Wertschätzung aber nein!

01:31:31: Gut wann wird das Stück ein Kessel zum Verlieben-Uhr aufgeführt?

01:31:35: Das hast du beim Kollegen Ferdinand gesagt.

01:31:37: da musst doch am Ende immer das Blakat beschreiben und Du hast das Stück genannt wenn Du eins inszenierst einen Kessel zu verlieben.

01:31:44: das fand ich spannend weil wir den Kessel im Namen führen.

01:31:48: Das stimmt Ich hoffe dass wir im Rahmen meiner Amtszeit auch realisiert bekommen.

01:31:54: Wir sind bei der Abschlussfrage, wird das noch was mit der Ferienwohnung auf Sylt?

01:32:00: Nein!

01:32:03: Das klingt jetzt aber sehr entschieden.

01:32:04: ist der Traum ausgedräumt oder wie?

01:32:10: Nein... Das ist einfach eine budgetäre Frage die sich einfach automatisch ausschließt weil du am Theater Ich mache jetzt so lange Theater und ich habe so lange gerne am Theater gearbeitet, aber das setzt auch immer voraus, dass du bereit bist ganz viel zu tun.

01:32:30: Und das für vergleichsweise überschaubare, also im Verhältnis überschaobare... Das ist total lustig!

01:32:37: Ich war zum Beispiel in Braunschweig.

01:32:40: Braunschwijk ist ja auch eine große VW-Stadt was viele nicht wissen, aber da sind ja die VW Financial Services Und das auch viele aus der Management-Ebene wohnen da und so.

01:32:50: Und wir haben durch den Kindergarten unsere Sohnes, weil ich dann auch mit einem VW Manager befreundet... ...und wer ich nie vergessen sitzt daneben ja, wir saßen bei ihm in der Villa.

01:33:01: Wir haben in einer bescheidenen Wohnung gewohnt, wir satzen bei ihm an der Villa die er sich gerade irgendwie fett umbauen hat lassen.

01:33:07: und dann sagt er, du guck mal hier den Katalog Axel!

01:33:10: Guck mal, das sind ein paar Bauherrenmodelle, da bauen sie hier bei uns um die Ecke, wollen wir da nicht ein paar Wohnungen kaufen?

01:33:16: Ich sag's so Aber ich glaube nicht, dass ich mir davon auch eine Nährungsweise irgendwie die erste Rate von leisten kann.

01:33:22: Und er sagt ja hier aber du bist so ein Leitender Funktion, sagt der dann?

01:33:26: Also ich sage Ja!

01:33:27: Ich bin eine Leitener Funktion am Theater, aber nicht bei... ...aber nicht beim VW.

01:33:32: So und der hat das gar nicht verstanden.

01:33:35: Ich habe gesagt Du kriegst doch gar keine... Der kriegt dich jedes Jahr damals gegen den VW noch richtig gut.

01:33:41: Und ich sage Das was Du an Boni hast, das verdiene ich Zeit meines Lebens nicht an real gehalten.

01:33:49: Besteht die Freundschaft noch?

01:33:52: Nein!

01:33:54: Das liegt aber daran, weil er nach Amerika für VW gegangen ist.

01:33:59: Aber ich will nur sagen das liegt soweit auseinander.

01:34:02: wenn du im Management hier und da bist würde zu sagen... ...das ist total interessant.

01:34:06: Deswegen käme das schon finanziell nicht in Frage wobei ich über sonst gar nichts dagegen hätte.

01:34:12: es immer noch eine wunderschöne Insel

01:34:14: Achsel, ich habe noch zwei wunderbare Dinge für dich.

01:34:16: Dein offizieller Ausweis!

01:34:17: Du bist ein Häuselkind.

01:34:19: Achselpreuß du hast geschafft das Ganze auf Wandschaft im Norden zeigen.

01:34:22: Das ist ein sehr schönes Laden hier in Stuttgarter Westen am Feuersee und du darfst in unsere Gruselkiste die heute tatsächlich aufgebreitet ist.

01:34:31: Hast du schon was entdeckt?

01:34:32: Darfst du etwas raussuchen?

01:34:33: nochmal?

01:34:35: Springt dir was entgegen?

01:34:37: Den Hasen finde ich auch ganz gut drin.

01:34:43: Das kann man so Requisite bestimmt gut gebrauchen, Happy Birthday.

01:34:49: Total!

01:34:49: Aber die Socken werden auch gerne genommen und ich finde die Stückart Sachen eigentlich ganz gut für dich.

01:34:54: dann kannst du einen Lokalpatriotismus ausleben.

01:34:57: Ja das fühle ich super.

01:34:57: Immer die also ein paar Armbäntchen.

01:34:59: Dann sind wir raus.

01:35:00: Axel vielen Dank von deine Zeit und ja ich glaube wir gucken jetzt bei der Probe zu.

01:35:05: Vielen Dank gerne.

01:35:06: Schön

01:35:07: dass da sein durfte.

01:35:17: Vielen Dank, dass die

01:35:18: zugehörig

01:35:19: ist.

01:35:21: Wenn dir die Folge gefallen hat, dann abonnierst du das Video und lasst gerne eine Bewertung da!

01:35:28: Wir freuen uns sehr darüber.

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