Simone Heinold | Zu Gast im SCHWARZEN KEILER
Shownotes
Wer den SCHWARZEN KEILER in Stuttgart kennt, kennt meist auch Simone Heinold – und wer sie einmal erlebt hat, versteht schnell, warum. Wo andere nur vier Wände und eine Bar sehen, hat sie einen Ort geschaffen, an dem Freundschaften entstehen, Lieblingsbands gefeiert werden und einfach jede und jeder willkommen ist.
Sie ist Gastgeberin aus Überzeugung, Organisationstalent mit Überblick und gute Seele zugleich. Selbst wenn Hochbetrieb herrscht, behält sie die Ruhe, findet ein freundliches Wort für die Gäste und hat oft noch einen lockeren Spruch auf den Lippen. Während auf der Bühne die Gitarren kreischen und vor der Bar angeregt über die beste Metal-Platte diskutiert wird, behält sie den Überblick – und verliert dabei nie ihren Humor.
Der SCHWARZE KEILER ist weit mehr als ein Club. Er ist Treffpunkt, Konzertlocation, Kulturort und für viele ein zweites Wohnzimmer. Simone und ihrem Team ist es zu verdanken, dass sich dort Newcomer und Szenegrößen, junge Metalheads und alte Hasen gleichermaßen wohlfühlen. Denn Metal ist nicht einfach nur eine Musikrichtung, sondern ein Lebensgefühl!
Der Kessel kann sich glücklich schätzen, in Simone Heinold eine Persönlichkeit zu haben, die zeigt: Die lautesten Gitarren schlagen oft im Takt eines ganz großen Herzens!
In RENIS RUBRIK geht es diesmal um den BERLINER PLATZ.
Learning der Folge: Finnland ist in der Heavy-Metal-Szene ein großes Thema.
Foto: Julia Melnyk
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn du eine Regel für alle Gäste des schwarzen Kailers einführen dürftest, an die sich alle Personen immer halten müssten.
00:00:05: Welche wäre möglichst lustig?
00:00:07: Wer kurz putzt und wenn er nicht mehr putzen kann muss er einen Freund als Champion benennen der für ihn putzt.
00:00:14: Ich finde es auch
00:00:16: nur fair.
00:00:16: Ne,
00:00:17: vor allem würde ich gerne das Gesicht von dem Freund ziehen.
00:00:21: Herzlich willkommen
00:00:22: zu einer neuen Folge La Flosie.
00:00:26: Und hier sind für euch, Michael
00:00:28: Keilbohner.
00:00:37: Renate!
00:00:38: Heute geht es um den Berliner Platz.
00:00:39: was fällt dir dazu ein?
00:00:42: M-Mines
00:00:43: Das gibt's aber schon eine Weile nicht mehr.
00:00:45: Ja das
00:00:45: stimmt Aber das war früher schon ein Hotspot
00:00:48: Es war absoluter Hotspot.
00:00:49: Direkt daneben gibt´s das Mesh und Was haben wir da noch?
00:00:53: Das Kino.
00:00:54: Oh ja
00:00:54: Mit einer Rutsche
00:00:56: Da bist du aber nicht runde gerutscht oder?
00:00:58: Ich nicht
00:00:58: Du?
00:00:59: Nee
00:00:59: Aber meine zwei Jungs.
00:01:00: Das glaube ich, da natürlich die Lidale.
00:01:03: und wenn wir über den Berliner Platz rüber laufen dann haben wir das Institut Frosseu und direkt daneben den Schwarzen Keiler.
00:01:10: und da gehen wir heute rein zur Simone.
00:01:12: Auf geht's zu Simone!
00:01:14: Simone, Freitagmorgen, hm?
00:01:16: Ist
00:01:16: gut
00:01:16: schlafen?
00:01:17: Ja
00:01:17: super.
00:01:18: Schnitt
00:01:18: so heiß gerade?
00:01:19: Nee, geht.
00:01:21: Du laufst nicht un am Dach?
00:01:23: Nein, nein, ich habe alle Balkontüren auf und ja
00:01:27: klappt.
00:01:27: Eine Sturchzug Es ist schön hier, wir sind im Keller runter gelaufen in deinem oder eurem schwarzen Keiler drin.
00:01:35: Schön jetzt, gell?
00:01:36: Sieht ganz anders aus bei Tag aber trotzdem sehr dunkel und vor allem sehr sehr kühl.
00:01:43: genau Heute geht es um Heavy Metal oder um Metal Music.
00:01:47: Du klärst uns auf!
00:01:49: Ich habe mich jetzt komplett schwarz gekleidet hier, ist das so in Ordnung?
00:01:52: Würde ich so reinkommen?
00:01:53: Eure harte Türpolitik würde ich dir überstehen.
00:01:55: Das gibt keine harte Türpolitik.
00:01:57: also ich glaube wir haben die softeste Tür in ganz Stuttgart.
00:02:00: Also sage ich mal so weil auch bei unseren Kommentaren immer drin steht also ist die einzige Tür in Stuttgard wo man nicht komplett auseinander genommen wird bevor man rein darf.
00:02:10: Bei uns ist es da zu kommen wie du magst.
00:02:13: Also wir sind bei Klischees.
00:02:14: Ich habe keine langen Haare oder so, das war ja auch so ein Metal-Klischee.
00:02:17: Wo kommt es eigentlich her und wie viel steckt noch drin?
00:02:19: Weil wenn ich eure Fotos sehe dann ist sehr viel von dem Bild was vielleicht Elische Müller und Max Mustermann hat.
00:02:28: Ja also das kommt natürlich wahrscheinlich erst mal aus dieser Unangepasstheit wie Rock und Metal eben früher gedacht war.
00:02:37: Aber jetzt mittlerweile, also Metal ist ja schon sehr breit in der Gesellschaft verankert.
00:02:44: Lies man auch immer wieder?
00:02:45: Es gibt ja auch Sozialstudien dazu.
00:02:48: Wer sind denn diese Metal-Fans eigentlich?
00:02:50: Ja, es gibt ganz viele Bücher darüber, Studien darüber und das kompletten Breite der Gesellschaft angesiedelt, als du findest Leute aus Pflegeberufen, Anwälte, Journalisten.
00:03:02: Alle möglichen Banker von mir aus auch ja und klar natürlich haben die lang Haare auch was damit zu tun dass du ja zu der Musik mitgehen möchtest und eben dieses Moschen zum Beispiel praktizieren möchtes.
00:03:18: Das hat schon noch so den Nimbus von Freiheit, Unangepastheit, Wildheit auch natürlich was in der Musik sich widerspiegelt und einfach dieses Nichts mit den Normen mitgehen.
00:03:31: Was aber natürlich heutzutage eher ein Festhalten vielleicht ist an irgendeiner Idee einfach die mit diesem Rock oder Metal einhergeht oder die früher so mitgedacht war.
00:03:48: Also erstes Vorteil, wie sieht es denn eigentlich aus mit der Aggressivität?
00:03:52: Ja die Musik ist natürlich sehr aggressiv.
00:03:55: Ja also teilweise ja wenn du so Thrash hast zum Beispiel oder Death Metal da, sag ich mal der Otto Normal verbrauche.
00:04:04: Also ich weiß noch einmal war der Bürgermeister von Stuttgart hier im Zuge einer Begehung von verschiedenen Club-Lokalitäten und an dem Abend war Death Metalabend und er stand relativ verstört unter dieser Box und hat sich das so angeguckt, weiß nicht was in seinem Kopf vorging.
00:04:20: also auf außen stehende wirkt es sehr aggressiv.
00:04:23: aber auch hier rüber gibt's ja Studien die auch nachgewiesen haben dass dies die Musik einfach zum Ja Aggressionsabbau eigentlich dient.
00:04:32: Also du tust hier deine Aggressionen in der Musik ausleben, tust wild rumhüpfen besser wie jedes Fitnessstudio sozusagen ja.
00:04:42: und dann packst dein Köpferlein und gehst heim und bist halt wieder der Michel keine Ahnung.
00:04:48: Michel passt in meinem Fall total gut!
00:04:50: Okay drittes Vorteil wo wir jetzt noch widerlegen müssen... Wie sieht es beim Geschlechterverhältnis aus?
00:04:55: Also bei den Fans würde ich sagen ist es ausgeglichen mittlerweile und es gibt auch Spielarten des Heavy Metal wie zum Beispiel diese ganze Symphonic Subgenres.
00:05:08: wo es starke Frauen gestalten gibt, die einfach die Bands führen sozusagen und auch die Gesichter der Bands sind nach außen hin.
00:05:16: Und also da ist das völlig widerlegt würde ich mal sagen aber in manchen Teilen ist es schon sehr männerlastig.
00:05:23: Also gerade Death Metal, Thresh Metal diese aggressiveren Sachen.
00:05:26: Auch dort gibt's Ausnahmen natürlich ja bestimmte Sängerinnen wie jetzt von Arch Enemy zum Beispiel oder manchen Thresh-Bands.
00:05:35: Da gibt's Frauen, aber es ist sehr vereinzelt finde ich noch und ich finde auch so im DJ Bereich könnte da ruhig viel mehr sein.
00:05:42: So dann wollen wir mal ein bisschen was über dich erfahren.
00:05:46: vor und nachnahme
00:05:47: Simone Heinold
00:05:49: Wo bist du geboren?
00:05:50: In Stuttgart.
00:05:52: Sternzeichen
00:05:53: Jungfrau.
00:05:54: Du interessierst dich für Astrologie.
00:05:58: sehr
00:05:59: Ja, aber wie kommen Sie jetzt da drauf?
00:06:01: Also
00:06:01: ich dachte eigentlich das wäre ein Problem mit KI.
00:06:03: Aber hier steht dass genaue Standsein von Simone Heinhold ist öffentlich nicht bekannt, zwar ist es bekannt, dass sie neunundsehneunsebzehn in Stuttgart geboren wurde und sich privat stark für Astrologie interessiert.
00:06:13: Jedoch hat sie ihre Geburtsdate oder Tierkanzlei nie verraten.
00:06:18: Das ist ja lustig
00:06:20: was!
00:06:20: Ich habe's internet ausgedruckt... Ich dachte tatsächlich du wirst jetzt protestieren, weil Karin hier manchmal tatsächlich macht.
00:06:28: Ich habe auch keine Quelle gefunden.
00:06:29: also ich habe sehr viel Recherchearbeit gelegt aber es stimmt tatsächlich.
00:06:33: Also stark für Astrologie jetzt nicht, aber ich hab früher so in der Schule zum Beispiel da habe ich mich schon sehr dafür interessiert ja ist richtig und mich da auch eingelesen also in diese ganzen wirklich Planetenkonstellationen und auch jetzt vom Bereich das ist ja alles oft an die Planeten repräsentieren Götter aus bestimmten mythologischen Kreisen, als zum Beispiel jetzt die griechischen Götte.
00:07:01: Zum Beispiel ja wer steht dafür was?
00:07:03: und so weiter und sofort?
00:07:04: Also da habe ich mich schon eingelesen aber jetzt wirklich nicht im Sinne von meine Woche wird gut weil ich Jungfrau bin oder sowas sondern eher in Bezug auf wirklich ja die Planetenkonstellation zum Beispiel
00:07:19: interessant wo wohnst und wo arbeitest du?
00:07:22: Ich wohne jetzt seit einer Woche in Stuttgart-Zuffenhausen.
00:07:25: Bin umgezogen, ja von Stuttgarter Westmacht Zufenhausen Rot und was?
00:07:32: wo arbeite ich?
00:07:32: Ja hier im Kailor.
00:07:33: natürlich arbeitete ich
00:07:35: richtig.
00:07:35: Das ist Mitte oder?
00:07:36: Ja.
00:07:37: Stuttgartenmitte.
00:07:38: So das ist eine sehr schöne Frage.
00:07:40: welcher Tätigkeit gehst du nach bzw.
00:07:42: Was trägst du auf Formularen unter dem Begriff Beruf ein?
00:07:45: Selbstständig
00:07:46: frage ich an ganz einfach.
00:07:48: Und mehr über dich verrät uns jetzt das Rössle.
00:07:56: Wer den schwarzen Keiler in Stuttgart kennt, kennt meist auch Simone Heinold.
00:08:00: Und wer sie einmal erlebt hat, versteht schnell warum.
00:08:04: Wo andere nur für Wände und eine Bar sehen, hat sie ein Ort geschaffen an dem Freundschaften entstehen, Lieblingsbands gefeiert werden – und einfach jede und jeder willkommen ist!
00:08:15: Sie ist Kassgeberin aus Überzeugung, Organisationstalent mit Überblick und gute Seele zugleich.
00:08:22: Selbst wenn Hochbetrieb herrscht, behält sie die Ruhe.
00:08:25: Findet ein freundliches Wort für die Gäste und hat oft noch einen lockeren Spruch auf den Lippen.
00:08:31: Während auf der Bühne die Gitarren kreischen und vor der Bar angeregt über die beste Metalplatte diskutiert wird, behält sie den Überblick – und verliert dabei nie ihren Humor!
00:08:42: Der schwarze Keiler ist weit mehr als ein Club.
00:08:44: Er ist Treffpunkt, Konzertlocation, Kulturort und für viele ein zweites Wohnzimmer.
00:08:51: Simone und ihrem Team ist es zu verdanken, dass sich dort Newcomer und Szenengrößen junge Metalheads und alte Hasen gleichermaßen wohlfühlen.
00:09:00: Denn Metal ist nicht einfach nur eine Musikrichtung sondern ein Lebensgefühl!
00:09:06: Der Kettel kann sich glücklich schätzen in Simone Heinold eine Persönlichkeit zu haben die zeigt Die lautesten Gitarren schlagen oft dem Takt
00:09:14: eines
00:09:15: ganz großen Herzens.
00:09:20: Ja, so viel ist mal dazu.
00:09:22: Aber eins muss ich gleich korrigieren.
00:09:25: Also momentan bin ich nicht mehr die Chefin vom Schwarzen Keiler.
00:09:28: also ich war von zwei tausend zwanzandzig als natürlich eröffnet habe ich das Ganze und ich war ja auch Einzelunternehmerin am Anfang oder jetzt die letzten Jahre tatsächlich Chefin.
00:09:40: aber seit März sind wir ein Verein Und Die Verantwortung wurde auf mehrere Schultern übergeben und Ich Bin Jetzt eine Von drei Vorständen Genau.
00:09:51: Den Club sprechen wir später noch.
00:09:53: gut, dass du es korrigiert hast.
00:09:55: jetzt fangen wir mal mit dir ein bisschen Stuttgart geboren.
00:09:58: bist du denn auch in Stuttgard aufgewachsen?
00:10:00: Ja Stuttgart-Süd, also Feingen praktisch.
00:10:04: Ich bin ein Kind der Fildern sozusagen ja.
00:10:07: Stuttgard-Feingen-Hegel-Gymnasium und ich bin groß geworden in den Hochhäusern an der Universität auf dem Campus Feingen sozusagen und der Campus Feigen war so mein Spielplatz sag' ich mal.
00:10:21: Sind deine Eltern da?
00:10:22: Studierende gewesen.
00:10:24: Mein Vater war lange Jahre, also bestimmt dreißig Jahre Elektriker im Heizkraftwerk.
00:10:29: Also hat das Heiz Kraftwerk betreut praktisch und da haben wir in so einer Dienstwohnung gewohnt.
00:10:39: Straußie heißen die oder?
00:10:41: Nein, das sind ja die Studi-Wohnheime.
00:10:43: Also für Studierende tatsächlich da gibt es noch weiter hinten.
00:10:46: Die sind auch viel älter noch als es waren eine der ersten Gebäude, die auf dem Campus gebaut wurden also Richtung Bernsee fast schon raus wo der Wald anfängt Luft und Raumfahrt dahinten.
00:10:55: Da sind so vier Hochhäuser Und da haben früher ich weiß nicht ob heute noch so ist die Angestellten in der Uni Stuttgart gewohnt.
00:11:02: tatsächlich Das war natürlich ein toller Playground in den Instituten rumzuhampeln.
00:11:10: Wir haben da wirklich in der Uni gespielt, tatsächlich!
00:11:13: Es war sehr lustig...
00:11:15: habt ihr dann die Reagenzgläser durch die Gegend geschmissen?
00:11:18: Nein, das ist nicht.
00:11:20: Aber ich weiß nicht wann es genau gebaut wurde.
00:11:23: Also angefangen glaube ich in den späten sechzigern Jahren und die Bauten da sind teilweise recht abenteuerlich also auch so.
00:11:30: von der Gestaltung her gab's da die wildesten Sachen und es war halt spannender rum zu tonnen einfach oder in der Mensa, in der Cafete irgendwie herumzuspringen.
00:11:39: Das war lustig.
00:11:41: Warst du ein Einzelkind?
00:11:42: Ja
00:11:43: Und hast du manchmal gedacht Schön, dass ich nichts teilen muss.
00:11:47: Ja?
00:11:47: Ich finde das gut!
00:11:48: Also ich verstehe mir gar nicht warum alle auf den Einzelkind und Romagen nicht waren.
00:11:51: Das ist toll.
00:11:53: Du bist so schön.
00:11:54: du warst dann irgendwann fertig mit der Schule.
00:11:56: Und wie ging es dann?
00:11:57: Abi in der Tasche?
00:11:59: Genau ja tatsächlich wollte ich eigentlich eine Ausbildung machen und zwar zu Fotografen.
00:12:04: mich hatte sehr interessiert fotografie.
00:12:06: ich war auch die Fotografin vom Abi Buch letztendlich und ich hätte gerne eine Lehre gemacht, aber da ich das erste Kind mit Abi in einer Familie voller Nichts-Abiturienten war wurde mir von meinen Eltern nahegelegt.
00:12:23: Nee du gehst auf ne Uni!
00:12:25: Und ich habe dann am Anfang so gedacht naja also man kann ja auch eben Fotografie studieren oder halt so.
00:12:30: Kunststudiengänge studieren Schwerpunktfotografie, aber das haben wir dann zu künstlerisch tatsächlich.
00:12:35: Also ich hätte das gerne als Handwerk gelernt tatsächlich.
00:12:39: und dann dachte ich es war ich erst mal so naja gut okay dann soll ich jetzt studieren.
00:12:43: ja was kann ich denn?
00:12:44: Ja sprachen also machen wir mal englisch-französisch wobei mir klar war dass ich nie Lehrerinnen werden will.
00:12:49: also ich habe sofort gesagt ne kein Lehramt.
00:12:53: Und habe dann eben damals noch Magister, die tollen Magisterschudengänge angefangen mit Englisch, Französisch und noch Kunstgeschichte am Anfang.
00:13:01: Ich würde
00:13:02: heute Kunstgeschichten studieren!
00:13:04: Das ist doch wirklich ... Ja!
00:13:06: Es stehe ich mir so bohemienmäßig vor irgendwie immer guckte...
00:13:08: Also mir haben Sie es gleich verleitet, hey?
00:13:10: Ich hab gleich im ersten Semester, weil ich die einzige war, die Latinum hatte, musste ich irgendein Referat machen mit lateinischen Quellen.
00:13:17: Hey da war's aus, da war sowas von aus.
00:13:19: Ja gut,
00:13:19: man kann jedes Studium einmal irgendwie Matic machen.
00:13:24: Noch mal kurz zu der Fotografie zurück.
00:13:26: Hast du das dann weiterverfolgt oder war es?
00:13:28: War das dann ... Nee,
00:13:29: tatsächlich nicht mehr.
00:13:30: Also höchstens hobbymäßig.
00:13:32: Ach so ja!
00:13:33: Aber es waren noch die Zeiten von Spiegelreflexkameras.
00:13:37: Stimmt.
00:13:37: Da gab's noch keine digitale Fotografie.
00:13:40: Schon noch aber nicht mehr so dass ich das jetzt eher privat halt.
00:13:45: weil wofür?
00:13:46: Ja also für mich damit ich schöne Sachen mache, aber halt jetzt nicht irgendwie ... Ich mein damals gabs das.
00:13:52: wie gesagt fürs Abi Buch habe ich Sachen gemacht, aber ich war jetzt nicht in irgendwelchen, keine Ahnung Studi-Zeitungen oder wofür ich das gemacht hätte.
00:14:01: Okay, also du hast dich dann für die Uni Stuttgart entschieden?
00:14:04: Genau!
00:14:04: Einfach... Ja, aus naheliegendem Gründen.
00:14:06: Also kam mir auch nach Tübingen Freiburg was zu ever gehen können.
00:14:10: aber ja das war einfach jetzt mal so des Naheliegens der
00:14:13: tatsächlich... Wie war denn dann dein Uni-Live oder sowas?
00:14:16: Hast du da zu Hause gewohnt?
00:14:18: Nee, das ist ja der Witz eigentlich.
00:14:20: also meine Eltern haben wir in Unikampus fein gewohnd und es habe ich so ein halbes Jahr gemacht und dann fühl'n wir auf ey!
00:14:27: Das Studi live in Stadtmitte ist tausendmal cooler und hab dann so geguckt so ja nach WG's.
00:14:35: Also Leute, ich ziehe jetzt hier aus
00:14:37: und
00:14:38: kriege Geld von euch dafür oder was?
00:14:40: Und dann gab es halt so eine Regelung.
00:14:42: Ja ein bisschen was kriegst aber wenn du jetzt auszieht willst, dann musstest schon selber verdienen alles!
00:14:48: Dann bin ich nach Stuttgart-West gezogen also Anno... Was war das?
00:14:52: Neun neunzig dann wahrscheinlich in die erste WG mit sehr viel älteren Mitbewohnern tatsächlich, also ich war da achtzehn.
00:14:59: Ich hab mit achtzehnen praktisch ab mir gemacht und meine Mitbewunder waren alle die waren schon fast fertig mit Studieren und so ja... Und dann in der Traubenstraße Stuttgart-West habe ich dann angefangen als Westlerin sozusagen.
00:15:14: Wie hast du das Ding finanziert?
00:15:17: Also, ich hatte immer während meines ganzen Studiums mindestens einen manchmal zwei Jobs.
00:15:22: Ja also das fing an von als erst mal bis zu Gastrosachen tatsächlich gemacht was mir jetzt natürlich auch zugutig kam.
00:15:28: da früher im SE Zentrum gab es so ja dieses Auto gibt's ja heute noch für die ganzen Musicals z.B.
00:15:35: diese Hotels die dann zum Frühstück Befehl bedienen Sozeug halt.
00:15:40: oder dann auch Im Interconti damals wusste es noch gar wo der VfB ja immer seine Banquette gehalten hat, da Bankett bedienen.
00:15:48: Also solche Geschichten.
00:15:50: und dann also wo man in der Uni ein bisschen mehr etabliert war halt lautest du Heavy Jobs, also in den Instituten.
00:15:58: Und das Studium ist dir leicht gefallen?
00:16:03: Eigentlich schon, aber ich war glaube schon ein sehr... wie man sich den türbischen Magisterstudent vorstellt.
00:16:08: Also ein sehr partyorientierter Student, sag' ich mal!
00:16:12: Es gab jetzt zum Beispiel in der Romanistik muss du ja in allen sprachlichen Studiengängen Literatur, Linguistik und Übersetzung machen.
00:16:21: Das sind die drei Standbeine sozusagen Und Literatur war okay, Linguistik war okay.
00:16:26: Aber mit Übersetzung habe ich mich tatsächlich nicht schwer getan weil du eben nicht Fremdsprache Deutsch übersetzt hast und Deutsch in die Fremdsprache.
00:16:33: Und da war halt französisch hammerhammer hart.
00:16:36: also da bin ich immer auf den Zahnfleisch gegangen.
00:16:38: dann bin ich an der Vier rumlaboriert.
00:16:40: das war furchtbar.
00:16:43: Du hast promoviert?
00:16:45: Genau.
00:16:46: trotzdem dass einer von meinen Übersetzungen Dozenten damals drunter geschrieben, als suchen sie sich bitte einen anderen Studiengang.
00:16:56: Weil ich halt echt mit diesem Übersetzung sehr Probleme hatte und man verwechselt es oft.
00:17:03: also in Linguistik gut sein heißt nicht eine Sprache gut zu sprechen das sind völlig verschiedene Sachen.
00:17:12: ja weil der Sprache ist ein abstraktes System einfach um dieses abstrakte System zu verstehen und beschreiben zu können.
00:17:19: Und da musste zu sehen, ist was völlig anderes oder verlangt völlig andere Fähigkeiten als eine Sprache sehr gut zu sprechen.
00:17:26: Also ich spreche trotzdem sehr gut Französisch abgesehen davon und kann halt nicht so gut Wortgetreu übersetzen.
00:17:32: darum geht es ja.
00:17:34: Wie lange hatte es gedauert, diese Promotion?
00:17:36: Drei Jahre.
00:17:37: Also tatsächlich war das super schnell und auch super fokussiert weil ich hatte ein Stipendium und es ging nur drei Jahre und danach wäre halt keine Finanzierung mehr da gewesen und ich habe da wirklich also literally zum dritten Jahr diese Arbeit abgegeben praktisch.
00:17:53: Wo
00:17:54: hast du's gehabt?
00:17:55: Stipendeon?
00:17:57: Wer war der Stipendengeber?
00:17:59: Die Uni Stuttgart, also da gab es einen gratuierten Kollege damals.
00:18:02: Die hatten so ein Sonderforschungsbereich innerhalb dieses Sonder-Forschungsbereichs, gab's einen gratuerten Kollegen und da habe ich mich beworben und eine von denen, ich glaube, es gab sechs Positionen da bekommen.
00:18:13: Wie war das Thema dann noch?
00:18:14: Doktorarbeit.
00:18:17: Verbal Properties of D-Verbal Nominates.
00:18:20: Also verbale Eigenschaften von D-Verbalnomen.
00:18:23: Das ist auf Englisch das Buch halt ja... Ich meine, man muss ja veröffentlichen.
00:18:29: dann und ich habe mir so gedacht, naja das lesen wir wahrscheinlich mehr Leute wenn es auf Englisch ist.
00:18:34: Oder
00:18:34: französisch?
00:18:35: Nee nee, also es geht ja nicht darum... Es geht ja über Französisch aber nicht auf Französische sozusagen.
00:18:44: Das ist aber wirklich Kause in deinem Kopf!
00:18:46: Alles klar bin ganz klar
00:18:48: Du bist dann aber irgendwann nach Frankfurt
00:18:52: Genau.
00:18:52: Also da ging es dann darum, wie geht's weiter nachdem ich die Promotonen beendet habe?
00:19:00: und tatsächlich meine Idee war eigentlich dass ich Professorin werde.
00:19:04: ja also ich wollte das gern machen weil ich auch dann während dem Während der Promotion habe ich viele Sodidaktik-Ausbildungen gemacht und mir hat es einen Spaß gemacht.
00:19:18: Ich hab da ja auch Seminare gegeben, das hat mir wahnsinnig Spaß gemacht.
00:19:21: also dass den Leuten irgendwie beizubringen oder halt mit denen darüber zu diskutieren und dann war eigentlich der Plan Professorin zu werden, nur das ist ja natürlich nicht ganz so einfach wie man sich das vielleicht vorstellt.
00:19:39: Weil du musst sowohl in der Forschung als auch in der Lehre als auch im Erwerb von Tritt mithellen Fähigkeiten vorweisen und oft ist es halt so Du bist halt in einem Gut und das andere Feld hinten.
00:19:53: Also du kannst nicht all...in allem super sein, ja?
00:19:55: Das geht nicht!
00:19:56: Du hast nicht die Zeit dafür.
00:19:57: Aber
00:19:58: also gerade das Erwerb von Drittmitteln da schüttel ich immer wieder den Kopf.
00:20:01: Das kann doch nicht sein wenn du eine Korre fähig in deinem Fach bist dass du dann irgendwie noch Drittmittel einwirbst.
00:20:07: Doch in den Geistwissenschaften ist es so.
00:20:09: Ich weiß nicht vielleicht im technischen Bereich oder im turwissenschaftlichen Bereich hast du genug Geldgeber aus der Industrie, wo du gar nichts werben musst.
00:20:19: Die kommen auf dich zu, aber in den ersten Siegenschaften ist das so.
00:20:23: Es war kurz in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Interview mit einer Geschichte über dich drin.
00:20:29: Da wurde es zitiert, die Professor ist wie eine Karotte, die vor der Nase gehängt wird.
00:20:35: Aber man isst nicht sicher ob man sie bekommt.
00:20:38: Passendes Bild!
00:20:39: Also es ist wirklich so.
00:20:40: und ich habe mich dann irgendwann gefragt, ich war dann rund about vierenhalb Jahre an der Uni Frankfurt.
00:20:46: Und wirklich... Ich hatte da halb Jahresverträge.
00:20:49: pro Semester waren meine Arbeitsverträge.
00:20:52: Ich hatte halbe Stellen.
00:20:55: Ich hab sämtliche Lehrer in Hessen ausgebildet.
00:21:00: Die Lehrer dann verdienen irgendwie das Dreifache von mir und haben fixe Stellen sozusagen.
00:21:08: Und ich muss mich jedes halbe Jahr aufs Neue um diese Stelle... Ich hatte teilweise zwei Stellen, ja?
00:21:14: Und so weiter und sofort!
00:21:17: Blablabla, alles Mögliche.
00:21:19: Und dann habe ich mich und ich sehe das hab es ja auch von den anderen gesehen in dem Bereich da waren Leute ohne Witz die hatten eine halbe Stelle in Frankfurt und ne halbe stelle in Bremen.
00:21:30: Muss ich das mal vorstellen?
00:21:31: Ja und da denkt man sich dann halt.
00:21:33: also möchte Ich dass jetzt wirklich die nächsten keine Ahnung sechs Jahre so machen nicht mal mit der Sicherheit, dass ich dann den Professor bekomme.
00:21:45: Ja?
00:21:45: Weil das ist ja auch ein Hauen und Stechen um die Professoren.
00:21:49: dann und was mich auch immer wieder so erstaunt hat wie wichtig halt Connections sind also auch ein relativ unkonventioneller Arbeiter gewesen in der Uni.
00:22:02: Also ich war immer recht unabhängig, in meiner gratuierten Kollektsposition war ich niemand rechenschaftschuldig ja nur dem Geldgeber am Ende dass sich ablieferer habe ich gemacht und in der uni Frankfurt war ich dem Dekanat unterstellt also auch niemand das.
00:22:15: es war ja immer wechselnd des Dekanaat.
00:22:17: Ich konnte meine Forschung völlig frei machen.
00:22:19: Ja Und da sagen wir mal so Hast du nicht so ein krasses Netzwerk auch um dich rum?
00:22:28: Wenn du von Anfang an irgendwie in einem Professor direkt unterstellt bist, dann hast du wie einen Schutzpatron oder jemand der halt für dich Sachen erkämpft irgendwo.
00:22:39: Und wenn du das nicht hast, da bist du völlig geliefert.
00:22:41: Du musst dir rechtzeitig so nen Netzwerk aufbauen und mit den richtigen Leuten in Kontakt kommen.
00:22:47: Vor allem musst du die Linie... die Forschungslinie fahren, die sie haben.
00:22:51: Und ich habe immer halt meine eigene Forschungs Linie gemacht.
00:22:54: Es steht auch genauso in der Beurteilung von meiner Promotion drin.
00:22:57: tatsächlich war trotzdem eine Eins also von daher alles okay.
00:23:00: aber wenn du nicht die sag ich mal das forscht was an dem Institut eben vorgegeben ist sage ich mal oder diese Linie diese Philosophie vertritt dann wird schwierig.
00:23:12: So wie zum Thema Freiheit der Forschung.
00:23:15: Wenn du jetzt im normalen Unternehmen bist, da wirst du irgendwann Abteilungsleiterin dann von mir aus Bereichsleiterinnen... Das ist ja eine Uni anders.
00:23:24: Also die Professor hätte es dir vermutlich nicht in Frankfurt gekriegt,
00:23:26: oder?
00:23:26: Genau!
00:23:27: Ja also das war auch so ne Sache du bist da weltweit unterwegs.
00:23:30: Ich hatte Bewerbungen... ich bin vor einen Tag Bewerbung nach Kiel hochgefahren.
00:23:36: In Wien habe ich mich beworben.
00:23:38: Du bist europaweit mindestens wenn dich weltweit unterwegs und das muss dir klar sein Muss
00:23:44: das Geheimnis sein, dass du dich da bewirbst?
00:23:46: Oder wie ist es da?
00:23:47: Also auf normale Stellen glaube ich nicht.
00:23:49: Ich habe mich ja nie auf eine Professor beworben.
00:23:51: aber ich glaube Professor... Ja wir wissen das weiß jetzt gar nicht.
00:23:55: Wie geheim das sein muss weiß ich nicht.
00:23:58: Gut!
00:23:59: Auf jeden Fall hat es dann irgendwann mal die Schnauze vor.
00:24:02: Nee also es war eher so was ich so dachte.
00:24:05: Also jetzt bin ich.
00:24:06: Wie alt war ich denn da?
00:24:08: Ja so fünf, dreißig wahrscheinlich sowas.
00:24:11: Entweder jetzt ziehen wir's durch aufbiegen und brechen oder ich muss jetzt was anderes machen.
00:24:19: Weil wenn du dann in die Wirtschaft gehst, die sagen ja auch hey was ist das von der Fachidiotin?
00:24:23: Die hat noch keinen Tag in ihrem Leben richtig gearbeitet wie die das halt sehen.
00:24:27: Ja sie hat ja befasst sich nur mit so komischen Themen, die mit der Realität nichts zu tun haben und da dann irgendwie jemand zu erklären ja ich habe halt Fähigkeiten also eben durch diese wissenschaftliche Arbeiten kommen Das glaubt einem irgendwann niemand mehr.
00:24:45: Und dann dachte ich jetzt, dann jetzt probieren wir es mal.
00:24:47: Jetzt muss ich gucken ob ich was anderes finde
00:24:50: und wer das geklappt?
00:24:52: Das kam daher dass ein Bekannter von mir der arbeitete also dem Studienkollege der arbeitet im Verlag und er hatte so eine witzige Idee die Also der war.
00:25:04: auch in Suchmaschinen hat er für Suchmaschine interessiert wie sie funktionieren einfach und was da so die sprachlichen Ja, Komponenten sind dass man auch in Suchmaschinen erfolgreich sein kann.
00:25:16: Also wie muss ich Texte schreiben?
00:25:17: Dass sich in Such-Maschinen automatisch nach oben gespült werde.
00:25:20: Wie muss meine Seite optimiert sein?
00:25:22: Meine Webseite aus?
00:25:23: das war Anno.
00:25:24: Zwei tausend zwölf da galten noch andere Regeln als heutzutage.
00:25:29: und der hatte dann die Idee, dass er für die Buchmesse in Frankfurt so ein Pilotprojekt macht.
00:25:34: Das heißt poesive Roboter und dass man eben in Gedichtsform versucht so suchmaschineoptimierte Texte zu schreiben die gleichzeitig schön, aber auch Versuchmaschinen gut zu crawlen sind und die dazu helfen sollen dass man in so Maschinen bessere Plätze eben erreicht.
00:25:52: Und dann hat er mit ein paar anderen Autoren diese Texte da geschrieben und ich sollte das aus linguistischer Sicht erklären.
00:25:58: Da ist mir dann aufgefallen, hey Moment mal.
00:26:00: Das ist ja was ich könnte eventuell mit dem ich hausieren gehen könnte und habe dann mal geguckt.
00:26:07: so also wer macht denn Suchmaschinenoptimierung?
00:26:10: Was gibt es denn da heutzutage und hat mich dann in Agenturen beworben tatsächlich also online Agenturen
00:26:17: Und haben die dann gesagt, oh sie haben ja noch gar nie gearbeitet.
00:26:20: oder haben die gesagt okay wir probieren es mal.
00:26:22: Die haben gesagt ok wir probierens mal und waren auch sehr erfreut weil also ich habe dann auch festgestellt letztendlich dort in meinem Team die allerwenigsten hatten eine Ausbildung dafür.
00:26:32: Das waren alles Quereinsteiger, weil das gab es ja auch damals noch gar nicht.
00:26:35: Also heute gibt's so was vielleicht eben dass es online Marketing Studiengänge gibt und dass da auch SEO vorkommt also Zoom-Maschinenoptimierung.
00:26:44: aber damals gab sie es ja nur nicht.
00:26:46: Es waren alles irgendwie Quereinstegern.
00:26:48: Ich
00:26:49: bin nochmal kurz auf Frankfurt zurückgehen.
00:26:51: hast du denn dann auch eine WG gewohnt oder?
00:26:53: Nicht wegen Gependel ich habe Stuttgart gewöhnt!
00:26:56: Ich war dreimal die Woche oder viermal die Woche in Frankfurt und ich hatte eine Bahnkarteinhundert.
00:27:00: Das war damals noch geil irgendwie, hat auch gut funktioniert.
00:27:03: War die
00:27:04: auch schon schwarz
00:27:04: damals?
00:27:04: Ja ja, die Schwarze machen wir halt.
00:27:06: Ja genau!
00:27:09: War das keine Option umzuziehen?
00:27:11: Also ich ... Nee also weil ich wusste ja nie wie es weitergeht.
00:27:15: weißt du wenn du immer nur halb Jahresverträge hast dann suche ich mir da ne Wohnung und dann hast ja jetzt doch nicht nächstes Semester.
00:27:24: Okay, dann also die Welt des Internets.
00:27:28: Das ist ja doch ein bleibendes Phänomen gewesen ist.
00:27:32: Was ist denn erfolgreich?
00:27:34: Ja was heißt erfolgreich?
00:27:35: Also was halt cool war in der Agentur... fanden es gut, dass auch da so ein bisschen Hirnschmalz und Forschung reingesteckt wird.
00:27:44: Also wir haben dann die unterschiedlichsten Kunden also das Reichte von der Industrie wirklich bis zu Einzelhandel.
00:27:52: Es waren ganz tolle Kunden und sehr verschieden auch ja.
00:27:55: Also einen Tag beschäftigst du dich mit Messinstrumenten und den anderen und zwar wirklich international in so und so vielen Sprachen weil die weltweit unterwegs sind und am nächsten Tag beschäftigt du dich Also wirklich, das hat mir wahnsinnig Spaß gemacht.
00:28:11: Wir hatten ganz tolle Kunden und wir haben dann auch tatsächlich so ein bisschen Forschungsmäßig was heute ja durch KI tatsächlich auch gemacht wird.
00:28:21: aber damals war es alles mit so'n bisschen Deep Learning und ja also wirklich große Corpus Analysen haben wir versucht so einen Tool zu erstellen auch was zum Beispiel Also dir helfen kann, einen Text zu produzieren der deine Marke widerspiegelt.
00:28:40: Deine Markenbotschaft ja also bist du eher so der seriöse?
00:28:44: Also bist du eine Marke die total seriös und konservativ rüberkommt, die vielleicht als Kunden sehr hochgebildete Menschen hat oder bist du irgendjemander jung sportlich wie auch immer rüberkommen kann?
00:28:55: dann musst du anders sprechen.
00:28:56: Ja Du musst andere Überschriften liefern, du musst andere Sprache verwenden einfach.
00:29:01: Und das haben wir versucht da herzustellen, also ein Tool dafür und dafür habe ich tatsächlich dann auch Forschungszeit in der Agentur gekriegt was ich wahnsinn fand.
00:29:10: Also fand ich es super!
00:29:12: Und die haben sich da voll drauf eingelassen und so... Gut dieses Tool kam dann nie zu letztendlichen, das ist wirklich so vollautomatisch war, das haben wir nie geschafft aber das hat uns schon geholfen dann auch so Analysen für Kunden durchzuführen eben in der Form wie wir's hatten und mit den neuen Marken aufzubauen einfach.
00:29:30: Ja, so Kunden die sich verändern wollten einfach
00:29:33: So kennst du dich ja auf dem Gebiet sehr gut aus.
00:29:35: Was denkst du an die Suchmaschinen?
00:29:37: Vor allem auch die künstliche Intelligenz, unsere Sprache Veränderung.
00:29:41: Wird sie da was tun?
00:29:42: Weil im Prinzip ist ja wenn man es erst mal das Ganze nutzt... Also ich gehe jetzt von mir aus Es verwundert, wie kreativ es angeblich ist.
00:29:50: Wenn man sich ein bisschen genauer damit beschäftigt, das ist ja nicht wirklich kreative.
00:29:52: Ja also es wird ja auch immer...es gibt jetzt schon Tools die die Tools analysieren.
00:29:57: Also sprich irgendwie neu habe ich mal so einen Artikel gelesen dass irgendein Tool herausgefunden hat, dass irgenden Minister seine Reden nur von KI schreiben lässt oder so.
00:30:09: Die Tools Erkenntnis schon!
00:30:11: Ich hab auch schon Text für mir der KI generiert ist eingegeben und stand dran die Chance des Wow, auf den ersten Blick hätte ich es nicht erkannt.
00:30:21: Also ich weiß auch nicht genau wie das geht weil da habe ich mich jetzt nicht mehr weiter damit beschäftigt.
00:30:28: Aber ich weiß halt nicht ob man so weit gehen kann dass die KI... die Sprache an sich verändert, weil zum Beispiel... Also man selber die Frage ist wie weit übernimmt man das dann?
00:30:43: Weil erstens geht es natürlich darum habe ich die Fähigkeit zu übernehmen oder will ich das auch übernehmen.
00:30:49: Ich bin mir da nicht so sicher ob das so einen großen Impact hat.
00:30:53: Veränderungen nimmt man ja als erstes im Wortschatz wahr.
00:30:56: normalerweise und weiß ich nicht, ob da jetzt besonders viele Anglizismen oder was weiß ich, was rein kommen oder ob Sprachstrukturen vereint Einfach werden aber so Änderungen innerhalb von Sprachstrukturen, das dauert ja Jahrhunderte teilweise.
00:31:11: Also das ist ja von heute auf morgen.
00:31:13: Ja also es ist ein guter Punkt gerade dieser englische Einfluss.
00:31:16: Das macht Sinn weil er lange eigentlich
00:31:20: verpönt.
00:31:21: oder was Sportreporter oft sagen, sind noch fünf Minuten zu gehen?
00:31:29: Wo kommt das her, so fünf Minuten zu
00:31:31: geben?
00:31:32: In
00:31:33: den
00:31:34: Urlaub
00:31:36: in der Postkarte nimmt und rot unterstreitet.
00:31:38: Ich
00:31:38: mache es aber jetzt nicht mehr
00:31:40: zurück!
00:31:41: Da habe ich keine Energie dafür.
00:31:43: Sollen die Leute schreiben was sie wollen.
00:31:46: Dadurch entsteht ja Sprachwandel.
00:31:47: Also ich bin nicht normativ unterwegs.
00:31:49: Wobei
00:31:49: ich dir sagen würde, dass du vor allem im akademischen Bereich hast, wo ich da denke, ihr sollt jetzt reich wissen... Sehr schön, so.
00:31:57: wie kommen wir denn jetzt wieder zurück?
00:32:00: Wir waren bei der Agentur und dann ging deine Reise weiter.
00:32:03: Genau!
00:32:04: Also ja ich war dann eben erst in einer Agentur.
00:32:06: da ging es um ja online Marketing und auch Markenbildung Und dann bin ich gewechselt zu einer anderen Agentur und da ging es eher um so E-Commerce Systeme und Geschäftsmodelle.
00:32:22: Also welches E-commerce System hast du?
00:32:24: Welchen Geschäfts Modell, wie muss das denn implementiert werden damit alle was davon haben in der Firma praktisch also eher eine Beratung.
00:32:32: Und das war auch wieder interessant, da war ich in einem Team von fünf Leuten im Consulting.
00:32:37: Das waren halt alles Männer und alles Techniker... ...und dann kriegen die halt so eine Frau vorgesetzt, die Geisteswissenschaftlerin, die in Anführungszeichen keine Ahnung von irgendwas hat sozusagen.
00:32:50: Das ist doch
00:32:50: eine super Ergänzung!
00:32:51: Ja?
00:32:52: Dann durften wir erst mal lernen wie man Powerpoints
00:32:54: macht.
00:32:55: Wirklich?!
00:32:57: Ja, weil es ist ja ein Unterschied.
00:32:59: Du bist ja.
00:33:00: wenn du auf so Pitches gehst und eben jemand versucht als Kunden zu gewinnen sitzt er immer der Chefetage oder im Zweifelsfall den mittleren Management gegenüber.
00:33:12: die interessieren sie nicht für Details.
00:33:13: Die interessieren sich.
00:33:16: in fünf Sätzen muss das rüber kommen warum die das jetzt kaufen sollen?
00:33:20: Mein Vater war Ingenieur beim Bosch hat auch eine Regel gehabt.
00:33:23: seine Mitarbeiter mussten ihm ein Problem auf einer Seite darstellen.
00:33:27: Wer so auf einer Seite nicht kann, kann es auch auf zwanzig Seiten.
00:33:30: Ich dachte war echt am Anfang fassungsloser als ich das gehört habe was er mir erzählt hat.
00:33:35: Wo du gerade PowerPointfolien sagst... Mir fällt auf, ich bin ja auch immer so auf Kongressen im englischsprachigen Raum.
00:33:41: Wenn man diese PowerPointfolien zugeklustert also von der einzelnen Folie ist da teilweise zwanzig Minuten dran.
00:33:46: Da kommt nochmal was drauf.
00:33:47: kannst du das irgendwie erklären?
00:33:48: woher das kommt?
00:33:49: Nein weiß nicht aber ich glaube es kommt tatsächlich aus dem wissenschaftlichen Bereich als die Wissenschaftler machen das auch ständig.
00:33:54: Ich finde es furchtbar.
00:33:55: dann haben sie solche Folien und da haben's auch noch viele nicht kapiert wie man ein Thema gut präsentiert einfach.
00:34:01: Also das isso
00:34:03: In Simplify Your Life oder wie macht man es?
00:34:06: Was ist dein
00:34:07: Hack?
00:34:08: Ja, das war auch eine schwierige DIN zu erklären was der Hack ist.
00:34:11: Weil ich hab keinen Hack!
00:34:12: Also ja... Es geht halt einfach darum.
00:34:14: also du darfst dich nicht mit so viel Details aufhalten.
00:34:17: halt, weil es mir schon klar ist dass jemand deren Fäbel für sein Produkt oder sein Fach hat das gerne in den Details erklären möchte und zwar sofort, und zwar so lange wie möglich.
00:34:28: Aber die Aufmerksamkeitsspanne vom Gegenüber ist ja gar nicht so lang.
00:34:33: Manche haben vielleicht gar nicht die Expertise also selbst wenn du auf einer wissenschaftlichen Konferenz bist.
00:34:38: Hey
00:34:38: dein krasses Popelthema da!
00:34:41: Das bestehen vielleicht fünf Leute auf der Welt?
00:34:43: Ja jetzt sitzen hier aber zwanzig.
00:34:45: Die anderen fünf wollen es auch verstehen.
00:34:46: Also bitte...
00:34:48: Gut, ist so eine Ansichtssache.
00:34:50: Dient man jetzt denjenigen die da sitzen oder findet man sich so toll?
00:34:54: Weißt du was ich da war?
00:34:57: Ich war mein Tübing bei einer Antrittsvorlesung und da waren zwanzig normale Folien.
00:35:01: Da hat der Prof gesagt so... Und jetzt bin ich mir sicher!
00:35:04: Das fand ich sehr arrogant.
00:35:05: Jetzt bin ich nicht mehr sicher dass sich nicht mal jeden hier im Raum erreichen werde.
00:35:10: Und dann wird er nachgesagt, da sitzen ja auch Kollegen drin.
00:35:12: also man muss ja auch ein bisschen was demonstrieren was man kann.
00:35:16: oder war es wirklich fachkinesisch?
00:35:18: Nein aber ich finde das auch, deshalb hat mich auch... Also ich fand auch, dass ich eine gute Dozentin war und das wurde mir auch von den Studierenden immer in den Befragungen widerspiegelt.
00:35:28: Du musst am Jahresende immer diese Erhebungen machen.
00:35:33: Mich stört es, wenn ich jemand nicht abhole.
00:35:35: Wenn ich da einen ratlosen Gesichter blicke.
00:35:37: Andere reden da halt stundenlang weiter und haben sie dann endgültig verloren.
00:35:40: Für mich war das wichtig dass halt viele Leute das verstehen was ich da sage einfach ja?
00:35:46: Und so ist es halt egal ob das an der Uni ist oder beim Produkt oder wo auch immer.
00:35:54: So dann die ging deine Reise weiter zum nächsten Unternehmen
00:35:58: Genau.
00:35:58: und dann tatsächlich habe ich die Stelle gefunden, die alles von meinem vorherigen Lebenslauf vereint hat.
00:36:04: Nämlich bei Ponsnes Online Wörterbuch zu betreuen.
00:36:07: Also da war sowohl Technik, Wissenschaft gefragt eben und natürlich auch Zoom-Maschinen.
00:36:11: also weil klar, damals waren wir ja schon in Konkurrenz mit Google und Deeple und wie sie alle heißen, alle Übersetzungstools, die es halt gibt Und auch Online-Wörterbücher.
00:36:24: Da muss klar sein, wenn jemand in die Suchmaschine eingibt keine Ahnung, Brille Englisch das dann der Pons Eintrag als erstes kommt und es ist halt schwierig, wenn Google was ein Suchmaschinenunternehmen ist die Such Maschinen ergeben oder den Algorithmus zu seinen Gunsten manipulieren kann und seine Sachen generell oben hinstellt, dann kann ich so viel arbeiten wie ich will.
00:36:49: Waren die damals schon soweit dass sie das selber hatten?
00:36:52: Tatsächlich sie hatten es aber sie waren nicht besonders gut.
00:36:56: Das war das Problem.
00:36:57: also wir hatten ja auch oft Analysen von unseren jetzt uns im Sinne von Pons von unseren Übersetzungen von unseren Wörterbucheinträgen von unseren Sachen einfach die wir online hatten Und haben die immer so gegenübergestellt und so.
00:37:12: Also Google war grottig am Anfang, ja total schlecht auch in den Textübersetzungen.
00:37:17: Diebel was ein richtiges Übersetzungstool ist, die waren super natürlich.
00:37:22: Das gab es noch.
00:37:22: Leo gehabt alle möglichen.
00:37:25: also das war immer so.
00:37:26: die Konkurrenz
00:37:27: Der N-Verbraucher, der vielleicht nur kurz das französische Wort braucht.
00:37:31: Er nimmt die erste Lösung und sagt ganz falsche Wort.
00:37:33: Genau so ist es ja!
00:37:34: Und das war halt immer der Anspruch bei Pons im Online Wörterbuch eben dass du so gut wie möglich und auch so didaktisch aufbereitert wie möglich das beschreibst.
00:37:43: Nur wenn der Josa dann halt nicht sich entscheidet ich nehme das was bei Google steht ja dann ist er selber schuld.
00:37:51: also.
00:37:51: Aber jetzt muss ich mal naiv fragen Wie kann man denn das kapitalisieren?
00:37:55: Also früher gab's das Wörtern
00:37:57: Werbung, also im Online-Werdebuch wird Werbung geschaltet natürlich oder du kannst die App dazu runterladen.
00:38:02: Also wenn ich die Werbung nervt, die aufpoppt dann zahlst der halt deinen Abo und dann bist du werbefrei.
00:38:15: Und du hast auch tatsächlich diverse Bücher publiziert von uns großes Schulwerderbuch?
00:38:24: Genau, es war aber noch früher als das war einer von meinen X-Kausten.
00:38:28: Oh, stimmt!
00:38:29: Er schien zwei Sex sogar?
00:38:29: Ja, er hat dann sechs.
00:38:30: Das ist schon
00:38:30: mal Trotz was gehabt.
00:38:33: Es gab doch die Zwei Rechtschreibreformen in Deutschland.
00:38:37: Wo die Breite Masse sagt, jetzt darf man schreiben wie man möchte.
00:38:39: Jetzt
00:38:39: gibt's gar
00:38:40: keine Regelung mehr.
00:38:41: Richtig und dann die Rücknahme der Regelungen.
00:38:45: Nee, das war einer von meinen X Nebenjobs während der Uni.
00:38:48: Da habe ich als freie Lexikografin bei Pons gearbeitet.
00:38:52: Ach was?
00:38:53: Also kriegst da Dateien einfach und tust die dann umbereiten sozusagen, also umformatieren einfach, ja genau.
00:39:01: Eins deiner Werke ist Imperatives and Directive Stratitudes.
00:39:05: Ja.
00:39:07: Hundertsechs Euro Null eins.
00:39:09: Einen Exemplar noch da!
00:39:10: Echt?
00:39:11: Ja, hier hab ich... guck ich drückt das Internet aus.
00:39:13: Kriegst du ja als Erinnerung.
00:39:14: Schön!
00:39:16: Ich habe doch keinen Buch vor und hab noch sechs Euro gekauft.
00:39:19: Das sind halt diese Speziellen Fachbücher einfach.
00:39:23: Die sind alle so teuer tatsächlich.
00:39:28: Du warst beim Online-Batterbuch das den Kampf angenommen, aber irgendwann mit KI und Google war das Thema dann irgendwie nicht mehr der Kampf irgendwie ungleich.
00:39:37: Ja, das auf jeden Fall und auch.
00:39:39: Also es kam einiges zusammen.
00:39:40: Es kam natürlich auch Corona.
00:39:42: Und das war in der Zeit auch als da war man dann eigentlich komplett im Homeoffice und man kam gar nicht mehr raus.
00:39:52: Da muss ich sagen hat sich bei mir schon auch ja.
00:39:55: also man kann das ruhig Depressionen eine Depression entwickelt von diesem ans Haus gebunden sein und da kam halt zum ersten Mal diese Gedanken auf.
00:40:03: Das kann jetzt nicht sein!
00:40:06: gewesen sein, dass man jetzt hier für immer irgendwie in seiner Hütte sitzt und in so einen Kasten glotzt.
00:40:12: Irgendwie stimmt noch da was nicht so.
00:40:14: Du hast lange nachgedacht?
00:40:16: Dann gab es eine Entscheidung.
00:40:18: über die sprechen wir gleich.
00:40:19: Jetzt drück ich den Knopf.
00:40:22: Der
00:40:26: Berliner Platz trägt seinen Namen mit erstaunlicher Gelassenheit denn hier gibt es weder das Brandenburger Tor noch das Bundeskanzleramt.
00:40:34: Auch die Eastside Gallery sucht man hier vergeblich.
00:40:38: Und wenn jemand da ist der Alex ruft, dann ist damit der ehemalige Klassenkamerad gemeint mit dem er jetzt bei einer Latte Machiato an die gute alte Zeit zurückdenkt von wegen Diddis Berlin.
00:40:49: Diddis Stuggi!
00:40:51: Genau immerhin.
00:40:52: das hektische Treiben der Fußgängerinnen und Fußginger erinnert ein wenig an die Bundeshauptstadt Auf das Tier.
00:40:59: zwischen dem Literaturhaus und der Liederhalle ist so viel los, dass man meint bei einem Nordic-Walking Contest dabei zu sein.
00:41:05: Nur eben ohne Stöcke!
00:41:06: Hier trifft Geschäftsanzug auf Rucksack, Konzertkleid auf Lastenrad und Kaffeebächer auf Drehzel – jeder scheint genau zu wissen wohin er will.
00:41:17: Außer die kleinen Finns und Mias, die einfach ziehlos hin und her wuseln….
00:41:22: aber Mutti hat alles im Griff.
00:41:24: Hoffen wir doch mal … denn eigentlich ist sie vor allem mit einem beschäftigt mit ihrem Samsung Galaxy in Pink.
00:41:32: Fati ist ja auch
00:41:33: noch da!
00:41:34: Eigentlich ist der Berliner Platz so etwas wie Stuttgarz Internationales Drehkreuz, nur eben mit schwäbischer Pünktlichkeit.
00:41:42: Dieser Ort beweist ganz eindeutig dass man auch ohne Berliner Schnauze mitten im Kessel ein bisschen Hauptstadtgefühler leben kann.
00:41:50: Nur eins sucht man hier vergeblich – eine gute Currywurst oder Simone?
00:41:56: Ja, habe ich tatsächlich noch nicht gesehen.
00:41:59: Aber ein Kiosk gibt es bei euch oben?
00:42:01: Genau!
00:42:01: Das ist das Bütle.
00:42:02: Das ist praktisch vom Vorgänger der hier in dem Schwarzen Keiler in der Location drin war also Freund und Kopferstecher.
00:42:11: von dem ist es auch so wie das Betrieb
00:42:13: hat.
00:42:13: Spannend!
00:42:14: Wir sind an einem legendären Ort hier.
00:42:18: Was war da davor drin, Freunde und Kupferstecher Stereo?
00:42:20: Bei den
00:42:21: Kupfestechern Stereio, Odeon hieß es mal.
00:42:24: Ach alles Mögliche war hier schon drin.
00:42:26: also tatsächlich kunderbund.
00:42:28: Große
00:42:28: Bär.
00:42:29: Grosse Bär genau.
00:42:30: Bist du damals auch schon hier ein- und ausgegangen oder... Nee,
00:42:33: also Stereot tatsächlich war ich öfter drin das war zu Studienzeiten.
00:42:37: Freund und Kumpfersteche ist nicht so.
00:42:39: meine Musik, das habe wir ja dicht Und ja das andere, also Großer Bär da war ich glaube ich noch zu jung damals.
00:42:46: Also um in so Läden zu gehen tatsächlich.
00:42:49: Ich kenne es vom Namen aber das war glaub immer ab achtzehn und dann war er nur nicht achtzehnt.
00:42:54: Er
00:42:54: soll keinen Ausweis gefälscht.
00:42:57: Oh Gott hör mal auf!
00:42:59: Da gab's schon Geschichten der Jaf.
00:43:02: Wie hast du die Studien weggezeitern erlebt hier?
00:43:05: Sturke was waren deine Läde?
00:43:08: Also, wir waren da recht wenig in Lädenwerten.
00:43:11: Wir hatten tatsächlich mit Unipartys ... Nee nee, Uniparti ist immer also immer in den Wohnheimen halt die ganze Zeit.
00:43:18: im Sommer.
00:43:20: Läden waren sie da recht wenig.
00:43:22: Einfach, ah Schützenhaus war damals... Da gab es die Britpop-Party, da waren wir oft bei der Britpop Party weil wir natürlich Anglistik Studentinnen ja klar mussten auf die Britpop-Partys ja logisch oder Irish Pop als da gab's beim oder English Pop war das damals eben wo auch das Interconti war früher zwischen drin also zwischen diesen Gebäudeteilen was so ein Englisch Papen sind für jeden Mittwoch oder Donnerstag zum Pubquiz Hinten dann immer.
00:43:51: Er
00:43:51: ist gewonnen!
00:43:53: Nie, da gab es immer so eine schlimme Gruppe die immer gewonnen hat.
00:43:55: Wir haben das vielleicht einmal gewonnen oder so und waren immer zwei Tage furchtbar.
00:43:59: Kannst
00:44:00: du dich noch an deine erste Platte erinnern?
00:44:03: Oder CD?
00:44:03: was war's denn?
00:44:04: Kassette!
00:44:05: Ja Kassettet zur Kommunion habe ich mir gewünscht von Sandra.
00:44:12: Also keine liebevoll zusammengeschnittenen Kassette.
00:44:17: Doch
00:44:17: das auch, klar mit so rumdrücken aber die erste gekaufte Kassete
00:44:22: ist
00:44:22: Sandra.
00:44:25: Ich war da ja acht oder so.
00:44:27: ich konnte kein Englisch hab dann meine Fantasie Texte dazu erfunden wie du es wohl heißt und die singt heute noch teilweise peinlicherweise weil das halt so drin ist.
00:44:36: Ich find's auch mal krass wenn nur so die Lyrics Seasonings.
00:44:38: ach des heißt dass ich habe jahrelang ein Scheiß gesehen
00:44:42: hier.
00:44:45: Also Mittel war da noch weit weg?
00:44:48: Ja, meine Eltern sind nicht im Rock oder so verwurzelt.
00:44:52: Die haben immer gern Schlager-Volksmusik gehört.
00:44:56: Das dachte ich aber damals schon als bei uns auch die Schlager und teilweise.
00:45:01: was war es, STA IV lief... Ich
00:45:03: dachte, das
00:45:04: werde ich nie hören.
00:45:08: Aber SWR Vier ist mittlerweile ziemlich gut geworden!
00:45:10: Die haben den Schlager abgeschafft und sind jetzt der SWR Eins.
00:45:15: Das
00:45:15: hat mir auch jemand erzählt... Es
00:45:19: ist gut.
00:45:19: also immer wenn mich SWR eins nervt mache ich SWR vier tatsächlich
00:45:23: So.
00:45:23: wir waren bei deiner Sinnkrise.
00:45:26: In der Fallzeit steht, ich habe alles auf eine Karte gesetzt.
00:45:30: Ja, das ist natürlich ein Betrieb.
00:45:32: Typische Journalismus.
00:45:33: Das klingt
00:45:34: wieder her.
00:45:35: Leben und Tod!
00:45:38: Nee, aber es war schon ein Umbruch.
00:45:40: einfach auch allein die Selbstständigkeit.
00:45:43: Ist natürlich was, was du erst mal ... Ja, lernen muss oder hinkriegen muss.
00:45:48: Also gleich bin ein selbstständiger Arbeiter aber es geht ja auch darum einfach alles was ämter den ganzen Ämtern kreischt das anmeldenes Gewerbe ist dann du musst alles in der richtigen Reihenfolge machen sonst klappt's nicht weil Du brauchst Formular A bevor Du Formula B beantragen kannst.
00:46:03: Du brauchtest IHK Seminar Bevor Du dieses und jenes machen kannst.
00:46:07: als so furchtbar Alles.
00:46:08: was ist der erste Schritt?
00:46:09: Was muss ich wenn ich jetzt morgen einen Club eine Konkurrenz zu dir aufmachen möchte.
00:46:16: Du musst die Location haben, das ist der erste Schritt!
00:46:19: Moment aber ich kauf mir doch keine Location an wenn ich nicht weiß ob ich die Genehmigung krieg.
00:46:25: Ja da hat sich einiges geändert.
00:46:27: also früher war ja die Genehnigung dabei.
00:46:30: also die Clubs sind ja konzessiert haben bestimmte Konzessionen also was sie da dürfen und solange du baulich nichts verändern geht die über.
00:46:39: Also ich habe den Club ja so konzessiert übernommen, wie er vorher war.
00:46:42: Wir haben baulich gar nix verändert.
00:46:44: das geht eins zu eins über.
00:46:45: du bist nur der neue Pächter sozusagen.
00:46:48: und wenn du jetzt aber irgendwie große bauliche Sprünge machen willst oder was weiß ich?
00:46:53: Du gehst irgendwo rein was früher keine Ahnung Einzelhandel war und willst es dann im Bad rausmachen Dann musst du erst mal durch diverse Prozesse durch.
00:47:01: Ja Das ist richtig.
00:47:02: Aber Jetzt Kommt's.
00:47:04: Die Konzessionen wurden mit Anfang des Jahres abgeschafft in Stuttgart, Baden-Württemberg.
00:47:09: Und du bist jetzt nur noch... Also es gibt nicht mehr die Konzession an sich, sondern du musst nur noch bestimmte bauliche Maßnahmen einfach erfüllen.
00:47:18: Aber das ist nicht mehr so, dass ich habe die Konzession Gaststätte, Diskothek oder sowas.
00:47:26: Wer war am nettesten?
00:47:27: welches Amt?
00:47:28: Die sind alle nett, die sind echt alle nett.
00:47:30: Ich hatte noch nie ein Problem mit einem Amt super nett.
00:47:33: Früher war es sogar noch... Also am Anfang war es noch ein bisschen schlecht organisiert.
00:47:37: jetzt ist ja die Gaststättenmürde mittlerweile an der Schloss Johannesstraße tatsächlich in einem ganz neuen Gebäude.
00:47:43: das ist super!
00:47:44: Die sind nett und es geht schnell plötzlich Top!
00:47:49: Ich hatte nur ein Problem mit einem Amt.
00:47:52: Höchstens halt, dass du eben so viel... Also du musst immer erst mal rausfinden was du machen musst.
00:47:57: ja weil niemand sagt dir das.
00:47:58: also es gibt ganz viele stille Vorschriften.
00:48:02: wenn du jetzt nicht irgendwie einen Kurs belegst oder keine Ahnung irgendjemand hast der dich halt da begleitet?
00:48:08: Das weißt Du gar nicht.
00:48:10: Es gibt Regeln und dann kommst Du im Leben nicht drauf, dass das so ist.
00:48:14: Wie oft bist Du denn da persönlich vormarschiert und ein getanzt, sodass das alles digital
00:48:18: gemacht.
00:48:18: Ganz oft!
00:48:19: Ja ganz oft.
00:48:20: Am Anfang halt.
00:48:21: also bist dann alle, bis du eben alle Formulare in der Hand hast und alles ja schon, schon oft.
00:48:28: Und du musst ja wie gesagt mit den verschiedensten Play-On hast du es zu tun?
00:48:33: Du musst in der EHK dieses Seminar machen für Gast.
00:48:36: Also wenn du nicht jetzt eine Lehre oder eine Ausbildung hast aus dem Gast zum Bereichen, musst du da so einen Seminar Bei der Gaststättenbehörde muss da vor sprechen, bei der GEMA.
00:48:48: Mit der Gema musst du zu tun haben und so weiter.
00:48:50: Also
00:48:51: gibt es... Muss der GMA eigentlich genau schreiben, welche Lieder hier gespielt werden?
00:48:54: Nein wir haben einen Rahmenvertrag also in... Da wird unser... Für den Diskobetrieb haben wir einen Rahmenvortrag und wenn wir Konzerte haben das müssen wir dann separat machen, dann musst du jedes Lied schreiben ja.
00:49:05: Also jetzt lassen wir uns erstmal erzählen wie die Metalmusik in dein Leben kamen.
00:49:11: Ja, eigentlich durch die Musik TVs die es damals gab also Viva und MTV tatsächlich.
00:49:18: Und das fing alles halt so an.
00:49:20: ja mit zwölf, dreizehn oder auch Bravo ganzen Roses natürlich ganz einen Roses ist
00:49:25: das Mittel?
00:49:26: Ist Hard Rock eher oder Rock Aber
00:49:30: die eine und andere schöne Ballade.
00:49:33: Ohne vergesse November ready to say... Ein Traum, ein Traum!
00:49:38: Da müssen wir jetzt echt mal eine Definition machen.
00:49:40: Das ist doch wirklich, das ist doch Kuschelrock dann so.
00:49:42: Ach
00:49:43: Schmarrn, da gibt es auch andere Lieder von ganzen Rosinen.
00:49:45: soweit bei Kuschelnrock.
00:49:46: Ja der Metallica hat doch auch so... Ach
00:49:48: Metallica, du komm' ich nicht mit Metallica nehmen, auf die brauchst du mich echt nicht ansprechen.
00:49:52: Nein
00:49:52: aber das ist so um... Okay, also ganz in Roses hätte ich jetzt nicht als Mettler.
00:49:57: Ja aber das
00:49:57: waren halt auch die neunziger tatsächlich.
00:49:59: Also in den neunzigern hatte ich glaube jedes so eine Kuschelballade irgendwie weil der Mette da ja droht war im Anfang.
00:50:04: Ja natürlich!
00:50:05: Aber das ist doch kein Mettl?
00:50:06: Das ist Rohrhardrock.
00:50:08: Ja, aber es scheint ein Rand.
00:50:09: Du bist
00:50:10: quasi angestochen worden mit so Poppiken und dann bist du immer mehr ins Dunkel gerutscht
00:50:19: Genau.
00:50:19: Und das hatte tatsächlich auch wieder mit Sprachen zu tun, weil ich ja... Also ich hatte dann mal eine zeitlang Finish-Kurs in der VHS und wirklich in diesem Finish-Curse.
00:50:32: also wenn da immer so zehn Leute waren fünf davon waren in diesen Finish-Churs, weil sie ein Häuschen in Finnland haben und die anderen fünf war ein Metler.
00:50:40: Nicht
00:50:41: dein Ernst?
00:50:41: Wirklich?
00:50:42: Ja doch!
00:50:42: Aber Finn...
00:50:43: Und einer, der damit mit einem Finish Kurs war ist heute Gast im Keiler immer.
00:50:47: Bist
00:50:47: du...?
00:50:48: wegen dem Mittel da reingegangen.
00:50:50: Weil du die Texte kennst.
00:50:51: Ja, weil ganz viele Bands... Tut er
00:50:53: die so, wenn die's wissen?
00:50:54: Nein!
00:50:55: Aber es gibt ja eine irre Szene einfach... Also sie singen natürlich alle auf Englisch aber es gibt dann ne irreskandinavische Szene und auch finnisches Szene Und dann bist du da... also ich fand das halt interessant und dann will man da ja auch hinreisen usw.
00:51:10: und finish.
00:51:11: Das ist irgendwie cool, keine Ahnung, weil das halt so eine verrückte Sprache ist und dreizehn Fälle hat oder was weiß ich.
00:51:19: Also Learning.
00:51:19: der Folge ist auf jeden Fall Finnland, das ist ein großes Thema in den Mittelkreisen.
00:51:23: Ja
00:51:23: und generell ist ganz die Navien...
00:51:25: Finish ist nach Ungarisch glaube ich, die zweitschwierigste europäische Sprache.
00:51:30: Das kann sein!
00:51:32: Was heißt schwierigst?
00:51:33: Also was macht sich schwierigst, nee aber was macht sie?
00:51:37: Du hast dich alle drei Semester finish.
00:51:40: Ich konnte selbst nach diesen drei Semestern keinen vernünftigen Satz sagen, weil das wie so Rechner im Kopf ist.
00:51:47: Ja!
00:51:47: Weil du musst ... Das ist so.
00:51:48: und auch
00:51:49: die... Die
00:51:50: Wörter sind halt so sehr fremd.
00:51:53: also wenn nur Englisch, ne Germanische Sprache lernst und eine Romanische Sprach hat, die haben alle ähnliche Wurzel in Haltung.
00:51:59: Du kennst viele Wörte kommen dir bekannt vor halt ja?
00:52:03: Und da ist es halt wie Telefonnummern auswendig lernen.
00:52:05: Also ist echt so.
00:52:06: Es ist völlig klar, es gibt Hoteli, Banani, Taxi Aber das war's auch schon, so anbekannten Wörtern.
00:52:12: Und es sind einfach Aneinanderreihungen von eben vielen Vokalen und du denkst ja was zur Hölle?
00:52:18: Und dann noch diese Fälle einfach.
00:52:20: und dann... Also das wirklich braucht fünf Minuten um so einen einfachen Satz.
00:52:25: da vorne ist die Bushaltestelle irgendwie im Kopf dir zusammenzuschustern.
00:52:30: Okay Simone lasst uns wieder ernst werden!
00:52:32: Wie kommt mein Sohn schönen So einen schönen Keller hier.
00:52:37: Ja, das hat ihn natürlich schon auch ein bisschen mit der Corona-Zeit zu tun weil es haben ja viele auch zugemacht.
00:52:43: dann danach.
00:52:46: Klar wenn du ein Jahr zwei Jahre da stillgelegt bist und keine Einnahmen hast was soll's machen?
00:52:53: Und ich habe dann eben erfahren dass das hier frei wird... Da
00:52:59: haste zugegriffen!
00:53:02: Es ist tatsächlich der erste Stuttgarter Metal-Club.
00:53:05: Kann das wirklich sein?
00:53:06: Was gab es denn davor für diese Szene?
00:53:08: Also die Rohverhalt, aber diesen Nürburgring... Die
00:53:12: Rockfabrik, die Legende hat vor Corona noch nicht so gebraucht.
00:53:15: Ja, ja!
00:53:15: Das war im Jahr zweitausend neunzehnt.
00:53:19: Und klar, in Goldmarks gab's vereinzelte Partys.
00:53:21: Aber das war auch der Jürgen, also der, den mein Partner ist, der die gemacht hat.
00:53:25: Sonst Völkmeninz sein.
00:53:29: Der hatte Heavy Rock Power Trip.
00:53:32: Was war das?
00:53:33: Das haben wir auch... Da hängt das Plakat.
00:53:35: Also haben wir heute noch jeden zweiten Samstag im Monat, also diesen Samstag kleiner Werbeblock und da kommt halt... Wie man auch so sagt, Heavy Rock.
00:53:48: Also Heavy Metal aber auch Rock Musik, aber auch so Retro-Rock Musik ja?
00:53:54: Aber ansonsten ganz viele Klassiker also von Judas Priest bis Iron Maiden.
00:53:59: manchmal kommen auch freshere Sachen aber auch zum Beispiel so Sachen wie Halloween oder sowas, ja also es sind sehr viele Klassiker.
00:54:10: Aber es gibt ja auch eine neue Bewegung die nennt sich New Wave of Traditional Heavy Metal.
00:54:16: Das heißt N-W-O-T-HM.
00:54:23: Das sind ganz neue junge Bands, also höchstens seit den Zwei Tausend Zehnern vielleicht roundabout die den alten Stil spielen, aber selber relativ jung sind und auch ganz das neu interpretieren sage ich jetzt mal.
00:54:37: Und da gibt es wirklich eine Flut von Bands.
00:54:39: USA, Skandinavien, Deutschland, die dann natürlich auch ihren Platz finden sollen.
00:54:45: Also der Jürgen ist angesehen, der war hier schon ne Größe.
00:54:49: du kannst ihn?
00:54:50: Genau.
00:54:50: Dann hast du ihn irgendwann mal angehauen, hast gesagt wie wäre denn das?
00:54:53: Wie wärs seine Reaktion?
00:54:55: Feuer und Flamme.
00:54:57: Ja, wir fangen morgen an!
00:54:58: So war die Reaktion.
00:55:00: Also kein Bedenken?
00:55:01: Kein Nix?
00:55:01: Nee,
00:55:01: nee...
00:55:03: Und dann ging es los.
00:55:04: Du hast dich um alle Behördengänge gekümmert.
00:55:07: Es bar dann irgendwann einen Knopf dran.
00:55:09: was hat der Jürgen
00:55:09: gemacht?!
00:55:10: Ja, der hat tatsächlich also was... Nein das hatte er ja schon gehabt.
00:55:15: Aber die Gestaltung hier geht sehr viel auf ihn.
00:55:18: Also alles was mit gestaltungen
00:55:19: tun hat.
00:55:19: Schwarz ist ein dominierendes Thema!
00:55:20: Ja natürlich klar aber auch so die ganzen Graffiti-Künstler, die hier Sachen gemacht haben.
00:55:25: Was ist
00:55:25: das neben dir von Kreis?
00:55:28: Das hier ist das Pentagramm, also auf dem Kopf steht ein Stern sozusagen.
00:55:33: Der leuchtet hier so schön für die, die es jetzt nicht sehen.
00:55:37: Genau, das ist halt einfach von der Heavy Metalsteam.
00:55:39: Also das Hexen-Teufelszeichen sozusagen.
00:55:43: Womit mal wieder bei den Vorurteilen?
00:55:44: Genau!
00:55:44: Jetzt kannst du kommen.
00:55:45: So, ihr habt eröffnet... wann war die Eröffnung?
00:55:48: September, zwei tausend zwanzig.
00:55:50: Wie
00:55:50: war es?
00:55:51: Habt ihr warten müssen auf die Leute?
00:55:52: Haben sie überhaupt mitgekriegt dass ihr...?
00:55:54: Nee, überhaupt nicht.
00:55:55: Also das war ja Freitag war der Eröffnungstag und Samstag war das erste Konzert also das Opening-Konzert.
00:56:02: Und ich dachte eigentlich hat die Leute kommen alle zu dem Konzern weil es auch eine geile Band war The Night Eternals so genau von dieser new wave of traditional heavy metal up and coming Und dachte dann so, na ja Freitag gucken wir halt mal und ich bin da oben, wir haben um neun aufgemacht.
00:56:18: Ich bin so um achtzehn dreißig hier angerollt und da standen schon die ersten Leute vor der Tür tatsächlich.
00:56:24: Also ich bin nach reingegangen mit meinem Zeug gebracht halt und wirklich das hat es geschifft an dem Tag also in Bindfäden und die Leute standen von der Tür dann nicht so.
00:56:32: hey wie machen nur das um Neuen auf?
00:56:34: So was ist jetzt los?
00:56:35: Ja!
00:56:37: Und dann dieser Abend...also sowas habe ich überhaupt noch nie erlebt und auch später nie mehr erlebt.
00:56:42: Das war völlig crazy, völlig crazy!
00:56:45: Also die Leute standen die ganze Nacht da draußen bis zu dem Parkhaus vor.
00:56:48: ja also wenn du deine Schlossdreise runterläufst Ja
00:56:51: da park ich heute.
00:56:53: Und ich habe dann auch so Leute, die heute bei mir arbeiten, haben mir erzählt.
00:56:58: Sie waren an diesem Eröffnungstag da und standen stundenlang draußen im Regen und haben gewartet usw.
00:57:04: Ja?
00:57:04: Und das war dann ganz nett.
00:57:06: also es gab aber auch Nachrücken.
00:57:08: Die Leute sind Leute raus, Leute rein was weiß ich und also völlig verrückt.
00:57:13: Weil hier passen etwa was schätze ich hundertfünfzig Leuten.
00:57:16: Hundertachtzig genau.
00:57:17: Also wird's aber schon kuschelig!
00:57:20: Nee, also es kommt drauf an was für eine Partys ist.
00:57:22: Wenn so ne krasse Dance-Party ist, die hat zum Beispiel bei Metalcore der tanzen sich Leute ja ganz wild und ausgelassen da wird's dann tatsächlich eng.
00:57:29: aber jetzt wenn du nur die üblichen Morscher hast das geht schon.
00:57:33: Aber hier so stetische ist nicht so das große?
00:57:36: Nein
00:57:36: wir sind sehr minimal.
00:57:37: Also deshalb auch tatsächlich ältere Leute sind bei uns die mal sitzen wollen.
00:57:44: Das wird manchmal schwierig vielleicht.
00:57:47: Ja, es hat ja hier eine kleine Ecke oben.
00:57:49: Da auch noch da ein paar... Hier kann man sitzen aber ist nicht aufsitzen ausgelegt.
00:57:54: Was macht
00:57:55: den Club aus deiner Sicht so besonders?
00:57:58: Das ist schon die Atmosphäre.
00:57:59: also erst mal dieses dass du an einer der Hauptkreuzungen in Stuttgart runter gehst.
00:58:04: einfach das ist so absurd.
00:58:06: auch immer wenn wir die Bands vorfahren wissen die dann so heber
00:58:08: sind.
00:58:09: eigentlich.
00:58:10: Also erst mal zum Ausladen stehen Sie einfach vorm Laden auf der Straße in der Kreuzung, also nicht in der kreuzung aber so kurz hinter der Kreutzung davor am Institut Francais tatsächlich.
00:58:19: Das Ordnungsabend drückt ein Auge zu.
00:58:22: Ja, das dauert ja, was weiß ich.
00:58:24: Zehn Minuten bis ausgeladen ist.
00:58:25: Ist
00:58:26: der Nightliner ausgeladene?
00:58:27: Nee,
00:58:28: da kommt fast niemand... Also die wenn sie mit uns spielen, die sind nicht mit Nightliner und wenn wir Nightliner haben, die dürfen tatsächlich bei der Liederhalle parken.
00:58:35: also wir hatten zwei mal Nightliner Und irgendwie derjenige bei der Leaderhalle, der Dismanaged ist ein großer Metal Fan und der sagt, wir dürfen bei ihnen parken aber das war nur zweimal bisher.
00:58:49: Und ansonsten kommen die mit so Sprintern und die parken dann auf dem Finanzamt.
00:58:53: Parkplatz tatsächlich, weil die Sprinter passen ja nicht in Parkhäuser meistens.
00:58:57: Das
00:58:59: ist ein Stück Gütze laufen?
00:59:01: Ja gut aber sie laden hier aus und dann sind sie den ganzen Abend da oder benachten
00:59:05: ihr im Hotel?
00:59:06: Also ich habe
00:59:07: hier keinen Parkplatz.
00:59:09: Ist das Leben manchmal?
00:59:11: Ja, und das ist halt das Witzige an diesem Berliner Platz.
00:59:13: Du kommst mitten von dieser belebten Kreuzung darunter... ...und hier fängt eine andere Welt an einfach.
00:59:19: Finden
00:59:19: denn die Leute das beim...
00:59:20: Drei-mal sind nicht mehr!
00:59:22: Das hat schon ein bisschen
00:59:22: versteckt.
00:59:24: Wir haben es auch verpasst damals tatsächlich.
00:59:26: also wo wir aufgemacht haben war gerade dieses Ich weiß nicht, ob das aus Stromspargründen oder so.
00:59:33: Also alle Beleuchtungen sollten doch abgeschalten werden.
00:59:36: Alle Außenbeleuchtung.
00:59:37: Dann haben wir gesagt ja jetzt machen wir erst mal keine.
00:59:39: Wir haben eigentlich geplant gehabt damals einen großen Kailor-Kopf auch leuchtend da oben über den Eingang zu machen und dann haben die gesagt, jetzt dürfen wir ja eh nicht.
00:59:47: Jetzt lassen wir es mal.
00:59:48: Kommt vielleicht später aber es kam dann irgendwie nie.
00:59:50: Und tatsächlich, also manche fahren erstmal dran vorbei.
00:59:54: Was hier ist es unter diesem Baum?
01:00:00: Das Booking machst du das?
01:00:01: Nee, jetzt macht er Jürgen.
01:00:03: Und dann sprecht ihr euch da ab oder traust die ihm da komplett?
01:00:06: Nee der macht es gut, da brauche ich nicht auch noch mehr drum.
01:00:09: Gibt's eigentlich Kriterien was da...
01:00:11: Also wir buchen mittlerweile nur noch Bands wo wir der höchstwahrscheinlichen Überzeugung sind dass es ausverkauft sein wird weil es ist so krancoe kosten für so ein Konzert.
01:00:24: Und also ich denke auch, ich sehe es immer wieder wenn ich vergleiche.
01:00:27: Wenn so eine Tour ist die auch bei uns ist und auch in anderen Locations in Deutschland das wir schon immer mit die höchsten Preise haben liegt aber daran dass wir auch Bands mittlerweile haben, die normalerweise nicht in Locations mit Hundertfünfzig Leuten spielen.
01:00:42: Die spielen nochmal in Location mit zweihundertzweihundertfünftig Aber wir müssen mit hundfünftig Tickets bezahlen können Ja und deshalb wir müssen Ausverkauft oder fast ausverkauft haben und wir müssen auch ein bisschen höhere Preise als andere verlangen.
01:00:58: tatsächlich.
01:00:59: Und der Mutterspar bin ich?
01:01:03: Habe ich selten gehört, also bei den Konzerten habe ich selte gehört.
01:01:05: die sind so dankbar und froh dass wir so coole Bands hier reinbringen.
01:01:11: Also ich hab es von teilweise von wenn ich das so in Foren weiß Lese.
01:01:16: oft wird schon aufgefragt, hey Sag mal!
01:01:18: Wieso haben die in Stuttgart eigentlich so hohe Preise?
01:01:20: Ja wir sind in der Innenstadt Freunde.
01:01:22: In der Innen Stadt wisst ihr was diese Laden hier kostet.
01:01:25: ja und dann auch... Die Leute machen sich keine Vorstellung, was den Konzert kostet.
01:01:29: Das spielt
01:01:29: für fünf Euro günstiger haben.
01:01:32: oder was mich halt auch immer stört ist wenn da oben bei Disco... Wir sind so billig, sorry wie lange sieben Euro eintritt welche Stuttgarter Disco macht das weiß ich nicht.
01:01:41: Und dann motzen die Leute...
01:01:42: Was?!
01:01:43: Sieben Euro also bei uns Inblablabla.
01:01:46: Ja, das ist halt auch irgendwo im Hinterland was weiß ich.
01:01:51: Und Marbach?
01:01:52: Keine Ahnung ja oder auch wenn die Leute verstehen es nicht dass wir kein Jugendhaus sind.
01:01:57: Also sorry.
01:01:59: Das sind halt andere Bedingungen einfach.
01:02:02: Gibt's so ein Konzert das dir eine Rennung bleibt oder so eine Band die eigentlich wo der wo eigentlich andere Locations gewohnt ist von einer Kapazität?
01:02:11: Ja klar, also zum Beispiel eine meiner Lieblingsband ist ja auch Night Demon aus den USA.
01:02:16: Das sind so ne Band die spielen auch in größeren Locations aber sie sind auch welche?
01:02:20: Die sind sich von nix zu schade einfach.
01:02:23: Waren die dann auf großer Europa-Tournee oder...
01:02:25: Auch die sind ja immer auf Tournee irgendwie!
01:02:27: Also das ist so ein Band die tut und tut und tut dass es völlig verrückt einfach was die an Termin runterreißen.
01:02:34: Und also die fand ich super und auch so ein bisschen überraschen dass wir die bekommen haben letztendlich.
01:02:41: Aber es gibt auch viele, wo ich mir denke.
01:02:44: Wenn ich sehe, wo die noch spielen, das ist schon größer einfach.
01:02:48: Wie würde es denn die Metalszene in Stuttgart noch in der Region beschreiben?
01:02:53: Ja, es ist schwierig also... Ich glaube, ich war ja der Meinung am Anfang einfach komplett.
01:02:58: die Leute, die in der Rufe waren kommen einfach zu uns.
01:03:00: Sie sind überhaupt nicht eingetroffen.
01:03:02: Wirklich nicht!
01:03:02: Nee, überhaupt nicht weil die Leute ...
01:03:06: Nein.
01:03:08: Und die Leute können nicht mit ihrem Auto vor den Laden fahren.
01:03:12: Es ist so, ne?
01:03:13: Wie oft ich das gehörte.
01:03:14: wie aber euch kann man nicht parken?
01:03:15: ja du da isst ein Parkhaus muss halt zahlen.
01:03:17: ja der Preise ist klar.
01:03:20: Das Stuttgarter Publikum ist viel jünger es fährt U-Bahn, also U und S-Bahnen.
01:03:29: Wir waren auch am Anfang der Meinung die klassischen Metalveranstaltungen werden bei uns gut laufen?
01:03:34: Nein es ist genau umgekehrt!
01:03:35: Die Modernmetal Sachen laufen supergut ja und da ist eine hohe Nachfrage da also Metalcore, New Metal dann der Bulldozer was ne Veranstaltung ist Ganz, ganz modernen Mittel macht einfach.
01:03:50: Das läuft super gut und ist eine hohe Nachfrage.
01:03:53: da haben wir total falsch eingeschätzt.
01:03:55: am Anfang also das ist ein anderes Publikum wie das was jetzt in den Rofa früher gegangen ist oder heute vielleicht auch noch in Freiberg im Palazzo.
01:04:08: Da gibt es ja diese Rofaparties.
01:04:11: Das ist ganz anders.
01:04:16: Ja, ja.
01:04:16: Also allein von der alten Struktur her und aber auch vom so woher komme ich?
01:04:23: Und wie bewege ich mich dahin?
01:04:26: auch sehr anders?
01:04:29: Es muss bei euch mal ein Event gegeben haben, am sechsten Januar wo du ein bisschen ins Schneuter geraten bist.
01:04:35: Was war denn da los?
01:04:36: Ja weißt du wenn man selbstständig ist da hat man nicht so auf dem Schirm.
01:04:39: an Feiertage sind das für mich es jeder Tag normaler Arbeitstag weiß ich doch gerade nicht ob grad Sonntag oder Feiertages meine Güte echt.
01:04:45: also ich mache halt mein Zeug.
01:04:47: und ja und da hatte ich irgendwie nicht aufm Schirm dass da eben Feiertag ist und wir bestellen ja immer die Getränke dann die werden geliefert.
01:04:58: Ich hab ganz normal am Donnerstag meine Bestellung rausgehauen.
01:05:03: Und dann kam die E-Mail zurück oder ... Nee, da ist gar nix passiert und ich bin am Freitag... Das war ein Freitage, mein ich?
01:05:12: Und da war Tankertkonzert in der Stadt also weiß gar nicht mehr wo die gespielt haben wahrscheinlich Witzemann oder so.
01:05:19: aber klar wenn viele Metal Fans an in der statt sind die kommen dann danach zu uns halt.
01:05:25: Das ist super!
01:05:26: Ja, auf jeden Fall und das klappt auch gut.
01:05:28: Und dann dachte ich so ja gut dass wir für Tänkern so viel eingekauft haben wenn die dann kommen weil das Bänder geht alle Lieder über's Bier trinken oder andere Alkoholika.
01:05:40: Dann bin ich am sechsten morgens aufgefallen und irgendwie hatte ich ein Gefühl irgendwas stimmt nicht.
01:05:47: Und dann fühl mir auch, draußen ist ganz leise auf der Straße.
01:05:54: Niemand rührt sich, denk ich mir so irgendeiner stimmt nicht.
01:05:57: und dann für meinen Oh mein Gott heute ist Feiertag und mein Lieferant liefert heute nicht.
01:06:01: O mein Gott wir haben kein Bier!
01:06:04: Da ist mir so, hey ich bin da fast innerlich in Ohnmacht gefahren.
01:06:07: Ich dachte oh mein Gott, wir haben mal einen Abendkannbier.
01:06:11: Wie finden wir da Abhilfe?
01:06:13: Ja, ich hab dann ... Weil Schönbuch ist ja unser ... Also von denen verkaufen wir auch das meiste tatsächlich.
01:06:20: Und mit denen sind wir auch echt dicke.
01:06:22: also die leben uns, wir lieben die!
01:06:24: Sind in Bürblingen um die Ecke und ich habe mir nicht getraut, die am Feiertag anzurufen und zu sagen hey Leute, die sind vielleicht mit ihrer Familie irgendwo und ich kann da jetzt nicht anrufen.
01:06:37: Ich hab dann eine Nachricht geschrieben gedacht, wenn sie mich bis zwölf nicht geantwortet haben Dann war ich nach Rheinland-Pfalz.
01:06:44: Da ist kein Feiertag im Transporte und holte da irgendwo Hume beim Drängenmarkt was, aber haben sie natürlich geantwortet.
01:06:53: Und Herr Alex aus der Vertriebler von Schönbuch hat dann extra die Brauerei für mich aufgeschlossen, hat persönlich mit dem Gabel stapler des Zeug... Also ich musste halt hinkommen, klar!
01:07:02: Aber war ja kein Problem.
01:07:03: Und die Familienfeier fiel dann aus bei ihm?
01:07:06: Ja, also seine Freundin hat er gleich mitgebracht und so.
01:07:09: Ich weiß nicht was er machen wollte eigentlich an dem Tag aber...
01:07:13: Was macht denn die größte Beraschung hier seit du?
01:07:15: Den Keiler!
01:07:16: ... ins Leben gerufen, dass wir im Jürgen zusammen.
01:07:19: Ja also die Geschichte stand jetzt schon in sämtlichen Metal-Magaziner, man muss es trotzdem immer wieder erzählen... Also eines Tages kam halt der Rob Flynn von Maschinenhead hier reingelatscht völlig unverhofft und den hat auch am Anfang keiner wahrgenommen.
01:07:32: ja so, er saß halt ganz normal da wie ein Gast und irgendwann war halt so Ohach das ist der Rob Flinn.
01:07:41: Und dann haben alle Hologramme uns selbst
01:07:43: hieß?
01:07:44: Das war ja so witzig, ich hab den gar nicht mitgekriegt.
01:07:46: Ich stand da hinten an der Spüle und habe vor mich hingespürt und es war auch relativ voll am Tag.
01:07:51: Und ich habe überhaupt nichts mit gekriegt weil ich im Tunnel war und habe dann aber gesehen in der Mitarbeitergruppe... dass da so Selfies gepostet wurden, also Mitarbeiter.
01:08:00: Und ich hab das aber auch wieder gar nicht richtig angeguckt.
01:08:03: Ich habe nur gesehen ... Was machen die jetzt schon von Quatsch?
01:08:05: Jetzt machen sie wieder Selfies!
01:08:06: Die sollen noch schaffen da und irgendwie dann am nächsten Tag... Also ich hab den nicht mitgekriegt tatsächlich.
01:08:12: Am nächsten Tag hab' ich gesehen ... Huch!
01:08:14: Moment, wer war denn da bei
01:08:15: uns?!
01:08:16: Ein anderer Stuttgarter Brommi soll auch öfters hier sein, unser Bürgermeister Petzold.
01:08:20: Ja genau der ist Inhaber einer Keiler VIP-Dauerkarte.
01:08:25: Tatsächlich!
01:08:26: Das
01:08:26: im Berathaus ist es auch angekommen?
01:08:29: Ja ja und er kommt zu einem möglichen Konzerten so discoabender und einmal kam er lustigerweise ich weiß gar nicht mehr was da war eine Lesung oder was.
01:08:41: Und da kam man direkt von irgendeiner Sitzung im Hemd und hat sich dann quasi entschuldigt, wie er hier aussieht.
01:08:46: Das fand ich ganz witzig!
01:08:48: Wie haben wir über den Namen noch nicht gesprochen?
01:08:50: Sportverkeiler ist in der Metal-Szene was zu bedeuten?
01:08:53: Nee, in der Mettelszene nicht aber in der Rollenspielerszene.
01:08:56: Was
01:08:56: du auch noch machst.
01:08:57: Ja also so Pen & Paper habe ich früher viel gemacht jetzt heute hab' ich dann immer soviel Zeit dazu.
01:09:02: Aber haben wir ja hier auch Rollenspielabende tatsächlich Abenteuer oder eine Abenteuerei, die heißt das Wirtshaus des Grauens.
01:09:14: Abenteur aus dem Schwarzen Keilor oder irgendwie so?
01:09:16: Oder ja es gibt mehrere Folgen davon.
01:09:20: halt und das ist halt so ne Herberge wo dann im Keller alle Handmonster hausen und so.
01:09:29: Was ist es für einen Glientel, dass zu euren Spieleabenden kommt?
01:09:32: Ist das gleiche, dass du in Konzerten kommst oder eventuell ein ganz anderes?
01:09:35: Auch auch andere also... Also generell kommen zu uns auch Leute, die gar nicht so metal affin sind einfach wegen der Stimmung.
01:09:43: Aber jetzt gerade in den Spieleabenden auch Leute sich eben so für künstlerische Sachen interessieren, aber da gibt es schon hohe Schnittmengen auf jeden Fall.
01:09:50: Aber
01:09:50: ihr habt nicht nur spieleabende, nicht nur Konzerte und nicht nur normale Club-Abende?
01:09:54: Ihr habt auch Quiz hier!
01:09:55: Genau, Quiz.
01:09:57: Ja das mache ich immer also Jürgen und mich... Ich
01:09:59: fange mal nach Metalmusik.
01:10:00: Genau,
01:10:01: also dann beantwortet man halt Fragen so zu den neuesten Platten-Releases oder was weiß ich, tatsächlich auch so Tratsch und Klatsch.
01:10:11: Also wer hat jetzt wieder wem Heiratsantrag gemacht in der Mittelszene?
01:10:15: Dann gibt's auch so Hörbeispiele.
01:10:17: also es wird ein Lied angespielt oder Rückwärts gespielt ja um alle Klischees zu bedienen.
01:10:22: Klatte Rückwärt gibt die Kategorie Erkennen das Lied usw.
01:10:28: Was hast du denn sonst noch oder bist du totale Mittel auf?
01:10:31: Ja, also schon weitestgehend Metal.
01:10:34: Aber ich höre auch gerne mal Country nebenher.
01:10:38: Ich finde das ganz witzig aber meistens Metal.
01:10:41: Kannst du so viel mit Olga beschäftigt und bis dahinter deinem Dresen?
01:10:47: Kannst Du so einen Abend überhaupt genießen?
01:10:49: Also tatsächlich nicht.
01:10:51: Wenn ich arbeite hier zum Arbeiten, dann fährt mir das sehr schwer auch bei den ganzen Konzerten.
01:10:56: dann ja der Jürgen kann es sehr gut als der Schwätztan und geht mit den Leuten halt.
01:11:02: also der kann das auch gut.
01:11:04: Ja Ich bin da somit Orga.
01:11:06: Und dass auch das klappt und das haben wir jetzt an das gedacht.
01:11:09: Oh nein Jetzt ist doch noch ein Vegetarier mehr.
01:11:11: dabei Haben wir genug Essen.
01:11:12: irgendwie so Sachen sind dann für mich halt wichtig.
01:11:15: Jetzt müssen wir noch schnell zum Rehwildern was holen.
01:11:18: Das ist sehr, sehr schwer tatsächlich.
01:11:20: Wenn ich zu Arbeit da bin... Aber manchmal bin ich auch als Gast da und dann läuft es.
01:11:25: Also dann sollen die halt machen, die da sind ja?
01:11:28: Und ich komme als Gast.
01:11:29: also da muss man unterscheiden einfach in den Rollen.
01:11:32: Jetzt hatte ich ja auch schon mit Bands zu tun.
01:11:34: Ich bin immer verwundert was das Management für komische Forderungen in die Verträge reinschreibt.
01:11:39: Habt ihr auch schon so seltsame Sachen
01:11:41: drin?
01:11:41: Da stehen immer seltsam mit Sachen drin aber wir sagen gleich von Anfang an dass alles nicht geht ganz einfach.
01:11:46: Ich bespricht das gleich.
01:11:50: Sie wollen ja auch immer eine extra Umkleide, sorry, du kannst bei uns nicht ins Lager stellen und ich darf zwischen den Whiskeyflaschen umziehen, das kann man machen.
01:11:57: Aber separate Umkleider... Bei
01:12:00: Theater ist es normal.
01:12:01: also das hätte ich jetzt schon gedacht dass das irgendwie
01:12:03: möglich ist.
01:12:05: nix da.
01:12:06: Du musst, also wenn du hier spielen möchtest im Kallermusch auch mit... Ja du musst mit den Leuten weil du hast praktisch keinen Rückzugsort als.
01:12:13: manchmal kann es sein dass ich ein Hotel ziemlich nah gebucht habe ja aber manchmal kriegt man halt nichts dann ist das hotel auch nur müssen sie hinfahren also können nicht noch vom gig schnell dahin.
01:12:24: dann sitzen die hier rum halt und müssen halt nicht mit den Fans unterhalten, ja?
01:12:29: Das kann
01:12:30: ja auch schön sein.
01:12:31: Was war denn die größte Überraschung?
01:12:33: Also was hatte ich am meisten überrascht hier seit dem Antritt?
01:12:37: Inwiefern jetzt?
01:12:38: Na ja, was hättest du dir am Anfang ganz anders vor?
01:12:40: Du hast dir wahrscheinlich irgendwelche Vorstellungen.
01:12:42: Jetzt machen wir mal ein Club hier und das wird so und so.
01:12:44: Und was war ganz anderes?
01:12:45: Das Publikum hast du schon gesagt, das Rufabublikum, dass ihr das nicht mit rüberziehen konntet, sondern neues Publikums aufgebaut habt.
01:12:50: Ja
01:12:51: also wie schwierig es ist durch diese Jahreszeiten zu navigieren sag ich mal.
01:12:56: Also du... Es ist sehr volatil.
01:13:00: dieses Geschäft.
01:13:02: Ich sag mal so, ab Mai-Juni ist praktisch bei uns flaute.
01:13:07: Im August haben wir komplett zu, weil sich das gar nicht lohnt.
01:13:10: Also es war natürlich klar dass das schwierig ist ja aber dass es so schwierig ist finde ich erstaunlich und dass du wirklich da dein ganzes Geschäft eigentlich bis Mai unter einem Hut haben musst also von September bis Mai.
01:13:27: Sonst bei Festwissen so gibt es immer Vordergelder.
01:13:29: Gibt's hier die Möglichkeit, dass ihr irgendwie für gefördert oder müsste da irgendwie?
01:13:33: Nein das gibt schon.
01:13:33: also... Es gibt von der Stadt diverse Fördermöglichkeiten, die ich auch schon angefragt habe und da auch schon einiges bekommen hab.
01:13:41: aber man merkt schon wie sehr jetzt gerade im letzten Jahr Die Töpfe zusammen gestrichen worden sind Also vorletztem Jahr oder jetzt.
01:13:48: die letzte Förderung die ausgezahlt wurde auf Jetzt ist Himmelweite Unterschied, also wirklich himmelweit.
01:13:55: Und ich muss das so sagen entspricht in ganz der Weise den Realitäten mit denen wir sie zu tun haben weil... Also ich habe es ja vorher schon angedeutet wie teuer Konzerte einfach sind und dass ist wie ein Tropfen auf dem heißen Stein einfach.
01:14:10: Ja also klar es gibt was aber wird weniger.
01:14:17: Wie
01:14:17: sieht es konzettlich mit dem Konsumverhalten aus oder ausgefallen?
01:14:20: Man hört bei den Clubs ja immer, dass das zurückgeht und nicht mehr so wie wir früher.
01:14:25: Der Waswochenende ist wirklich wichtig!
01:14:28: Ja also kann ich eingeschränkt nur bestätigen... Ich sag mal so, ich glaube die Metal Community ist auch eine sehr treue Community und sie sind halt zu sehr in dieser Musik verwurzelt.
01:14:40: Und weiß ja auch nichts anderes gibt groß.
01:14:42: Ja wo soll man denn hingehen?
01:14:43: Also wenn nicht auf Konzerte natürlich.
01:14:46: Aber jetzt zum Beispiel im Sommer merken wir es halt einfach weil so viel anderes Angebot durch die Open Air Star ist das merkst du dann aber da gehen die Leute halt einfach woanders hin.
01:14:56: Ich mein womensmerkt bei den.
01:15:00: Also es gibt bei uns Tanzpartys und es gibt Trinkparties.
01:15:03: Trinkparty sind tatsächlich die mit den älteren Leuten, ja?
01:15:07: Es interessiert die nicht wie viel Geld sie dafür trinken ausgeben.
01:15:10: Bei den jüngeren merkst du das schon.
01:15:12: also ist vielleicht so der Eintritt kostet schon Geld und dann hier hält man sich dann vielleicht an ein zwei drei Getränke, wie lange man halt da ist je nachdem.
01:15:24: aber dann war's das auch tatsächlich viel.
01:15:27: alkoholfrei wird getrunken bei den Jüngern Aber die kommen halt zum Tanzen.
01:15:31: Also hier ist dann Tanzparty praktisch, aber da wird nicht so wahnsinnig viel getrunken.
01:15:37: Bei euch gab es vor ein paar Monaten eine Änderung im Firmenkonstrukt?
01:15:42: Ich weiß nicht mehr was sagen soll und welche Rolle spielt denn da bei euch das Ehrenamt und auch die Teamarbeit mittlerweile?
01:15:48: Genau also der Versuch auch Leute mehr mit einzubinden einfach weil ja Ich habe das, oder wir haben es von Anfang an gemerkt.
01:15:57: Die Leute sind so froh, dass diesen Laden gibt und sie wollen irgendwie teilhaben.
01:16:01: Das ist so witzig.
01:16:02: also zum Beispiel einmal nur als Anekdötchen ja bin ich weich halt wieder.
01:16:06: Also ich komme immer so wenn wir am zehn aufmachen kommen mich um neun und da stand auch schon wieder einer vom Laden und hat gewartet und uns hat er auch wieder geregnet wie noch was nach.
01:16:15: ich sag du also will ich nicht kurz reinkommen kann ich die ja schon mal reinsetzen weil als brauchst du jetzt nicht eine Stunde hier im Regen stehen dann kam man rein.
01:16:24: dir was helfen?
01:16:26: Ja, du könntest ja schon mal die Möbel hierhin stellen.
01:16:28: Weil wenn das Putz-Team kommt, stellen sie halt alles an Rand.
01:16:31: Kannst du die Møbel hinstellen?
01:16:32: Wollte ich ihm gerade so anfangen zu erklären wie man die Mürbel hinstellt richtig?
01:16:36: Also nee, ich kenn's ja!
01:16:37: Ich bin ja immer da und weiß wie die stehen.
01:16:39: Okay dann viel Spaß mach' mal.
01:16:41: Und hat mir praktisch geholfen meinen Laden aufzumachen und ich hatte war eine halbe Stunde früher fertig als gedacht sozusagen.
01:16:49: Es sind halt immer sowas passiert ständig.
01:16:51: Was weiß ich der hilft Drehkabel nach dem Konzert oder was weiß ich?
01:16:56: Und dann haben wir gedacht, ja wieso nicht das Ganze jetzt in eine Struktur gießen.
01:17:01: Wenn erstens Jürgen und ich total überlastet sind und zweitens halt auch eben Wir gucken müssen wie wir Personalkosten sparen einfach, weil es auch immer weniger Förtergelder gibt.
01:17:10: also irgendwie müssen wir müssen mal gucken Wie wir da zu Rande kommen und dann ist halt eben die Idee mit dem Verein entstanden Und mit einer Road-Crew heißt es dann, also die sind nicht Mitglieder.
01:17:24: Aber sie sind freiwillige Helfer und die kriegen halt so kleine Gurdis wie eine Stempelkarte für Eintritt, ein T-Shirt, solche Geschichten.
01:17:34: Die springen dann mal hier ein und dort ein wenn eben gerade Not am Mann ist.
01:17:40: Also sie heisst Mittel Kultur vor einem schwarzen Kreiler Baden-Württemberg?
01:17:44: Genau.
01:17:45: Erste Vorsitzende zur Jürgen?
01:17:46: Du bist jetzt beide Vorsitzenden.
01:17:49: Kann ich da jetzt auch Mitglied werden?
01:17:51: Nee, erst mal nicht.
01:17:52: Also du kannst erstmal... Du musst dich erst mal in der Road to beweisen, ob du gut schaffen kannst und auch auf die ich verlassen ist.
01:17:58: dann kannst du mitglieden werden.
01:18:00: Es gibt doch eine Metal-Kochgruppe bei euch, gell?
01:18:02: Die Gabs!
01:18:03: Jetzt haben wir umgesucht.
01:18:04: Ne, die Gabs weil wir mussten ja die Caterings immer für die Dings machen für die Bands.
01:18:10: Und ja, find mal ein Catering was du bezahlen kannst von der kleinen Anzahl von Leuten.
01:18:15: Das gibt's quasi nicht.
01:18:16: Ja also das ist unbezahlbar.
01:18:20: und dann haben eben Freunde von mir oder Freundinnen haben gesagt okay sie machen es Sie wechseln sich da ab und haben die Bands gekocht.
01:18:30: Also mal nach vorne blicken wo siehst Du denn den schwarzen Keiler in so fünf oder zehn Jahren?
01:18:34: Oder was wünschst Du dir ganz prinzipiell für die Zukunft der Metal Szene im Kessler?
01:18:42: Ja, also das ist sehr schwierig voraus zu sagen.
01:18:45: Wirklich weil du hast mit so vielen.
01:18:48: ja man sieht es auch an manchen Festivals.
01:18:50: Ja Festivals dieses Jahr lang gibt's plötzlich nicht mehr, aber die können nicht mehr.
01:18:54: Also ich tue mich da ganz schwer etwas vorherzusagen.
01:18:57: Ich meine klar mit dem Verein haben wir jetzt eine Struktur gegründet wo wir vielleicht auch flexibler sind.
01:19:02: Wo wir über Club hinausgehen können und sagen können zum Beispiel machen auch mal sowas Verrücktes wie ein Festival auf dem Berliner Platz zum Beispiel oder wir machen irgendwie andere Veranstaltungen, die jetzt nicht zwangsläufig was mit Keiler an sich zu tun haben.
01:19:20: Aber dass wir auch breiter werden ja das noch breite irgendwie in die Stuttgarter Gesellschaft reintragen können.
01:19:28: Es war noch kurz ein Open Air hier auf dem Berliner Platz.
01:19:31: Haltet ihr damit was zu tun?
01:19:32: Nein,
01:19:32: das war irgendwie ... es war glaube ich Elektro oder so.
01:19:36: Aber ich hab's mit Spannung zur Kenntnis genommen und ich kenn auch den Veranstalter weil mich das interessiert wie man sowas organisiert und wie man da dran kommt auch.
01:19:45: Mit wem muss ich da reden, was kostet's usw.
01:19:47: Also das finde ich spannend.
01:19:49: Ich finde es ganz spannend, dass ihr direkt im Institut Francais seid.
01:19:53: Weil du bist ja Franco-Fiel!
01:19:55: Ja schon, aber das ist nett für mich privat.
01:19:59: Aber wir haben eigentlich nichts damit drin.
01:20:01: War's nicht drin?
01:20:02: Nein tatsächlich nicht.
01:20:03: Super spannend
01:20:04: da geht ein Wechsel an neuer Generalkonsul kommt.
01:20:09: So was haben wir denn noch?
01:20:12: ich glaube Wir sind soweit durch.
01:20:15: Ich drücke den Knopf.
01:20:19: So, wir haben siebenhundert elf Besucherinnen und Besucher.
01:20:22: Der Schwarzen Keiler gefragt was?
01:20:23: weil die unbedingt von Simone Heinold wissen?
01:20:26: Simone wann kommt das Szeneinsiderbuch raus?
01:20:28: Hoffentlich bald!
01:20:29: Also ich habe schon natürlich strukturiert alles Ich hab schon Ideen also was da geschrieben wird usw..
01:20:38: Also ist nicht bloß so eine Spinneridee sondern du das wird kommen.
01:20:41: Nein, nein,
01:20:41: ich habe das fest vor.
01:20:42: ja ich meine ich kann ja schreiben als ich finde es gewohnt sowas geschrieben, was nicht wissenschaftlich war.
01:20:49: Aber mir fällt es generell leicht und ich möchte auch diese Geschichten, die es hier gibt erzählen einfach oder die Charaktere, die das hier gibt erzählt.
01:20:58: Wenn du ein Instrument sein könntest, welches wärst du?
01:21:00: Und warum?
01:21:02: Ich wäre wahrscheinlich ein Schlagzeug.
01:21:04: Das ist so lautisch!
01:21:05: Nee, das nicht.
01:21:06: aber ich finde es ein sehr logisches Instrument und ein sehr kompositionelles Instrument.
01:21:11: also es hat verschiedene Unterparts, die man hervorheben kann oder zurücknehmen kann.
01:21:17: Und ich finde es wie gesagt sehr logisch, sehr kompositionell und das ist so ein Taktgeber.
01:21:22: also es gibt einen Takt vor.
01:21:24: Es ist sprachwissenschaftlich auch interessant.
01:21:26: Das hat Chili Gonzales mal bei den Chess Open gesagt.
01:21:30: Wie kannst du einfach sagen Schlagzeug besser geht's doch nicht?
01:21:33: Also super gewürdet irgendwie.
01:21:35: Ja stimmt!
01:21:36: So welches ist das nächste Tattoo?
01:21:40: Also alle meine Tattoos sind ja Gedichte oder Symbole von Gedichten aus Le Fleur-Dimal, von Baudelaire und ja dann wahrscheinlich wieder etwas was mit einem Gedicht von Boudelaire zu tun hat.
01:21:54: Stringent würde ich sagen!
01:21:56: Wem bist du ewig dankbar?
01:21:58: Ewig ist natürlich ein großes Wort.
01:22:00: Also ewig gibt es jetzt so nicht, ja?
01:22:02: Natürlich bin ich meinen Eltern dankbar dafür dass ich als Kind alles ausprobieren konnte was ich wollte und ich bin auch dem Jürgen dankbar das er so eine verrückte Idee mit mir hier gemacht hat.
01:22:12: aber ewig is natürlich groß.
01:22:14: Ja also der
01:22:15: Jürg ist gerade reingekommen weil wir ein bisschen länger gebraucht haben.
01:22:19: schafft er jetzt schon vor damit heute Abend ihr alles seinen Gang gehen können Wenn du eine Regel für alle Gäste des schwarzen Kailers einführen dürftest, an die sich alle Personen immer halten müssten.
01:22:30: Welche wäre möglichst lustig?
01:22:32: Wer kurz putzt und wenn er nicht mehr putzen kann muss er einen Freund als Champion benennen der für ihn putzt.
01:22:40: Ich finde es auch nur
01:22:41: fair!
01:22:41: Ne, vor allem würde ich gerne das Gesicht von dem Freund ziehen, der benannt wird.
01:22:47: Ja, ist es
01:22:47: wirklich gut.
01:22:48: Ich finde die für dich doch ein... Was ist dir jetzt klar was du vor Corona noch nicht gewusst hast?
01:22:56: Wie wichtig Klopapier ist!
01:22:58: Ne ohne Witz!
01:23:00: Aber auch wie an was wir alles gewohnt sind in unserem Leben also mit einem Wimpernschlag auch wegfallen kann oder was andere Leute vielleicht gar nicht als normal empfinden.
01:23:13: Wie wirst Du im Alter wohnen?
01:23:15: Also ich hätte gerne, und das ist auch jetzt ein Aufruf an meinen Freundeskreis in einem Oldie-WG Haus wohnen.
01:23:22: Ich habe keine Kinder und auch in meinem Freundes Kreis hat fast niemand Kinder.
01:23:26: ja und eigentlich wäre es doch logisch wir machen jetzt irgendeine Anlageform wo wir monatlich etwas einzahlen und kaufen uns dann davon ein geiles Haus was so barrierefrei ist.
01:23:39: Bitte aufruf an Lesamie, bitte meldet euch per PN falls ihr mitmachen wollt.
01:23:47: Ich bin gespannt wer sie meldet.
01:23:49: So Abschlussfrage wenn jemand die Idee hat eine Metal Club zu gründen heute was würdest du diese Person raten?
01:23:56: Ja also es ist nicht so wie es denkt und das ist so viel Arbeit.
01:24:01: wirklich ist es so viel arbeit.
01:24:02: ihr macht euch kein Bild.
01:24:04: ja ihr könnt euch nicht denken.
01:24:06: Große Gedenke machen.
01:24:08: Wir sind durch.
01:24:09: Du bekommst auf jeden Fall deinen Ausweis, du bist jetzt offiziell ein Kesselkind.
01:24:14: Wo darfst in die Tasche neben dir greifen?
01:24:17: Will mal schön drin rein!
01:24:20: Verstehst du das Prinzip genau?
01:24:22: Oh!
01:24:22: Eine Hello Kitty, ein Facebook-Box oder sowas.
01:24:27: Ich bin Fan von Hello Kitty als Kind.
01:24:30: Wenn ich mit meiner Mutter einkaufen war, wir sind niemals an diesem Hello Kitty Stand vorbeigekommen weil ich immer irgendwas da kaufen musste.
01:24:36: also von daher... Ich finde
01:24:38: das Geschenk hat dich gefunden.
01:24:40: in diesem Sinne Simone vielen Dank für die Zeit du dir genommen hast.
01:24:43: Danke dir
01:24:44: und dann
01:24:44: würde ich sagen
01:24:46: Genau wie ihr seid raus Das wars auch schon wieder.
01:24:57: Vielen Dank, dass die zugehört ist.
01:25:00: Und wenn dir die Folge gefallen hat, dann abonnierst du dort auf das Bessensholz-Holster und lasst gerne eine Bewertung da!
01:25:08: Wir freuen uns sehr darauf.
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