Kai Bliesener | Zwischen Bühne und Blutspur

Shownotes

Kai Bliesener ist die perfekte Mischung aus Pressesprecher, Krimiautor und Wortakrobat. Tagsüber arbeitet er im Theaterhaus Stuttgart als Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. In dieser Funktion macht er auf all das aufmerksam, was in T1, T2, T3 und T4 so passiert.

Doch wenn der Arbeitstag endet, wird es kriminell – zumindest auf dem Papier. Dann schreibt Kai Bliesener Geschichten voller Geheimnisse, dunkler Vergangenheit und verdächtig nervöser Figuren. Besonders bekannt ist er für seine Kriminalromane und historischen Thriller, in denen Spannung auf Historie trifft.

Sein Roman „Hotel Silber – Neue Zeit, alte Schuld“ zeigt beispielsweise auf wunderbare Art und Weise, dass Geschichte nicht langweilig sein muss, vor allem dann nicht, wenn irgendwo ein Rätsel, ein Geheimnis oder ein mysteriöser Hinweis lauert.

Zusammengefasst verbindet Kai Bliesener mit seiner Arbeit Kultur, Literatur und Öffentlichkeitsarbeit auf wunderbare und sehr professionelle Weise. Wollt ihr Wissen wir unser Lieblingsbuch heißt? Mord im Kessel!

In RENIS RUBRIK geht es diesmal um das HOTEL SILBER.

Learning der Folge: Kai Bliesener macht inzwischen ziemlich genau das, was er sich als Jugendlicher erträumt hatte: Geschichten finden und erzählen – nicht (nur) als Flucht aus der Wirklichkeit, sondern als gute Art, sie besser zu verstehen.

Transkript anzeigen

00:00:01: Eigentlich war ja mal geplant, dass der Bräuninger dort Neubaut- und Verkaufsfläche hat.

00:00:06: Dann könnten wir heute da keine Ahnung... Ich sage jetzt mal Spitzenunterwäsche in Champagner kaufen aber das wäre eine Entwürdigung dieses Ortes.

00:00:14: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge La Flosé in

00:00:18: Kessel!

00:00:19: Und hier sind für euch Michael

00:00:21: Keilbohrner und Rene

00:00:23: Warnmann.

00:00:30: Heute geht's hoch auf dem Praxaterlins Theaterhaus.

00:00:34: Warst du schon da?

00:00:35: Ja, ich war da schick gekleidet.

00:00:37: Schicke Kleid im Theaterhaus?

00:00:38: Ja natürlich!

00:00:39: Ich dachte Theater muss mal schick sein.

00:00:41: Und was dann?

00:00:42: die Einzige, die im Ballkleid da war?

00:00:45: So ziemlich Der ist ein riesengroßes Angebot oben T-I, T-II und T-III, DIV.

00:00:52: Wir reden mit Kai Blissner.

00:00:53: Er is der Pressesprecher aber er macht auch noch etwas anderes Krimis.

00:00:58: Genau es ist Krimi.

00:00:59: Autor Wahnsinnig spannend, erfolgreiche Bücher schreibt ja.

00:01:03: Ich würde mal einfach sagen, wir hören rein!

00:01:05: Let's do this!

00:01:07: So Samstag jetzt musst du wegen mir extra Schicht machen Kai?

00:01:10: Gar kein Thema.

00:01:11: ich wäre so oder so jetzt heute hochkommen also...

00:01:14: Hoch alles von unten

00:01:15: vom Remstal.

00:01:16: Verstehen wir Schneigradelt?

00:01:17: Nein, nein dafür hat die Zeit nicht gereicht weil ich vorher noch in Bissingen auf der Tech war.

00:01:23: da habe ich noch Fotos machen müssen für ein Buch das auch demnächst erscheint.

00:01:27: Fotomachen mit einem Einkamera Fotograf-MVD sagen wir es.

00:01:31: Nein, eben mit der eigenen Kamera.

00:01:33: Dann bist du mir im Ergebnis zufrieden?

00:01:35: Ich ja!

00:01:35: Schauen wir mal ob da Verlag ist.

00:01:38: Die haben Verlag, die habe ich auch so meine Erfahrungen.

00:01:40: Da muss man das Kleingedruckte schauen.

00:01:42: und wie viel Honorar dann dafür?

00:01:44: nicht für Bildmaterial.

00:01:46: Dafür nichts weil... Geld.

00:01:48: gerne können Sie eigenes Bildmaterial verwenden.

00:01:52: Wunderbar also.

00:01:53: wir fangen mal mit unserem Fragebogen an.

00:01:56: Vor-und Nachname

00:01:58: Kai Bliesen-Error.

00:02:00: Wo bist du geboren?

00:02:01: In Weiblingen im Remstal.

00:02:03: Sternzeichen!

00:02:04: Löwe, durch und durch sagt meine Frau.

00:02:08: Dann wird's stimmen wo wohnst und wo arbeitest Du?

00:02:11: Ich wohne in Weinstadt und arbeite im Theater.

00:02:15: aus Stuttgart.

00:02:16: Weinstein ist ein Kunstbegriff habe ich gelernt.

00:02:18: Weinstedt ist einen Ort der sich aus mehreren Teilortschaften zusammensetzt wie Endersbach Beutelsbach Schneid Strümpfelbach Und so weiter und sofort.

00:02:30: Okay, und welcher Tätigkeit gehst du nach?

00:02:32: Ich bin Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Theaterhaus in Stuttgart.

00:02:36: So das ist der Auftakt.

00:02:38: mehr über dich erfahren wir jetzt von Renate.

00:02:46: Keip Liesner ist die perfekte Mischung aus Pressesprecher, Krimiautor und Wortakropat.

00:02:52: Tagsüber arbeitet er im Theater aus Stuttgard als Leiter.

00:02:57: In dieser Funktion macht er auf all das Aufmerksam, was in

00:03:01: T.A.I.,

00:03:01: T.II.,

00:03:02: T-III und T.IV so passiert.

00:03:05: Doch bevor der Arbeitsalltag beginnt wird es kriminell zumindest auf dem Papier.

00:03:10: Dann schreibt Kai Blisender Geschichten voller Geheimnisse dunkler Vergangenheit und verdächtig nervöser Figuren.

00:03:18: Besonders bekannt ist er für seine Kriminalromane und historischen Bücher in denen Spannung auf Historie trifft.

00:03:24: Sein Roman Hotel Silber neue Zeit, alte Schuld zeigt beispielsweise auf wunderbare Art und Weise das Geschichten nicht langweilig sein muss.

00:03:34: Vor allem dann nicht wenn irgendwo ein Rätsel, ein Geheimnis oder ein mysteriöser Hinweis lauert.

00:03:41: Zusammengefasst verbindet Kai Plisner mit seiner Arbeit Kultur Literatur und Öffentlichkeitsarbeit auf wunderbarere und sehr professionelle Weise.

00:03:51: Wollt ihr wissen wie unser Lieblingsbuch heißt?

00:03:54: Mord im Kessel!

00:03:56: Deins auch

00:03:57: Eisch, eins davon.

00:03:59: Ja du hast ein großes großes Werk was mir auffällt.

00:04:03: eine deiner Protagonistin hat das kürzel JJ und ich kenn auch einen JJ aber der war Fußballspieler in Frankfurt.

00:04:11: Das sagt ja gar nicht so.

00:04:12: JJ Okocha Trippler Wirbelwind in den Neunzigerjahren, das heißt es ging auch dir vorbei.

00:04:19: Also

00:04:19: den Namen habe ich schon gehört.

00:04:21: aber ich muss gestehen Ich bin jetzt zwar Sport interessiert, ich schaue mir Olympiade ein Leichtathletik Schwimmen Bin Eishockey-Fan Schau mir Handballspiele an Aber Fußball ist leider nicht mein Sport.

00:04:34: Weißt du, was ich ja toll finde?

00:04:35: Ihr habt hier im TH eine Sporthalle.

00:04:37: Da geht jedes Mal mein Herz auf.

00:04:40: Kennst du da den Hintergrund?

00:04:41: Wieso die Nei komme?

00:04:42: Ja weil unser Intendent, Werner Schretzmeier ist auch sehr sportbegeistert, Fußball begeistert spielt dort selber auch jeden Dienstag Fußball mit unseren Mitschauerspielern zusammen, mit anderen zusammen wird Dienstags hier gekickt Und die Geschichte dahinter ist die, dass man als Theaterhaus dann hier oben entstanden ist gesagt hat.

00:05:03: Man will Kultur mit Sport verbinden und soweit ich weiß ist das bis heute der einzigste Ort an dem Kultur- und Sport am selben Ort stattfinden können in ganz Europa.

00:05:17: Da habt ihr ein einmaliges Erkennungsmerkmal Ja du bist jetzt seit einigen Jahren hier.

00:05:25: Wie gefällst Du deinem Theaterhaus?

00:05:27: hervorragend, also es ist ein toller Arbeitsplatz natürlich in diesem Gebäude.

00:05:33: Es ist ein historisches Gebäud, in dem das Spaß macht jeden Tag reinzukommen weil es einfach eine ganz tolle einzigartige Atmosphäre hat.

00:05:41: und die Strahltesgebäude, die strahlts Theaterhaus aus für die Beschäftigten aber auch fürs Publikum und das macht das Ganze hier so einzigardig.

00:05:49: und dann natürlich vom Job ist es meine Interessenlage passt, würde ich einfach sagen Ich habe mich ganz normal beworben und wurde dann ausgewählt, aus vielen Dutzend anderen.

00:06:12: Wie sieht der typische Arbeitsalltag aus?

00:06:19: Ich habe bewusst meinen Kaffeekonsum runtergefahren, muss ich zugeben weil ich hatte meine Kollegin die hat mein Gang zur Espresso-Maschine gezählt.

00:06:28: und als sie mir an einem Tag gesagt hat Kai das muss sich ändern.

00:06:31: Du warst halt achtzehnmal an der Espresse Maschine und hast dir einen doppelten Espresser rausgelassen.

00:06:37: Da habe ich gedacht okay das ist wirklich zu viel.

00:06:40: und seitdem bin Konsequent, was der Kaffekonsum anbelangt, trinkt nur einer oder zwei Tassen am Tag und lieber Tee.

00:06:50: Und das tut gut!

00:06:51: So von dem her aber der Gedanke derselbe ist, dahinter ist derselben.

00:06:57: Trinkt Kaffee oder Tee?

00:06:58: Jetzt

00:06:58: habt ihr im Theaterhaus wahnsinnige Produktionen.

00:07:01: der Außenstehende und die Außenstelle denkt dass deine Aufgabe ist von jedem dieser Events die Medien draußen so informieren die Social Media Kanäle zu bespielen und sie sagen hey heute Abend Der Künstler da am Morgen kommt die Künstlerin mit der Berichte drüber und wir wollen viele Karten verkaufen.

00:07:19: Stimmt das?

00:07:21: Das ist schon so ähnlich, also wir haben ja drei Kategorien.

00:07:23: Wir haben zum einen eigene Sachen, die wir produzieren – das ist unser Schauspiel, das ist unsere Tanzgruppe Gotierdance Company, Tanzgruppeterre aus Stuttgart Und natürlich dann Gastspiele.

00:07:38: und wir haben Vermietungen.

00:07:39: Das sind quasi die drei Sachen Eigenproduktionen, Gassspiele und Vermietungen.

00:07:43: Bei Vermietung wird meistens auch die Öffentlichkeitsarbeit von den Anmietenden übernommen.

00:07:52: Bei Gastspielen machen wir viel und bei den Eigenproduktionen sowieso.

00:07:55: Und da läuft im Prinzip genau das, wie du es beschrieben hast.

00:07:57: Natürlich geht es darum die Öffentlichkeit dafür zu interessieren, die Medien dafür zu Interessieren und zu schauen.

00:08:02: Berichten Sie drüber!

00:08:04: Es geht um Anzeigen zu schalten, es geht um zu plakatieren, es ist geht um Videos zu machen, es gibt Social-Media Kanäle zu bespielen und das machen meine Kolleginnen und Kollegen Gemeinsam.

00:08:16: Krieg mir das glaub, finde ich ganz gut gewuppt.

00:08:19: Weil Medienarbeit heute ist nicht einfacher geworden auch im Kulturbereich sowieso weil es ist ja nicht nur so dass die Stadt im Kulturbereich selber spart sondern auch die Medien sparen nicht nur insgesamt sondern besonders einem Kulturbereich leider ein.

00:08:33: Man sieht's leider an den Zeitungen aber auf finde ich beim SWR da ist die Berichterstattung in der Breite über die Kultureinrichtungen und ihr Programm deutlich geringer worden ist.

00:08:42: und das heißt es ist für uns schwerer mit den Veranstaltungen die wir haben durchzudringen.

00:08:48: Jetzt habt ihr aber zum Beispiel auch Bands hier, die haben ja selber Fans, die treu sind, die wissen dann in der Regel wo die Termine sind.

00:08:55: wie wichtig ist denn die Kommunikationsarbeit im Kulturbereich, im Kulturbetrieb?

00:09:00: Ja schon sehr wichtig natürlich!

00:09:02: Natürlich, klar es gibt Fan-Gemeidenden die wissen fast schon vor den Bands wo sie hinkommen um's mal sein Lob zu sagen.

00:09:10: Aber nein man muss natürlich trotzdem schauen dass die Bands bekannt werden.

00:09:14: und weil das Theater ausmacht ist wir haben nicht nur bekannte Sachen sondern bei uns kriegen ja auch junge Künstler oder Nachwuchskünstler Musiker Bands auch ihre Chance aufzutreten.

00:09:26: Und da gilt´s natürlich schon unbekannte Leute auch irgendwie zu versuchen, in die Öffentlichkeit zu spielen.

00:09:32: Und wenn jemand zum ersten Mal auf der Bühne steht ist auch die T-IV mit ihren hundert Plätzen eine Herausforderung, die vollzukriegen.

00:09:40: und genau da liegt unser Job drin.

00:09:41: weil wir ein gutes Programm haben müssen wir das eben auch versuchen zu vermitteln.

00:09:46: Findet deine Arbeit eigentlich ausschließlich im Vorfeld statt oder hast doch nach so einem Event was zu tun?

00:09:53: Das kommt jetzt ganz drauf an, was es für ein Event ist.

00:09:56: Also vieles ist schon sehr im Vorfeld.

00:09:58: dann haben wir ja aber auch unsere Jazz-Tage im Theaterhaus Wir haben Skalers Festival das internationale Tänzfestival.

00:10:06: Da beschränkt sich die Arbeit nicht nur aufs Vorfeld da ist viel im Vorfield Aber auch während des Festivals und da gibt's natürlich eine Nachbereitung mit entsprechenden Trailer also Aftermovies entsprechender Nachbericht der Stattung oder Bilanzpressemitteilungen entsprechend, also von dem her gibt es da schon viel zu tun und das ist auch immer natürlich sehr fordernd.

00:10:29: solche Festivals.

00:10:30: Was ich das Schöne finde bei euch und nicht nur ich, ich weiß aus meinem Freundeskreis was man heute lobend erwähnt dass bei euch eine Tür genau dran steht, wann es beginnt.

00:10:39: Wann pausisch und wanns endet?

00:10:41: Habt ihr da so einen Alleinstellungsmerkmal oder wie seid ihr draufgekommen?

00:10:46: Und vor allem das muss ja akribisch festgelegt werden.

00:10:50: Ich glaube Alleinstllungsmerken haben wir nicht.

00:10:52: Ich stell's schon immer beim Mehr-Kultureinrichtungen fest, dass Sie auch das hinschreiben, wann geht los, wann ist Pause, wie lange ist Pause wenn geht es weiter und wann ist Ende.

00:11:00: Was glaub unser Alleinställungsmerker mal is'?

00:11:04: Das ist die Kreide.

00:11:06: Ja, stimmt!

00:11:07: Weil woanders in anderen Kultureinrichtungen wird es auf Bildschirme projiziert oder sonst irgendwie

00:11:12: und bei uns

00:11:13: wird noch wunderbar mit Kreiden Kunstwerke an die Türen gemalt muss man sagen Die informieren dann ins Publikum, wann ist die Pause?

00:11:23: Und das ist unser Alleinstellungsmarkt.

00:11:25: Das hat Charme und es macht Theateraushalt aus!

00:11:27: Ja und da hat jemand eine sehr läserliche Schrift also ich kann's bis jetzt jedes Mal erziffern.

00:11:33: Aber die Herausforderung weil manche haben auch angefangen und nicht so toll geschrieben aber inzwischen schreiben sie sehr akkurat.

00:11:41: Also du darfst nicht schreiben.

00:11:42: Ah doch

00:11:43: nicht schreiben, aber ja...

00:11:46: Gibt's denn Veranstaltungen auf die du dich jedes Jahr wieder freust?

00:11:50: wo es jedes Jahr erst Bau, jetzt geht's wieder los.

00:11:53: Ihr habt ja wiederkehrende Formate, ihr habt ja auch Gastspiele.

00:11:56: Gibt's irgendwas, wo du dich jedes Jahr sehr drauf freust?

00:12:00: Also ich freue mich zum Beispiel auf Michael Moravec.

00:12:04: der war schon zweimal hier mit dem Konzert.

00:12:07: er war einmal hier mit einem Theaterstück über Georg Elzer wo er die Musik beigesteuert hat.

00:12:13: Und dieses Theaterstück kommt wieder am acht November ins Theaterhaus und wie ich gehört habe, diesmal nicht nur er alleine mit Musik also mit Gitarre sondern mit seiner ganzen Band wird das Theaterstuck den tollen Theaterabend begleiten.

00:12:27: Das ist etwas was ich einfach mag und glaube es wird toll.

00:12:32: dann muss ich sagen freue ich mich eigentlich schon jedes Jahr, wenn es jedes Jahr aufs Neue eine Riesenerausforderung ist.

00:12:39: Auf die Jazz-Tage.

00:12:40: Ich bin kein ausgemachter Jazzfan!

00:12:42: Das würde ich nicht sagen.

00:12:43: Ich komme eher aus der Indirog-Ecke aber... ...ich habe in den Jazz- Tagen, die ich schon mitmachen durfte so viel spannende Musik erlebt und hören dürfen Und mich begeistert einfach dieses Live-Erlebnis Wenn da Musiker auf der Bühne stehen Die ihre Instrumente mit einer Leidenschaft spielen, die sich unweigerlich aufs Publikum überträgt und das ist einfach faszinierend.

00:13:08: Und für mich als Musikfan allgemein wie gesagt jemand der eher aus der Indirog-Ecke kommt, mich begeistert ist und ich freue mich da eigentlich jedes Jahr drauf auch wenn sie mal anstrengend ist!

00:13:19: Ich kann mich auch daran erinnern.

00:13:20: Ich bin jetzt auch ein Jazz-Liebhaber und kein absoluter Camo und es wird einmal am Preis verliehen... Ich weiß niemand weh, aber das war so experimenteller Chester danach.

00:13:31: Das war glaube ich das erste, weil er sich echt überlegt hat bleibe ich hier bis zum Schluss.

00:13:35: Ist ja schon sehr herausfordernd sein!

00:13:37: Absolut,

00:13:38: absolut, aber man entdeckt doch auch wieder ganz tolle Sachen jedes Jahr im Festival neue Sachen und es ist wie bei allem... Manches gefällt einem, manches gefellt einem nicht.

00:13:49: Sehr gut.

00:13:51: Worüber die Kultureinrichtungen oft... Also was ihnen oft Kopfzerfrä- zerbrechen bereitet, ist das junge Publikum zu erreichen?

00:13:59: Wie schafft ihr das?

00:14:00: also ich sehe immer wieder viele junge Gesichter bei euren Produktionen oben.

00:14:04: Wie gelingt euch das?

00:14:06: Also natürlich haben wir wie alle Kulturinstitutionen damit zu kämpfen junges Publikums hierherzukommen.

00:14:11: Das macht zum einen die Form der Kommunikation aus.

00:14:14: wie wird die Leute ansprechen?

00:14:15: da versuchen eben schon viel über den Social Media Kanäle zu machen aber es macht natürlich auch das Programm aus.

00:14:21: und man muss sagen dass junge Publikum mag einfach Comedy Sie mögen Podcasts, Live-Podcasts und über diese Formate oder über Poetry Slam bekommt man das junge Publikum ins Theaterhaus unter anderem.

00:14:36: Und deshalb haben wir solche Sachen auch im Programm und es ist gut weil so lernen sie das Haus kennen und bekommen vielleicht eine Bindung zum Haus oder sind auch bereit sich mal andere Sachen anzuschauen die man sich sonst nicht anschauen würde und werden Stammgäste.

00:14:54: Bist du denn da auch involviert in die Zusammenstellung des Programmes?

00:14:57: Oder gibst du da mal einen Tipp und sagst, oh ich habe da jetzt eine Band oder so.

00:15:00: Oder ist das bei euch klar aufgeteilt?

00:15:02: Nee, das macht bei uns klar.

00:15:03: die Veranstaltungsplanung unter Werner Schretzmeier.

00:15:08: Da bin ich außen vor.

00:15:10: Das ist eigentlich mein Job!

00:15:12: Wir reagieren an Stammpublikum, wir besuchen Besucherinnen auf so ein neue Format.

00:15:16: Der sind die neugierig oder sagen die ach ja schön dass da was ist aber ich gehe doch lieber zu meinem Gott je Dance.

00:15:23: Ach, das kommt drauf an.

00:15:24: Also viele sind schon neugierig und Zukunft und Kultur gehört eben auch Dinge auszuprobieren und zu testen ob sie angenommen werden.

00:15:33: Und es macht aus Theaterhaus wiederum aus dass man auch was wagt.

00:15:38: Manches kommt an, manches kommt nicht an Aber wenn man's nicht wagt dann weiß man's auch nicht.

00:15:44: Das Theater Haus ist hier so ein solitär in der Kulturlandschaft irgendwie drohend oben am Pragsattel.

00:15:52: Vorteil oder Nachteile?

00:15:53: Man hat ja unten die Kulturmeile, da ist alles geballt.

00:15:56: Ihr seid hier oben bei euch, muss man bewusst wollen.

00:15:59: Geht mich irgendwie hin... Da kommt man manchmal auch vor allem als Doppelkennzeichenfahrer vielleicht auch nicht ums Auto rum.

00:16:05: Ja ich wundere jetzt immer wieder dass es ja nicht zum großen Verkehrsklaus kommt.

00:16:09: Ja also das ist zum einen Fluch und Segen hier oben zu sein.

00:16:14: Es ist unser Alleinstellungsmerkmal ein Stück weit und man kommt gezielt hierher.

00:16:18: Das heißt man kommt gern hier her, das macht das Haus auch aus Das sind dann die Veranstaltungen, die die Leute hierherziehen.

00:16:25: Aber wir haben natürlich schon ein klares Parkplatzproblem weil das Theaterhaus sieht Publikum aus der ganzen Region, die teilweise bis Arlen geht.

00:16:36: zum Beispiel an und aus Arlen kommt man vielleicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln her aber nach Ende der Vorstellung wahrscheinlich nicht mehr nach Allen.

00:16:44: Ich kenn jetzt den Fahrplan nicht genau, aber so höre ich es zumindest immer von Publikums.

00:16:50: Das heißt, die kommen mit dem Auto und die Parkplatzsituation hier oben ist natürlich schwierig.

00:16:58: Ihr habt kein eigenes Parkhaus?

00:16:59: Aber ihr dürft das Parkhaus nutzen von der Bank?

00:17:02: Genau!

00:17:02: Aber erst ab achtzehn Uhr.

00:17:04: Ach, erster achtzehnt

00:17:05: Uhr?!

00:17:05: Genau!

00:17:05: Deshalb stiege

00:17:06: ich vor Verkehrsklaus, dass wenn Veranstaltungen früh losgehen, von mir aus neunzehn uhr beginnen dann kommen die Gäste ja... Wenn Sie vorher noch was essen wollen, mit den Theater aus Gastronomie zu gehen ins Colina, unser neues Restaurant hier im Haus.

00:17:25: Und dann gibt es manchmal schon Schlangen vorm Parkhaus die sich rückstarren bis auf die Straße her und das... Da sind wir dann schnell beim Verkehrschaos.

00:17:35: Und natürlich leiden wir oft unterm Verkehr oder auch, muss ich leider sagen, Bahnchaos in Stuttgart weil denn Leute zu spät zu Vorstellungen kommen und so weiter und sofort.

00:17:45: also das ist für uns schon ein Thema.

00:17:48: Ihr habt korrigier mich ihr seid nicht ganz allein weil ihr habt ja seinen paar jahrenden Nachbord drübenes variété wie es nimmt man sich da gegenseitig das publikum weg oder befruchtet man sich.

00:17:59: Das ist so gut in Nachbarschaft.

00:18:01: Wir haben ja, hast wahrscheinlich gesehen beim Herfahren ein gemeinsames Transparenz rausnähen und so weiter.

00:18:07: Nein das ist eine gute Nachbarsschaft.

00:18:09: man trifft sich immer wieder auch mal spricht miteinander und Konkurrenz würde ich sagen.

00:18:17: Kannst noch zwei drei Worte vielleicht zur Geschichte sagen weil ihr wart nicht immer her?

00:18:20: Das Theaterhaus ist damals entwangen geboren worden.

00:18:23: kannst du da so dich deine Historie eingearbeitet?

00:18:25: hast es vielleicht selber damals mitgekriegt?

00:18:28: Ja, ich war noch zu jung.

00:18:29: Aber meine Mutter zum Beispiel war im alten Theater aus dem Wangen immer wieder mal zu Gast.

00:18:34: Ich spätete natürlich auch als ich älter war aber zur Gründungszeit in Vier und Achtzig noch nicht.

00:18:39: da war ich dreizehn.

00:18:41: Da bin ich dann nicht ins Theater oder ins Theater rausgegangen.

00:18:44: Es wurde Vierund Achtzig in Wangen gegründet von Werner Schretzmeyer von Peter Krohmann unter Gudrun Schretze Meyer hat sich dann schnell eigentlich zu so einem Hotspot in Stuttgart entwickelt.

00:18:56: Weißt du, was ganz Neues war?

00:18:57: Dieses socio-kulturelle Zentrum da draußen, wo einfach das Leben topte.

00:19:03: Damals war Stuttgarter noch anders als heute.

00:19:05: Da gab es nicht so viel Leben, Kulturleben in der Stadt und deshalb wurde es Theater aus schnellen Erfolg.

00:19:14: und man hat dann halt irgendwann festgestellt, es wird zu klein und ist ab dem Jahr hier hoch an der Pragsattel gezogen das ehemalige Rheinstahlgebäude genommen.

00:19:27: Das war entkernt damals, hat es dann quasi mit den neuen Hallen bebaut und ist dann hier eingezogen ins Theaterhaus am Pragsattel.

00:19:39: Und zum Beispiel eine Anekdote wenn man hier reinkommt sieht man ja diesen großen roten Container der überm Eingang.

00:19:47: Der hängt mit der Geschichte des Gebäudes zusammen.

00:19:49: Ach spannend!

00:19:50: Weil in diesem Gebäude waren, in den neunzehneunziger Jahren Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien untergebracht in solchen Containern die in der entkernten Halle standen.

00:20:01: also da stand nur die Mauern.

00:20:02: quasi drinnen waren die Container und der Container das Theater der symbolisch für das Theater steht.

00:20:09: er erzählt quasi diese Geschichte.

00:20:12: Wow!

00:20:12: Ja und ansonsten ist es halt.

00:20:15: jetzt haben wir vier Hallen und unser Glashaus in dem auch Firmenveranstaltungen dann stattfinden können.

00:20:23: Wir haben hier unsere ganze Werkstätten, wir haben unsere Ausstattung mit in den Gebräuden und das ist schon ein Ort mit viel Schaum an dem viel passiert.

00:20:34: und das Tolle ist... Hier werden Geschichten gemacht, hier werden Geschichte erzählt, hier wurden Geschichten gebaut quasi ausgestattet und das is faszinierend!

00:20:43: Ich muss sagen, da muss man sich raus aus dem Zentrum wenn man in der City unten wohnt.

00:20:50: Man entscheidet sich bewusst für einen Theater oder ein Kulturabend und dann kommt man in dieses Vorjera.

00:20:55: Ich bin jedes Mal immer noch erschlagen, wenn es sich gerade zu viele Leute die, wenn vier Veranstaltungen parallel beginnen... Man sieht diese hohen Decken oder sowas.

00:21:05: Es ist einfach, also Mäds wahrscheinlich gar nicht besser erfinden können als jetzt mit diesen tollen roten Steinen.

00:21:13: Kann ich nicht widersprechen, würde ich nicht wieder sprechen.

00:21:16: Weil es ist genauso wie du es beschreibst.

00:21:19: Die Kultur verändert sich ein bisschen.

00:21:20: die Stadtgesellschaft, ändert sich... Ich habe mal gedacht, Kultur ist ganz wichtig auch so eine Art Kit für die Gesellschaft.

00:21:27: jetzt bei den Finanzberatungen hat man da nicht unbedingt das Gefühl gehabt.

00:21:31: Es wurde protestiert dagegen aber die Politik war da irgendwie taub.

00:21:35: Ja was für mich unverständlich ist weil Kultur ist eigentlich dass Futter der Gesellschaft.

00:21:42: Es ist ein eckpfeilere Gesellschaft, es formt eine Gesellschaftkultur bietet die Räume, die eine Gesellschaft braucht um Neues zu erlernen, Neues zusehen, um Dinge einordnen zu können weil Kultur hat ja den Auftrag zu widersprechen aufzuzeigen und so weiter.

00:21:57: Und sofort egal ob jetzt Theater, Obtanz oder Literatur genau das macht es ja aus und das ist einfach ja das was eine Gesellschaft ausmacht.

00:22:05: deshalb ist mir unverständlich dass teilweise ein Kultur mehr gespart wird, als es die Haushalte ausmacht.

00:22:13: Also Kultur hat im Durchschnitt drei Prozent der Haushalde macht das aus was gefördert wird.

00:22:17: Es wird aber teilweise bis zu zehn Prozent eingespart an der Kultur.

00:22:21: Das ist völlig unverhältnismäßig und ich glaube damit greift man sich auch das Wasser für die Zukunft ab Weil wenn junge Menschen dann mit weniger oder keiner Kultur aufwachsen Dann fehlen auch diese Lernräume Diese Freiräume Die Kulturschaft um einfach zu sein Zu erleben und Dinge zu erfahren.

00:22:41: Und das schädigt eine Gesellschaft?

00:22:46: Das stimme ich dir absolut zu, was gibt dir denn Hoffnung dass sich das ratbar wieder dreht?

00:22:52: weil gerade mal so den Eindruck ja es wird eher weniger Geld das zu verteilen gibt und nicht mein.

00:22:57: Lobbyarbeit ist wichtig.

00:23:00: Ich glaube ihr seid eher die Künstler die zeigen wollen oder sowas.

00:23:05: Was gibt dir Hoffnungen

00:23:07: Da?

00:23:07: leider war nicht allzu viel.

00:23:09: Ich hatte gehofft, dass man gerade in Stuttgart mit seiner reichen Kulturszene hier besser rechnen kann als der Rest der Republik.

00:23:16: aber der letzte Dezember hat dann leider doch uns eines besseren belehrt.

00:23:21: und die Einschnitte tun weh einem Haus wie unseren im Theaterhaus weil es einfach einige hunderttausend Euro weniger sind.

00:23:29: Aber sie bringen andere Kulturhäuser natürlich auch wirklich in andere Nöte.

00:23:36: Drittmittel zum Beispiel zu akquirieren, muss man ja Eigenmittel nachweisen können und für die brauchen wir die Förderungen teilweise.

00:23:42: Und wenn die Fördernung wegfallen kann man keine eigenen Mittel nachweisen und somit kann man eine Trittmittelakquirieren.

00:23:48: Ja das ist ein tolles Kreislauf.

00:23:49: Genau also es ist fatal was da läuft und wie gesagt ich glaube der Kreppner schaufelt sich sein eigenes Grab.

00:23:57: Wie sieht es denn jetzt unabhängig von dieser aktuellen Situation mit dem Theater aus?

00:24:00: Also was habt ihr für Pläne, gibt's hier große Veränderungen in den nächsten Jahren?

00:24:04: oder wollt ihr einfach an eurem bewährten Programm festhalten und einen großen bunten Blumenstraußanbieten an Veranstaltung.

00:24:13: Unser Programm findet nach wie vor sehr großen, sehr guten Zuspruch.

00:24:18: Wir haben eine tolle Auslastung seit Jahren eigentlich, seit nach Corona.

00:24:23: Wir sind eigentlich wieder auf den Auslastungszahlen von vor Corona fast angekommen was wirklich eine Leistung ist.

00:24:30: wir stellen natürlich fest das Publikum entscheidet sich teilweise kurzfristiger als früher aber darauf kann man sicher auch einstellen wenn man das weiß.

00:24:39: und ansonsten solange unser Programm so ein Zuspruch findet, gibt es natürlich auch jetzt wenig Anlass was zu ändern.

00:24:47: Was jetzt nicht heißt dass wir nichts Neues wagen oder so?

00:24:50: Es wird bei uns immer etwas Neues geben habe ja vorher schon angedeutet zur Kultur und zum Theater ausgehört ist aber neues mal reinzuwerfen neue Dinge auszuprobieren und manches funktioniert manches funktioniert weniger.

00:25:03: Kai jetzt bisher Presse-Sprecher hier vom Haus.

00:25:06: Wir haben jetzt einen jungen Menschen Irgendwie oder die schon mal vom Theater aus gehört hat und sagt Mensch, da gehen meine Eltern hin.

00:25:17: Ich möchte es euch auch mal angucken weil ich will die Welt erleben.

00:25:20: was ist ein so gutes Einstiegs-Event wo man das Theaterhaus erleben kann und wo vielleicht auch das Publikum ausrascht?

00:25:27: Also dann... Meine eigenen Kinder haben es Theater aus auch kennengelernt zum Beispiel mit Veranstaltungen über Mod of X also Live Podcast oder mit Jacker Tobi oder dann auch wirklich mit den Gutierdance Juniors und da sind sie seitdem begeisterte Fans.

00:25:45: Also von dem her, es gibt genügend Sachen wie man die jungen Leute hier begeistert.

00:25:49: also das war jetzt nicht so dass ich Sie hierherziehen musste, sondern die haben dann wirklich Blut geleckt, wie man so schön sagt

00:25:55: Und bei den Gutiers Dance Juniors wenn man ganz viel Glück hat kriegt man danach noch Plakate und Autogramme.

00:26:03: Das war bei meiner Nichte so Da war der Tag gerettet.

00:26:09: Wir haben jetzt viel übers Theaterhaus und über deine Arbeit hier gehört, aber es gibt ja noch eine zweite Seite von dir.

00:26:17: Und um darauf einzustimmen, drücke ich den Knopf.

00:26:22: René Soprec!

00:26:26: Das Hotel Silber in Stuttgart ist ein historisch bedeutender Ort mit einer bewegten Vergangenheit.

00:26:31: Ursprünglich wurde das Gebäude als Hotel genutzt bevor es im zwanzigsten Jahrhundert eine völlig andere Rolle erhielt.

00:26:37: Während der Zeit des Nationalsozialismus diente das Hotel Silber als Sitz der geheimen Staatspolizei für Württemberg und Hohenzollern.

00:26:46: Von hier aus wurden Überwachung, Verfolgung und Unterdrückung organisiert.

00:26:51: Viele Menschen litten unter den Entscheidungen die an diesem Ort getroffen wurden.

00:26:55: Mittlerweile ist das HotelSilber ein Museum- und Lernort.

00:26:59: Besucherinnen und Besucher können dort Ausstellungen über Polizei, Verfolgen und Widerstand besichtigen.

00:27:05: Das Gebäude erinnert an die Opfer der Diktatur und zeigt, wie wichtig Demokratie, Freiheit und Menschenrechte für unsere Gesellschaft sind.

00:27:13: Zusammengefasst ist das Museum Hotel Silber ein bedeutender Erinnerungsort zur Geschichte von Polizei Gestapo und Verfolgung.

00:27:22: Es ist sehr beeindruckend wenn man da reingeht.

00:27:25: Absolut

00:27:26: Warst du schon drin bevor es dann so Gedenkort gewesen ist?

00:27:29: Ne, ich war im Gedenkort und der hat mich sehr beeindruckt.

00:27:33: Und genau das war für mich dann auch der Triggerpunkt von dem... Ich wusste, ich muss über die Geschichte, ich möchte über die Geschichte des Gebäudes, dass was dort passiert ist und die Menschen, die dort vieles erleiden mussten aber natürlich auch über die Täter irgendwas machen.

00:27:50: Man macht es mir gerade noch ein bisschen näher.

00:27:53: Genau.

00:27:56: Bevor wir darauf einsteigen, es war doch damals auch die Diskussion ob es überhaupt einen Gedenkort wird?

00:28:00: Ja.

00:28:01: Es war eine sehr unwürdige Diskussion

00:28:03: also aus meiner Sicht ziemlich unwürdig und ich bin froh dass das so gekommen ist wie es gekommen ist weil eigentlich war ja mal geplant dass du Bräuninger dort Neubaut- und Verkaufsfläche hat.

00:28:12: dann könnten heute keine Ahnung ich sage jetzt mal Spitzenunterwäsche in Champagner kaufen.

00:28:16: aber das wäre eine Entwürdigung dieses Ortes der als Erinnerungsart eine wichtige Funktion in Stuttgart hat.

00:28:24: Ich habe durch mein Buch, aber da kommen wir nachher sicherlich auch noch mal drauf festgestellt dass viele Menschen einfach gar nicht wissen was in Stuttgart in den Kriegstagen passiert ist und was in diesem Gebäude passiert ist.

00:28:35: Und deshalb ist es umso wichtiger das es da ist so wie es da is.

00:28:39: Aber dann lass uns doch gleich auf dein Buch zu sprechen kommen.

00:28:41: wieso hast du diesen Ort als Schauplatz gewählt?

00:28:45: Ja wie gesagt weil ich mir die Ausstellung angeschaut hatte und wusste ich möchte was dazu machen.

00:28:50: ich muss was dazumachen.

00:28:53: Macht man ein Sachbuch draus oder wie kann man die Themen da verpacken?

00:28:58: Und da ich schon den Hintergedanken, den Anspruch hatte vielleicht auch jüngere Menschen für Geschichte und vor allem die Geschichte des Hauses.

00:29:07: zu interessieren, habe ich mich dann doch für einen Roman entschieden.

00:29:11: Für ein Kriminalroman steht auf dem Cover drauf andere sagen es ist ein Roman mit Krimi-Elementen.

00:29:16: Ich bin auch beides stolz.

00:29:18: wenn er spannend unterhält ist das gut und wenn er aber einfach Inhalt transportiert ist es auch wunderbar.

00:29:23: Beides möchte ich nämlich gerne machen Nämlich mit Inhalt spannend unterhalten.

00:29:30: Und da in diesem Gebäude so viel Geschichte und Geschichten drin stecken von Menschen, die dort in den Kellern gefoltert mishandelt ermordet wurden von Tätern, die nach dem Krieg dann teilweise wieder in Funktionen waren.

00:29:50: Und im Hotel Silberjahr diese für mich völlig irre Situation entstanden ist dass teilweise sogar Täter und Opfer in der neuen Kriminalpolizei dem Krieg zusammenarbeiten mussten.

00:30:04: Das geht mir einfach auch gar nicht in der Kopf, wie das funktioniert.

00:30:07: Da sitzt mir jemand am Schreibtisch gegenüber, der mich vielleicht ein paar Monate oder ein Jahr davor mal verhaftet hat, weil er bei der Gestapo war und ich eben nicht... Und jetzt sitzen wir hier im Raum und sollen Verbrechen aufklären, indem er mein Gegenüber vielleicht seine Finger drin hatte.

00:30:23: Hat deren Interesse es aufzuklären?

00:30:25: glaube ich jetzt eher nicht.

00:30:27: Und dieses Spannungsverhältnis, das war einfach das was mich da komplett getriggert hat und mich veranlasst hat, da etwas dazu zu machen.

00:30:35: Kannst du denn im Blatt die Geschichte in wenigen Worten zusammenfassen ohne so viel zu verraten?

00:30:41: Es geht um eine jüdische Familie, die in den letzten Kriegstagen kurz bevor die Franzosen in Stuttgart einmarschiert sind flüchten wollte von der Gestapo verhaftet wurde und ins Hotel Silber kommt die dieser Fall nach dem Krieg auslöst.

00:30:59: Die Ermittlungen werden geführt von meiner Hauptfigur, Paul Kramer ein Ermittler der vor dem Kriegs-Schutzpolizist war dann im Krieg desortiert ist selber auf der Flucht dann vor den Nazis und später in der Kriminalpolizei war mit der Aufklärung dieses Falles betraut wird.

00:31:18: Das ist eine Zeit die hast du nicht persönlich erlebt.

00:31:20: das heißt du hast viel Recherchearbeit vermutlich angestellt.

00:31:24: Wo macht man das?

00:31:25: Wo kriegt man Akteneinsicht?

00:31:27: Also, das Haus der Geschichte hilft natürlich da sehr weit.

00:31:30: Das Hotel Silber insbesondere.

00:31:33: Ich habe zum Beispiel – weil es ist kein Geheimnis, das hab ich auch im ersten Interview schon gesagt – eine Blaupause für mein Buch war der reale Fall der Elze Josenhans.

00:31:44: Das ist quasi in meinem Buch das Vorbild für die Vera Wallner und die Vera Andersrum.

00:31:53: nein, die Elsie Josenhans hat eine Akte.

00:31:58: Jetzt aber nicht die Akte, die im Krieg von ihr angelegt wurde.

00:32:02: Weil die Gestapo war ja so dreist und hat alle Akten im Hotel selber vernichtet in den letzten Kriegstagen.

00:32:07: da gibt es gar keine Akten mehr.

00:32:09: Aber nach dem Krieg wurden ja Ermittlungen aufgenommen.

00:32:13: In meinem Buch dauern die nur wenige Monate.

00:32:15: in der Realität haben sie viele viele Jahre gedauert Und am Anfang wusste ja gar keiner weiß von dem Fall und wollte keiner weiß hören und keiner war's gewesen.

00:32:23: Am Ende war eben schon klar wie ist alles zusammen hingen.

00:32:27: Und diese Akte zum Beispiel, die habe ich vom Hotel Silber bekommen und ich kann so viel sagen wenn man das liest vor allem auch liest wie dann von denjenigen die dabei waren wie die Else Josenhans getötet wurde, wie es geschildert ist da läuft einem kalt den Rücken runter und es zeigt wozu Menschen auch in einer kultivierten Gesellschaft in einer Kultiviert Welt wie man denken sollte fähig sind.

00:32:52: zu größten Grausamkeiten

00:32:54: Muss es werden, nicht auch?

00:32:57: Vielleicht

00:32:57: da noch.

00:32:58: Weil die Frage ging ja weiter.

00:32:59: also das war natürlich nicht alles was ein Akten da war Das waren noch mehrere Akten.

00:33:04: und dann gibt's natürlich noch die Bibliotheken.

00:33:06: Es gibt Stadtarchiv, es gibt die Stuttgarter Zeitung Die mir auch ein paar Sachen zur Verfügung gestellt haben Und so konnte ich quasi mich in die zeit Ein Stück weit reinversetzen.

00:33:14: aber das war auch der Grund das habe Ich auch immer offen gesagt warum ich mich dafür entschieden hab auch meine Figuren weitgehend zu fiktionalisieren und einen Roman zu schreiben, kein Tatsachen-Sachbuch.

00:33:26: Ich bin kein Historiker und ich wollte mich nicht dem aussetzen, dass ich als Nichthistoriker vielleicht irgendwo doch eine falsche Stelle drin hätte und somit ein ganzes Buch unglaubwürdig wird.

00:33:37: Und ich erzähle lieber jetzt eine Geschichte die nachprüfbar ist, die glaubwürdig ist und erzählt sie aber

00:33:43: romanhaft.".

00:33:45: Das war im Prinzip ... die Recherchearbeit, die dahinter steckt.

00:33:48: Die war sehr aufwendig.

00:33:49: das Buch hat gute zwei Jahre gedauert in seiner Entstehungszeit.

00:33:55: Das ist ja ein Thema wo vielleicht doch der eine oder andere in einer Familie was mit zu tun hat oder vielleicht ähnlich gelagerte Fälle.

00:34:02: hast du da solche Rückmeldungen gekriegt?

00:34:05: Oder kam dann nichts bei dir an?

00:34:07: Naja ... In meiner Familie selber.

00:34:11: mein ohgroß Vater war jemand der von der Gestapo abgeholt wurde.

00:34:15: er würde weil er gegen das Regime gewettert hat, von seinem Nachbar damals verraten.

00:34:21: Später war der Nachbar dann CDU-Stadtrat und die Gestapo hat meinen Urgroßvater abgeholt.

00:34:26: Er kam dann drei Monate später mit mehrfach gebrochenem Arm zurück den er den Rest eines Lebens nicht mehr richtig benutzen konnte.

00:34:34: Hat aber nie groß drüber gesprochen.

00:34:37: Das sind aber Aussachen, die da natürlich mitschwingen.

00:34:42: Denn der Rest meiner Familie ist... eher aus dem linken Spektrum, die waren Betriebsräte.

00:34:47: Die waren in der kommunistischen Partei und natürlich auch entsprechend der damaligen Zeit-Unterdruck.

00:34:54: Und das macht natürlich auch was mit einem wenn man über so etwas schreibt.

00:34:58: Deshalb habe ich da auch eine relativ klare Haltung dazu, von der ich auch nicht abrücke.

00:35:02: also ich halt dieses ganze rechtsradikale nationalsozialistische Gedankengut einfach für Gift für unsere Gesellschaft, für Gift.

00:35:11: Wie war noch die Reaktion von der Leserschaft?

00:35:16: wirklich phänomenal gut.

00:35:19: Muss ich so sagen, das hört sich jetzt vielleicht ja es soll keine Angeberei sein sondern es war wirklich... Ich habe ganz viele tolle Rückmeldungen bekommen, viele Rückmeltung von Menschen die das Buch gelesen haben.

00:35:32: gesagt haben eine zum Beispiel ich arbeite seit zehn Jahren neben einem Ministerium.

00:35:36: ich laufe jeden Tag am Hotel Seeber vorbei war noch nie drin hab ihr Buch geleset bin rein und war beeindruckt.

00:35:43: Oder, weil der Fall von Samuel Danziger in meinem Buch auf fictionalisiert eine Rolle spielt.

00:35:49: Haben auch Menschen mich angeschrieben die gesagt haben Mann wir wohnen in der Rheinsbrückstraße zwei drei Häuser weiter als dort wo der Mord geschehen ist.

00:36:00: Wir wussten nichts davon.

00:36:02: Wir wusste nicht, dass dort ein großes Lager verdisplaced Pörsen.

00:36:04: zwar wir wussten nicht, das dort nach dem Krieg jemand erschossen wurde wie Samuel Danziger zu einer Zeit als deutsche Polizisten hier eigentlich noch gar nicht bewaffnet sein durften und so weiter und sofort.

00:36:15: Und dergleichen gibt es viel.

00:36:16: ich habe durch dieses Buch zum Beispiel Lesungen gehabt in Welsheim wo ja auch ein KZ Außenlager war das ganz eng verflochten war mit dem Hotel Silber.

00:36:26: deshalb Die Fortsetzung von Hotel Silber, das Spiel des Lagerwelts haben auch eine größere Rolle zum Beispiel.

00:36:32: Ja und von dem her also es war wirklich toll.

00:36:35: Es macht Spaß bei Lesungen weil danach habe ich in der Regel immer ganz viele Gespräche.

00:36:41: manchmal bin ich noch zwei Stunden oder so nach der Lesung da weil die Leute dann auch ihre Geschichten erzählen wollen Weil sie selber jemanden in der Verwandtschaft hatten In der Familie hatten Der Berührung hatte mit dem Hotel Silberg.

00:36:53: Manche weil Sie wirklich die Erfahrung hatten Täter und selber drüber entsetzt sind.

00:36:58: Und andere, weil sie sagen bei mir war jemand dort in Haft wurde misshandelt usw.

00:37:06: Das ist dann schon toll wenn man mit so einem Buch, mit einem Unterhaltungskrimi sowas auslöst.

00:37:15: Du hast angesprochen gerade es gibt eine Fortsetzung?

00:37:18: War das von Anfang geplant oder hast du das nachdem das Buch fertig war beschlossen?

00:37:22: Mensch da musst ich eigentlich noch ne Fortsetzungen schreiben.

00:37:26: also geplant war dass wir Hotel Silber machen, nur jetzt seid alte Schuld.

00:37:31: Das war mit dem Verlag also abgesprochen und natürlich hatte der Verlag und ich im Hinterkopf wenn es gut läuft dann kann man noch was dranhängen einen zweiten den dritten Brand.

00:37:43: das hotel silber jetzt so einschlägt war nicht absehbar und Es war aber deshalb recht schnell klar.

00:37:52: nach der veröffentlichung vom hotel silberg kam der verlag auf mich zu ob ich eine fortsetzung machen würde Und deshalb habe ich da jetzt die letzten Monate Intensivtrenn gearbeitet.

00:38:03: Dann kommen dann die gleichen Protagonisten wieder vor, das ist eine ganz andere

00:38:07: Geschichte.

00:38:07: Also Hauptfigur wird wieder Paul Kramer sein und Hilde Jäger.

00:38:10: Das werden die beiden Protagonisten auf der guten Seite sein.

00:38:14: zu den Bösen will ich noch nicht all viel verraten aber es ist wieder so dass ich mir reale Fälle vorgenommen habe und die in fiktionalisierter Form erzähle

00:38:25: Wie kommt denn so ein Hauptdarsteller zu Ihrem Namen?

00:38:29: Das muss ja was sein.

00:38:30: Es wird jetzt wahrscheinlich nicht, weiß ich, Rudi Karel oder so sein und jetzt aber wahrscheinlich auch nicht Thomas Müller irgendwie.

00:38:36: also wie geht man davor?

00:38:38: ist das ein Prozess der über mehrere Wochen geht.

00:38:40: Kommt dann das beim Einkauf du schmunzelt schon irgendwie.

00:38:44: Ja weil das eine tolle Frage ist.

00:38:46: Also ich habe jetzt gedacht es wäre die Standartfrage.

00:38:48: Nein, nein,

00:38:49: nein.

00:38:50: Das ist eine schöne Frage.

00:38:52: Also klaren Namen Die denkt man sich aus oder die sucht man, setzt man irgendwie zusammen.

00:38:58: Aber in dem Fall ist es wirklich so dass Paul Kramer den Vornamen meines Großvaters hat und den Nachnamen... ...den Familiennamen meiner Großmutter als sie noch nicht verheiratet war.

00:39:10: Und so setzt ich quasi der Namen zusammen.

00:39:14: Schön!

00:39:15: Dann hast du persönlichen Bezug dazu?

00:39:17: Genau.

00:39:18: Aber lass uns doch mal ganz zum Anfang Gehen.

00:39:23: Wie bist du denn überhaupt zum Schreiben gekommen?

00:39:24: Gab es da schon zur Schulzeit bei dir so ein Fable dafür oder ist das erst spät in dein Leben gekommen?

00:39:29: Ich habe wieder eine gute Frage, oder?

00:39:30: Ja,

00:39:31: schreiben war schon immer da.

00:39:33: eigentlich.

00:39:33: meine Frau hat noch ne Kiste mit Kurzgeschichten und Briefen von mir aus der Schulzeit weil wir waren mal in derselben Klasse Und die dürfen aber nur Postfunk veröffentlicht

00:39:44: haben.

00:39:44: Als der Druckmittel, wie bei Kafka, oder?

00:39:48: Dann wollt ihr glaube ich doch gar nicht das sein Werk veröffentlicht wird.

00:39:51: Genau, genau.

00:39:53: Nee ganz so schlimm ist es nicht.

00:39:54: Aber

00:39:55: dann haben wir Max Brot zu verdanken dass viele Schülergenerationen sich mit seltsamen Büchern auseinander setzen mussten.

00:40:04: Ja

00:40:04: die gar nicht so seltsam sind also schon natürlich seltsamm Kann man durchaus oder muss man eigentlich mal lesen?

00:40:12: Auf jeden Fall.

00:40:13: Und für diejenigen, die nicht gelesen können oder wollen es doch filmen...

00:40:17: Unhörbücher!

00:40:19: Genau.

00:40:19: Gibt's bei dir auch schon Hörbuch?

00:40:20: Ja also Hotel Silber ist als Hörbruch erschienen.

00:40:23: Die Bücher davor Weinberg Tod und Brandweintod sind auch als Hürbuch erhältlich.

00:40:29: Ich gehe davon aus dass Hotel Silbertzwei wieder als Höhrbuch aufgelegt wird.

00:40:32: Also selber eingelebt?

00:40:34: Nein nein Nein, es würde mir Spaß machen.

00:40:37: Ich glaube ich war sagen was so eine schöne Stimme und passende und auch entsprechend Sprechunterricht.

00:40:42: Ja

00:40:42: aber ich habe halt keinen.

00:40:44: ich spreche nicht dialektfrei

00:40:46: Wirklich nicht?

00:40:48: Für mich ist das absolutes Hochdeutsch, dass du rätest.

00:40:51: Nein, es geht auch noch ein bisschen besser aber nicht ganz dialektfrei und deshalb wahrscheinlich für Hörbuch ein Lesende sei denn als Autorenlesung nicht geeignet.

00:41:01: nein ich hatte einen ganz tollen Sprecher fürs Hotel Silber der eigentlich genau darüber gebracht hat wie ich's mir vorgestellt habe.

00:41:08: Den hat er vermutlich der Verlag ausgesucht.

00:41:10: Der verlag aus gesucht.

00:41:11: aber ein Glücksgriff muss ich wirklich sagen.

00:41:14: Also du hast zu Schulzeiten geschrieben, aber nicht publiziert.

00:41:17: Das kam dann erst später?

00:41:18: Ja

00:41:18: das kam später ja.

00:41:20: Schreiben war eigentlich immer mein Beruf weil ich aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit komme und da gehört weißt Du ja schreiben einfach mit dazu Pressemitteilungen dergleichen mehr.

00:41:29: Dann hatte ich eine Zeit bei der IG Metall in.

00:41:31: derzeit haben wir auch einige Bücher veröffentlicht Kroniken über die IG Metall Biografien über Willi Bleicher und Ähnliches an denen ich mitwirken durfte von dem er war schreiben auch da immer allgegenwärtig.

00:41:46: und dann habe ich zwei tausend zwölf mit drei Kollegen zusammen ein Buch geschrieben über Öffentlichkeitsarbeit für NGOs also Non-Profit Organisationen.

00:41:55: Und das hat großen Spaß gemacht, kam auch ganz gut an.

00:42:00: und dann dachte ich mir naja eigentlich könnte ich mal einen Roman schreiben könnte mich dran versuchen weil ich schon immer Romanleser war Und das hat dann aber noch etliche Jahre gedauert, weil alle Versuche waren immer irgendwann in der Sackgasse gelandet oder so zu erfasern, dass ich nicht mehr auch nur ein Fünkchen Ahnung hatte wie ich das alles zusammenbinden soll.

00:42:22: Dann habe ich einen Schreibkurs belegt bei Rainer Wegwert.

00:42:25: Rainer wegwert ist ein Autor, der lebt auf den Filtern oben, schreibt Abenteuerromane, Krimis, Science-Fiction Romane und er hat mich an die Hand genommen und hat mir im Prinzip gesagt, Schreibprozess strukturiere und dann hat es geklappt.

00:42:44: Dann kam irgendwann das erste Buch die Wortenlegende.

00:42:49: Lass uns bei dem Schreibkurs mal kurz bleiben, war das ein Einzelcoaching?

00:42:54: Ja also ich würde jetzt als Laie denken das Erste was er dir sagt ist schreibt hier erstmal auf wo's hingehen soll.

00:43:03: ja genau nicht.

00:43:05: das ist schon der Punkt weil jemand war, jemand bin.

00:43:08: Da kann ich auch bis heute nicht ganz aus meiner Haut raus.

00:43:11: Ich lege dann gern einfach mal los und er hat mir aber schon gesagt...

00:43:15: Du gehst auf abenteuerreisen mit deinem Protagonisten?

00:43:18: Genau!

00:43:20: Der Schreibprozess ist eigentlich schon so dass man sich die Struktur des Buches, die Kapitel aufschreibt, die Prämissen aufschreiben, die Figuren skizziert oder ganze Biografien dazu schreibt recherchiert und dann erst mit dem Schreiben beginnt.

00:43:36: Da wirst du aber eher harte Körnerarbeit, oder?

00:43:39: Ja!

00:43:39: Und du wolltest einen kreativen Prozess, du wollest dich mit... Genau!

00:43:42: Ich kann es vollkommen nach, wer ich ausseue.

00:43:44: Aber

00:43:44: deshalb sage ich, ich könnte auch heute nicht ganz aus meiner Haut rausweißen.

00:43:47: Es ist noch immer so, ich arbeite mit der Struktur, ich schreibe mir die Exposés auf.

00:43:52: Ich schreiber mir die Handlung intensiv auf, ich strukturiere die Kapitel durch.

00:43:56: Aber ... ich weiß, es gibt Autorinnen und Autoren, ... stringend durch, die schreiben das so runter wie sie es geplant haben.

00:44:04: Wenn ich aber am Punkt X bin und stelle fest, Mensch, das ist doch quatscht, dass der jetzt hier an dieser Kreuzung rechts abbiegt!

00:44:11: Der muss doch gerade ausfahren oder links abbiegen... ...und dann lass ich ihn links abbiegen.

00:44:15: Und dann hat er sich aber Einfluss auf den Rest der Handlung, den ich mir ausgedacht habe unter Umständen,... ...oder nicht Unterumständen, sondern sehr wahrscheinlich.

00:44:22: Dann entsteht da eventuell was Neues.

00:44:25: zum Beispiel bei meinem Krimi Weinberg Tod war am Anfang Jemand anders der Täter als der, der es am Ende war.

00:44:34: Das ist aber mal ein großer Eingriff, den du da getätigt hast?

00:44:37: Nee das

00:44:38: war der Lauf der Dinge!

00:44:39: Musstest Du dann zurückgehen und was ändern?

00:44:41: oder hat das eigentlich bis dahin gepasst?

00:44:42: Nein nein nein, das hat bis zum Punkt X gepasst und dann hat's einen anderen Verlauf genommen mit dem anderen Verlaufgamer ein anderes Ende.

00:44:50: Spannend.

00:44:51: Ok dein erstes Buch hast Du gesagt wie findet man an Verlag?

00:44:57: Ich hab... es angeboten einem kleinen Weiblinge-Verlag und der hat eigentlich weiß nicht mehr genau was am selben Tag oder am nächsten Tag gesagt, das ist gut.

00:45:08: Das veröffentlichen wir.

00:45:09: Geht

00:45:10: man da mit dem fertigen Werk hin?

00:45:12: In diesem Fall war's mit dem fertigem Werk.

00:45:14: Das habe ich ihm geschickt oder nicht ganz geschickt, erst mal einen Auszug.

00:45:17: dann hat er gesagt schick mir das Buch ganz.

00:45:19: und dann hat das gelesen und gesagt ja machen wir!

00:45:22: Und bei dem Verlag sind dann noch die beiden Fortschritte erschienen.

00:45:26: Passau schon Krimi oder womit hast du angefangen?

00:45:30: Rainer Wegwert hat mir gelehrt, schreib über das was du auch selber lesen würdest.

00:45:35: und da ich nun mal bekannterweise Krimifan bin aber ganz besonders in meiner Jugend schon Agentenkrimis geliebt habe war der erste Roman ein Agentenkrimi.

00:45:45: Ganz klassisch in Richtung James Bond gehend.

00:45:49: ja in den sechziger Jahren spielen dem Kalten Krieg

00:45:52: Hast du da schon genügend Informationen gehabt durch dein Lebenslauf quasi, weil dich interessiert ist?

00:45:58: Oder wo bist du dann noch hingegangen um die Fakten zu kriegen.

00:46:01: Ich glaube das ist ja als Autorin oder Autor ein Punkt.

00:46:04: man will ja nicht von irgendeinem Neumarkt-Lugen Historiker wiederlegt werden und sagen oh das kann nett sein!

00:46:11: Das gab es damals nur net.

00:46:13: Also zum einen glaube ich dass ich im Recherchieren ganz gut bin, weil das eben auch immer Teil meiner... Tätigkeit war als Preisesprecher einfach auch Dinge recherchieren.

00:46:23: Deshalb fällt mir das relativ leicht, muss ich sagen und ich hatte da auch schon gewisse Vorkenntnisse weil ich eben viele jahre schon Agenten- und Spionage-Romane lese, weil mich der kalte Kriegfre interessiert hat, die insgesamt historisch interessiert bin und da einfach schon viel verschlungen habe, viel angeguckt hab Und deshalb auch Wuste, wo muss ich nachschlagen?

00:46:43: Ja und wenn man mit John Le Carré aufgewachsen ist dann kennt man eben die Welt.

00:46:46: Und mit Frederick Forsythe, da kennt man die Welt in denen solche Geschichten spielen.

00:46:53: Okay, du gibst das Manuskript ab.

00:46:54: Ist da noch mal jemand drüber?

00:46:55: Gab es einen

00:46:59: Lektorat?

00:47:00: oder gibt's bei allen Büchern ein Korrektorat?

00:47:03: und dann gehen Sie...

00:47:05: Aber was sind das für Menschen des Freimees?

00:47:07: Wollen die eigentlich auch mal einschreiben?

00:47:09: haben die eventuell eingeschrieben oder hatten sie immer eine Eins in Deutsch und wissen jede grammatikalische Klippe zu umschiffen?

00:47:17: Kann man die irgendwie so klastern?

00:47:19: Ich

00:47:19: glaube, das ist ganz unterschiedlich.

00:47:20: Da gibt es sicher welche, die sich vielleicht für die besseren Autoren sogar halten aber eben nicht wissen wie wir eine Geschichte erzählen.

00:47:26: Darum geht's ja... ...eine Geschichte zu erzählern und die Geschichte muss ja da sein, die muss ja im Kopf entstehen und so.

00:47:34: Vielleicht haben manche eben das jetzt nicht so wie mir.

00:47:38: Mir fallen ständig irgendwelche Geschichten ein.

00:47:40: also so viel Lebenszeit habe ich mit Sicherheit gar nicht mehr um die alle zu erzählen mir irgendwo meine Tiere als Gedanke.

00:47:47: Und ansonsten sind Lektorate oder Lectorinnen und Lectoren einfach Menschen, die in meinem Fall versuchen wirklich eine hoffentlich gute Geschichte noch besser zu machen.

00:48:02: Ich habe bisher eigentlich alle Lektорate als eher positiv empfunden.

00:48:08: Die machen Vorschläge Sie machen Verbesserungen Machen Korrekturen, finden auch raus wenn irgendwo in der Handlung was falsch läuft oder so und genau das ist richtig und wichtig.

00:48:21: Also ich weiß es gibt Autoren die empfinden's Lektorad als lästig machen das nicht gern.

00:48:27: Ich empfinde sie jetzt eher als Bereicherung weil man sich dann noch mal intensiv mit dem eigenen Stoff auseinandersetzen muss.

00:48:32: Weil ein Lektorschild fragen da stellt er unangenehme Fragen vielleicht Und dann muss man sich halt entweder Damit auseinandersetzen muss argumentieren, warum das so ist.

00:48:44: Hat oft auch die Argumente oder man muss einfach aussagen?

00:48:47: Oder hat er vielleicht recht?

00:48:49: Ja es hat auch viel mit Größe zu tun.

00:48:51: also ich meine wenn Lektor und Lekturin ihre Arbeit richtig macht das hilft ja dem Werk und darum soll sie am Ende gehen ist es am einfachsten wenn jemand da unten sagt, hey Blitzner super gewacht hier so kann was drucken und du bist der toste Schreiber.

00:49:05: Das ist

00:49:05: mir zum Glück noch nie passiert weil das würde mich aussorge machen.

00:49:11: Aber ich hatte mit allen meinen Lektorinnen und Lektoren bisher Glück.

00:49:15: Es war immer eine tolle Zusammenarbeit und am Ende haben wir glaube das Beste rausgeholt

00:49:20: Kai Merlach, ein Unterschriftreifer-Vertrag vor über einen VfB Buch, das ich hätte schreiben dürfen.

00:49:25: Ich habe es nicht unterschrieben.

00:49:26: aus diversen Gründen und einem war ich verwundert, dass mir glaube ich zehn Freiexemplare zugestanden hätten nur.

00:49:33: Hast du mehr gekriegt?

00:49:34: Nein!

00:49:35: Das

00:49:36: ist quasi üblich zehn freie Exemplare.

00:49:39: Wirklich?!

00:49:39: Ich hab dachte, ich bin... ...ich mache die ganze Arbeit und kriege am Ende zehn Bücher.

00:49:44: Okay,

00:49:44: d.h.,

00:49:45: du bist dann auch zum... Zum Witwer oder zum Buchhandeln, Weiblingen deines Vertrauens.

00:49:49: Oder hey ist nicht in Weinstein das noch mein Klassenkamerad?

00:49:53: Tobi Blessing oder so.

00:49:54: Blessings for you girl!

00:49:56: Genau da war ich heute früh und hab

00:49:57: mir ja gefühlt.

00:49:58: Nein

00:49:58: wirklich?!

00:49:59: Das wohne ich keine für hundert Meter weg.

00:50:01: Ach witzig,

00:50:02: es war jetzt okay.

00:50:04: Jetzt bin ich aus dem Konzept gekommen.

00:50:05: Der Tobi blessing hat auch eine meiner ersten Weinberg Todlesungen betreut.

00:50:10: Ach was guckst du klein ist die Welt.

00:50:13: Sein Vater war Pfarrer, Evangelismus in der jüdischen Kirche.

00:50:16: Da war ich mal Kabelhelfer.

00:50:18: Das ist ein Job bei mir, den wir viel falsch machen können.

00:50:20: Allerdings verdient nicht viel aber man kann viel falsch wachen.

00:50:25: Lehrjahre sind keine Herren

00:50:27: Jahre

00:50:27: sag' ich da.

00:50:29: Okay kommen wieder zurück.

00:50:31: Komm zu uns.

00:50:32: das erste Buch.

00:50:34: Ich stelle mir das fantastisch vor wenn des dann da ist.

00:50:36: Hast du die ganzen Container gesehen oder hast du deine zehn Freiexemplare gekriegt?

00:50:41: Ich habe meine zehn Freienxemplaren gekrieg und war froh, dass dann ein paar verkauft wurden.

00:50:48: Kriegt man das dann eigentlich so monatsweise oder einmal im Jahr?

00:50:51: Nein, nein.

00:50:52: Also im Normalfall ist die Abrechnung einmal im Ja.

00:50:56: Also ich muss auch sagen, dass wir auch einen Punkt, warum mich den Vertrag nicht unterschrieben haben weil es ja dubios darin stand wie der Wert nachher ermittelt.

00:51:07: Tipp ein angehende Autorin und Autoren, die acht Seiten gut lesen vor allem das Gleihgedruckte.

00:51:14: Ich

00:51:14: war mich jetzt auch wunderschön.

00:51:15: Einiges übers Zerschretern von Büchern dann am Ende drin ist.

00:51:20: okay ich sehe schon das war.

00:51:22: also ich war sehr verwundert.

00:51:24: Ja aber das sind in der Regel die Standartverträge.

00:51:28: Okay also das erste Buch und das hat da so dein Blut gelegt.

00:51:31: was hast du zu der Zeit gemacht?

00:51:32: Warst du dabei bei der Gewerkschaft?

00:51:34: Nein damals war ich bei Porsche beschäftigt.

00:51:41: Ich war dort auf der Arbeitnehmerseite beschäftigt.

00:51:45: Okay, die guten Seite der Macht!

00:51:49: Kann man so sagen ja?

00:51:52: So okay.

00:51:53: also das erste Werk ist um dann hat Kai Blut geleckt und zweite Buch ist immer das Schwerste wie in der Bundesliga des Zweitejahres schwierigstes nach dem Aufstieg.

00:52:02: Hast du da thematisch dran angeknüpft oder hast du dann einen Riesensprung gemacht?

00:52:06: Nee,

00:52:06: nee war thematische.

00:52:08: Im Prinzip hat der direkt an die erste angeknüpft.

00:52:11: Und war es auch bei deinem gleichen Verlag wieder?

00:52:13: Ja!

00:52:13: Die ersten drei Bücher sind alle beim gleichen Verlag erschienen.

00:52:18: Das Brandattentat war dann der dritte Band mit dem Protagonisten Carl Janssen meinem Geheimagenten und der dritten Band der hatte ein bisschen schon vor quasi von den sechziger Jahren Da ging es um ein fiktives Attentat auf Willi Brandt in Stuttgart, auf dem Schlossplatz und der hat aber das Thema Rechtsradikalismus schon in die Gegenwart transportiert.

00:52:41: Weil da gibt eine zweite Hauptfigur meine Journalistin Emma Berg, die eben in rechtsradikalen Kreisen in der Bundeswehr ermittelt.

00:52:51: Das ist sicherlich auch nicht einfach dort zu ermitteln?

00:52:53: Das glaube ich auch ja!

00:52:56: Du hast ja dann auch das eine oder andere Interview führen dürfen also du wurdest interviewt Spannend dahin gehen vor, weil du ja bislang auf der anderen Seite warst.

00:53:05: Also entweder die Interview geführt hast oder Pressemitteilung rausgeschickt hast.

00:53:10: War es für dich keine Umstellung?

00:53:12: Nee, nicht wirklich.

00:53:13: Weil ich in meiner Funktion als Pressesprecher von der IG Metall oder auch bei Porsche durchaus ab und zu mal in der Situation war, Interviews geben zu müssen, auch Fernsehkameras zu stehen und Statements abzugeben.

00:53:27: Und deshalb war das jetzt kein völliges Neuland für mich.

00:53:29: natürlich ist es was anderes.

00:53:32: eine andere Rolle die man dann hat aber war jetzt nicht völlig neu und hat mich deshalb nicht aus der Bahn geworfen.

00:53:40: Du hast jetzt auch, also du bist nicht nur im Krimi-Segment unterwegs sondern auch Wein.

00:53:47: Ich meine im Remstar kommt man glaube ich ohne Wein, weil ich vorbei.

00:53:51: Du hast einen Weinführer gemacht oder so.

00:53:53: wie kam es zu dem?

00:53:55: Weil ich einfach ... unsere Weinregion sehr schätze muss ich sagen insbesondere Sremstal aber nicht nur Sremstal weil wir auch drum herum natürlich viele schöne Weingüter haben die gute Weine produzieren.

00:54:08: und dann kam eben der Kontaktzustände mit dem Troste-Verlag, die Weinbücher über verschiedene Weinregionen rausbringen.

00:54:16: Ich hatte dann eigentlich im Blick eher einen nur übers Remstal zu schreiben aber der Verlag wollte gerne die Weinregion Württemberg lieber abgedeckt haben und so ist dann quasi Achtzigweinhorte Württmberg entstandenen Weinführer über die Region Württemberg wobei da gibt es natürlich weit mehr als Achtzigweingüter.

00:54:36: Die Leberwerte sind noch okay?

00:54:38: Die sind noch ok, ja.

00:54:40: Aber du wusstest schon die alle testen dann oder... Ja

00:54:43: ich kannte ja viele schon.

00:54:44: Ich kannte viele schon aber habe es eine oder andere natürlich auch neu entdecken dürfen und trinkt auch gern ein Gläschen Wein, aber genuss!

00:54:55: Das auf jeden Fall schreibst Du denn eher morgens- oder nachts.

00:54:58: Ich schreibe sehr viel morgens, ich bin eigentlich eine Nachtäule.

00:55:02: Aber da ich ja einen Job im Theater aus habe der manchmal auch bis in den Abend reingeht hab' ich da ne große Disziplin.

00:55:10: Disziplin ist übrigens ganz wichtig beim Schreiben.

00:55:14: Ich stehe morgens um sechs auf mit meiner Family und sitze in der Regel spätestens ab sieben am Schreibtisch und dann bis zehn oder elf am Vormittag bevor ich ins Theater ausgehe.

00:55:25: Und das ist meine Zeit, in der ich schreibe und recherchiere.

00:55:27: In der ich meine Ideen zu Papier bringen oder auch natürlich Lesungen vorbereiten.

00:55:33: Dies und das und jenes was eben alles so ansteht.

00:55:36: Und dann natürlich da ich jemand bin... Das kriege ich eigentlich nicht mehr raus!

00:55:42: Der immer auf die letzte Drücke arbeitet.

00:55:47: Ist es schon so wenn ein Abgabetermin näher rückt?

00:55:51: Dann sind auch schon mal einige Nachtschichten fällig.

00:55:55: Sei es nur, weil das Minuskript jetzt dann schon ein paar Wochen fertig war und lag aber nochmal durchgelesen werden will einfach... Das ist wichtig!

00:56:02: Weil wenn man was runtergeschrieben hat und legt's dann weg, dann braucht's einfach seine Zeit und dann ändert sich auch vieles noch einmal.

00:56:11: Also man stolpert ja auch den Übersetze oder so wo man denkt, das kann man so nicht formuliert lassen, dass muss man abändern und so Das ist wie guter Wein, der reift einfach.

00:56:22: Und genau deshalb ist da schon immer noch mal die eine oder andere Nachtschicht fällig.

00:56:28: Hast du dich eigentlich auch schon einmal zurückgezogen übers Wochenende auf so ein Häuschen?

00:56:31: Oder eine Hütte oder so?

00:56:32: Oder kommst du damit ganz gut klar dass du deine Zeiten hast und dich dann da akribisch dran hältst?

00:56:40: Da komme ich schon ganz gut damit klar weil wir immer wieder auch mal zum Beispiel in Südtirol sind und da schreibe ich immer ziemlich viel

00:56:52: Werde die andere Wandern.

00:56:54: Ich wande gern mit, ich wande gerne mit.

00:56:57: Aber hast

00:56:58: du denn dann so ein... Also wahrscheinlich heute ist Handy früher ein Block dass du beim Wandern auf dem Gipfel dann irgendwie die Idee hast also jetzt?

00:57:06: Und dann kurz innehaltsack schreiben.

00:57:09: Meine

00:57:09: Family kennt das, die vertreten immer die Augen wenn wir eine Rast machen und ich aus meinem Buch sage dann entweder das Handy oder das Notizbuch rauskramme.

00:57:18: Ich schreibe mir Ideen gerne noch von Hand auf.

00:57:21: Ich nutze gern das Handy alles fein aber Ideen schreiber ich mir gerne von Hand drauf und ich schreipe auch gerne erste Ideen, wenn sie größer werden vom Handauf weil es löst andere Gedanken aus.

00:57:32: wie wenig ist einfach in der Computertippe zumindest bei mir.

00:57:35: Das mag jeder individuell machen, aber bei mir ist es so.

00:57:39: Und meine Familie, die schmunzelt halt immer.

00:57:42: Sobald wir Rast machen, schreibe ich mir irgendwas auf.

00:57:45: Brauchst du absolute Ruhe dabei?

00:57:47: oder läuft da also leicht?

00:57:48: Klaviermusik im Hintergrund.

00:57:49: Kommt

00:57:50: drauf an was ich schreibe, Klavier Musik läuft definitiv nicht

00:57:53: im Hintergrund.

00:57:54: Das

00:57:54: ist eine Cure.

00:57:55: Zum

00:57:55: Beispiel!

00:57:56: Hattet

00:57:56: ihr die Sisters of Mercy?

00:57:58: Auch

00:57:58: möglich.

00:57:59: oder NadaSurf oder Def Cap for Cutie oder

00:58:03: irgendwas...

00:58:04: Nein das kommt darauf an was Ich schrei be und in welcher Phase ich bin.

00:58:08: wenn es jetzt mal darum geht Ideen aufzuschreiben Wenn's drum geht zu recherchieren oder so dann läuft schon Musik.

00:58:16: Wenn ich aber am reinen schreiben bin, dann ist schon eher Konzentration angesagt.

00:58:23: Im Bunde gesagt dass die DJ ist.

00:58:25: es glaube ich also deine Protagonistin?

00:58:27: Dass die ein Musikgeschmack hat der deinem äh ädeln könnte.

00:58:31: Er

00:58:31: sagt so was!

00:58:33: Das hat mir einen Völklein zugezwitscht.

00:58:36: Ja da ist etwas dran.

00:58:38: Aber es ist da nicht auch sowieso einfacher.

00:58:41: Also ich stelle es mir einfach vor, dass du Dinge selber erlebt hast oder die in Bezug dazu hast, die irgendwie fiktional reinzuschreiben als jetzt was von mir aus... Was nehme ich in Vietnam?

00:58:52: Irgendwie was da Hotshimin-Pfad?

00:58:54: Oder

00:58:56: quasi

00:58:56: gar noch nie warst!

00:58:58: Ja das ist natürlich schon einfacher auch, die Protagonisten dann mit ein paar Charakterzügen auszustatten, die mir bekannt sind weil ich selber so wäre oder so.

00:59:08: Aber eigentlich ist es doch auch spannender, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die eben dem Konträr sind, die man so nicht machen kann.

00:59:16: Ja aber da machst du natürlich eventuell angreifbar, dann musst du gut recherchieren?

00:59:22: Natürlich!

00:59:22: Aber das macht ja Spaß.

00:59:25: Ich glaube es schreibt mehr Spaß machen... Und ich werde zwar wie du, ich würde mir nicht den Blatt davor aufschreiben.

00:59:30: Ich würde mich auf die Reise begeben und so noch dann auf Seite Hundertzwanzig sagen okay, ich fange glaubt nochmal an.

00:59:36: Es wird kein Gremie!

00:59:37: Es gibt

00:59:37: auch Autoren, die halten das durch.

00:59:39: also sie brauchen keine Exposé.

00:59:41: Wirklich?

00:59:41: Keine Kapitelstruktur sondern die fangen an und schreiben und schaffen das.

00:59:48: Da bin ich jetzt zu... keine Ahnung.

00:59:50: Welche Figur hat ihr denn bis jetzt am meisten Spaß gemacht?

00:59:53: JJ Schwarz und Paul Kramer.

00:59:56: Und da hast du dann so zwei Dienervierseiten, wo du die beschreibst.

00:59:59: Also die trinkt morgens immer ihre Cola Zero

01:00:03: und so?

01:00:04: Genau!

01:00:05: Und Atemzieren weiß Wein.

01:00:07: Sehr schön aus dem Remstein natürlich.

01:00:10: Wie wichtig ist für Krimis Humor?

01:00:15: Viele sagen es ist wichtig.

01:00:17: ich mag sehr gern Ernst & Düster also von dem her wenn denn eine leichte Prise aber die würde ich nicht mal als Humor sondern Ja, vielleicht, dass man mal eine leichte Passage zum Schmunzeln einstreut oder so.

01:00:32: Was zu selbstdetektivische Fähigkeiten?

01:00:35: Würde ich jetzt nicht behaupten!

01:00:37: Man hat ja den Eindruck, auch wenn man so das deutsche Fernsehprogramm anguckt, nirgendwo wird Sophie gestorben wie ein deutschen Fernseher.

01:00:44: Kannst du das irgendwie erklären?

01:00:46: Warum wir Deutschen da so'n Bitz?

01:00:48: Also ich kann mir als Kind auch... Das hat wahrscheinlich jeder in unserem Alter erlebt, dies Akten sein.

01:00:52: xx, ich konnte nicht schlafen, macht's ja mal heimlich geguckt irgendwie und dann immer dieser lustige Satz noch erntge- Noch ein Kai Blössner, nichts.

01:01:00: Ja was heißt das?

01:01:01: Eine Ahne.

01:01:01: auch heute Abend werde ich ermordet oder...

01:01:04: Ja also ich glaube der Krimi erfährt schon einen einzigartigen Boom in Deutschland und zwar nicht nur kriminal-romane Kriminalfilme sondern auch die ganzen True Crime Geschichten, die Fotkarten alles von dem ja es besteht eine Interesse an Mord und Totschlag.

01:01:21: Wie wird es deinen Schreibstil selber beschreiben?

01:01:24: Boah das ist schwierig.

01:01:31: Also, da muss ich jetzt echt nachdenken.

01:01:32: Wie würde ich den beschreiben?

01:01:35: Ich habe glaube im Hotel Silber zum Beispiel versucht eher Nüchtern zu schreiben aber nicht emotionslos und trotzdem aber nüchtern.

01:01:44: Ich hab dort versucht Kreueltaten zu beschreiben ohne sie direkt mit der Kamera drauf zu halten und jedes Detail zu beschreiben, was ja viele Autoren machen.

01:01:54: Bin ich gar kein großer Freund von so... Ich finde subtile Spannung dann besser hat es da eher mit Alfred Hitchcock Suspens.

01:02:03: Man muss zumindest bei meinem Hirn funktioniert das wenn ich irgendwo lese dass mit einem mit einer Eisenstange jemand auf den Kopf geschlagen wird?

01:02:12: Dann brauche ich nicht jedes Detall was diese Eisen stange denn mit dem Kopf macht sondern mir reicht dieser Satz Eisenstange Kopf, dann läuft bei mir die Fantasie und ich weiß was passiert.

01:02:23: Nehmen wir mal an du hast eine Geschichte, du hast ne Idee?

01:02:26: Du hast den Plot so grob skizziert.

01:02:29: fängst du dann chronologisch anschreibst du das Ende zuerst oder wie ist der... Was kommt als erstes zur Papier?

01:02:36: Also ich mach's nicht wie John Irving, der ja immer das Ende zuerst schreibt.

01:02:39: Der dachte

01:02:41: ich auch gerade dran.

01:02:41: Sondern nee ich arbeite schon chronologische mich ab.

01:02:45: Aber wie gesagt?

01:02:46: Der letzte Satz ist dann... Ja,

01:02:48: der letzte Satze ist der letzte.

01:02:49: Sie

01:02:50: schaute in den Wind, zog noch einmal eine Zigarette.

01:02:53: Genau!

01:02:53: Was wird aus Manfred?

01:02:56: So, woher weißt du

01:02:58: das?

01:02:58: Das

01:02:59: ist der

01:02:59: nächste E-Satze.

01:03:00: Du wirst so weit den Kontakt vor deinem Schreibtrainer aus von den Feldern geben.

01:03:07: Lesung würde ich gerne mit dir noch... also wir nehmen jetzt hier im Mai auf, wir strahlen danach aus.

01:03:13: Dann wirst du schon gelesen haben.

01:03:15: oder ist es überhaupt eine Lesung bei den Westside Stories?

01:03:17: Das finde ich ein ganz spannendes Format im Theater der Altstadt draußen.

01:03:22: Das wird so ne Mischung sein und da wird's ein paar Passagen geben aus meinen Krimis und ich werde dazu aber natürlich was erzählen über die Geschichte des Kriminalromans oder des Krimiens überhaupt.

01:03:33: Wo kommt er her?

01:03:34: Was war der erste Krimiviese entstanden?

01:03:36: Warum faszinieren Krimie so... Wie sind die Unterschiede auch zwischen Nordignoar und Cozycrime?

01:03:41: Und was es da eben alles so gibt.

01:03:44: Warum haben zum Beispiel Urlaubskrimis gerade so einen Zulauf usw.

01:03:48: und sofort oder Regionalkrimi's?

01:03:51: Und dann muss ich natürlich aus meinem Herz her kein Mördergruppen machen, nicht alles finde ich gut, was da auf dem Markt ist.

01:03:57: also da muss man schon sagen ja bei Menschen kann man Fragezeichen dahintermachen

01:04:04: Du bist ja quasi auch dein eigener Pressesprecher, gehst du dann auf die Locations zu oder kommen da Anfragen?

01:04:10: Wie kommt so eine Lesung zustande.

01:04:12: Also Anfangs war es natürlich schon so dass ich selber auch akquiriert oder versucht habe zu akquirieren.

01:04:19: Seit Hotel Silber ist es wirklich so das ich eigentlich nahezu wöchentlich Anfragen bekomme von Locations, die mich denn buchen wollen für eine Lesungen und für eine Veranstaltung.

01:04:33: Super, genial.

01:04:34: Macht riesig Spaß!

01:04:36: Das glaube ich auf jeden Fall.

01:04:38: und liest du dann nur ein Buch vor?

01:04:49: Nein, also ich finde wenn da Menschen kommen die in der Regel ja für eine Veranstaltung irgendwas.

01:04:56: Ich sage jetzt mal zwischen fünfzehn und zwanzig Euro ein Eintritt zahlen je nachdem was es für ne Veranstaltung ist.

01:05:01: Was sie alles geboten kriegen dann sollen sie auch etwas gebotenkriegen.

01:05:05: zum einen gehört für mich dazu dass sie natürlich Passagen aus dem Buch hören Passagen, die ich aber auswähle.

01:05:13: Das ist auch fast nicht immer das Gleiche sondern jedes Publikum jeder Veranstaltungsort hat ja vielleicht einen anderen Anspruch.

01:05:20: wenn ich an der Schule lese such' ich andere Passagen raus oder schreibe vielleicht sogar für die Lesung noch Kleinigkeiten um weil manche Schülerinnen und Schüler sie noch jung und dann muss ich mir ja überlegen, will ich ja keine Triggerpunkte setzen oder so.

01:05:35: Deshalb passe ich da meine Texte unter Umständen an.

01:05:39: wenn ich im Hotel Silber lese kann nicht anders lesen wie wenn ich was weiß ich irgendwo anders bin in einer keine Ahnung evangelischen Bildungsstätte vielleicht oder so suche ich vielleicht andere Passagen raus.

01:05:53: einfach das schaue ich.

01:05:54: dass es aufs Publikum passt erzähle ich natürlich immer was zur Entstehungsgeschichte, zum Buch zu den Figuren und zu den Hintergründen beantwortet danach in der Regel Fragen.

01:06:06: Was ich sehr gerne mag sind musikalisch begleitete Lesungen.

01:06:10: jetzt nicht um abzulenken vom lesen sondern beim Hotel Silber hat mich zb vielfach Michael Moravec begleitet mit seiner Gitarre.

01:06:19: er hat Lieder gespielt die er für ein Theaterstück über Georg Elzer komponiert hatte und hat jetzt sogar für eine Theaterfassung von Hotel Silber eigene Lieder fürs Hotel Silbergomponiert.

01:06:30: Die hat er letzte Woche als wir gemeinsam aufgetreten sind zum ersten Mal auch mitgespielt, das ist einfach nur mein emotionaler Verstärker.

01:06:38: Zum einen ein ruhig Punkt fürs Publikum weil Hotel Silbert ist ja kein leichtes Buch sondern es behandelt schwere Dinge dort geschehen schreckliche Dinge in dem Buch oder werden angedeutet.

01:06:52: Durch die Musik kann man dann kurz verharren und ist trotzdem emotional gepackt.

01:06:57: Also da gibt es immer tolle Rückmeldungen, dass die Kombination hervorragend funktioniert.

01:07:04: Und für das Hotel Silber II, das am siebten Oktober dann Premiere haben wird im Hotel Silberselber als Lesung, wird auch eine entsprechende... Rahmen geben.

01:07:16: Also das wird auch nicht nur eine trockene Lesung, eine trockenen Buchvorstellung werden sondern da lasse ich mir schon was einfallen.

01:07:22: Ist es schon fertig geschrieben?

01:07:24: Das Hotel Silber ist fertig geschrieben.

01:07:25: wir sind gerade im Lektorat.

01:07:27: Seit jetzt sind gerade die Unartgedämpfragen.

01:07:30: Genau

01:07:31: genau!

01:07:32: Nein dann bin ich grad in der Überarbeitung und im Austausch mit dem Lektors.

01:07:38: Was kommt dann noch nach?

01:07:39: Woran arbeiten Sie denn?

01:07:41: Ich habe schon einen Buch fertig dass noch vorm Hotel Silberg erscheint.

01:07:45: biografische Skizze über Trudy Ederle.

01:07:48: Trudie Ederles ist eigentlich in New York geboren, aber ihre Familie stammt von Bissingen auf der Tech und sie war die erste Frau...

01:07:56: Wo du heute Morgen warst?

01:07:58: Genau wo ich heute morgen war um noch ein paar Bilder zu schießen von dem kleinen Feuerwehrteich indem Sie schwimmen gelernt hat einige Jahre bevor sie dann als Erste Frau der Welt den Ärmelkanal durchschwommen hat im August nineteenhundertzechstenzwanzig.

01:08:14: Das ist ein Thema, wo ich jetzt nicht draufgekommen wäre.

01:08:19: Wie bist du auf die Frau aufmerksam geworden?

01:08:23: Also ich habe die Geschichte das erste Mal mitbekommen durch einen Film, durch den Hollywood-Film und hab mich dann ein bisschen damit befasst.

01:08:31: und dann hatte ich Kontakt mit einem acht Grad Verlag der das Buch herausbringt und die hatten Interesse daran da sich die Geschichte zum hundertsten mal jährt eine kleine biografisches geht sie dazu zu verfassen.

01:08:44: Wer legt den Preis für so ein Buch fest, was ein Buch nach einem Handel kostet?

01:08:47: Der Verlag.

01:08:48: Einseitig der Verlag!

01:08:50: Und wo bist du so angesiedelt mit deinen Büchern?

01:08:54: Das kommt ja aufs Format drauf einer Partcover, Softcover und so weiter und so fort.

01:08:58: also bisher waren es Taschenbücher die irgendwo so dreizehn, vierzehn, fünfzehn Euro immer kosteten.

01:09:04: Du sagst, du hast da noch mal schöne Weihnachtsgeschenke oder so.

01:09:07: Oder verschängst du dich dein eigenes Welt?

01:09:09: Nein!

01:09:09: Das ist

01:09:10: zu narcissistisch.

01:09:11: Nein, das

01:09:12: verschenke ich meine eigenen Bücher nicht.

01:09:13: und zweitens bin ich kein Weihnachtsfan.

01:09:16: Hast du selber einen Lieblingsautor drin?

01:09:19: Oh, gar viele... Gar viele...

01:09:22: Wir haben ein Regionalen hier im Großraum Felbach.

01:09:26: Im Großraum felbach.

01:09:28: Der spielt dir deinen... Deine Che-Che.

01:09:34: Ich finde ganz gut die Sachen, die der Oliver Kern immer wieder schreibt.

01:09:38: Andreas Eschbach stammt ja von hier aus der Gegend auch wenn er nicht mehr hier lebt.

01:09:44: Macht tolle Bücher.

01:09:47: Das ist jetzt eine schwierige Frage.

01:09:49: Alles reicht doch jetzt!

01:09:51: Warum nicht überremmen?

01:09:52: Ich würde lieber noch gern wissen von dir... Wenn jetzt jemand auch schon wie du diesen Traum lange hatte und sich eigentlich getraut hat was wäre dann so der erste Schritt Thema machen können als Hobbyautorin oder Hobbyauto

01:10:05: Die Geschichte aufschreiben und vor allem nicht aufgegebenlich verzagen.

01:10:10: Es gibt Leute, die auch Dichter fragen und sagen, kannst du mal reinlesen?

01:10:14: Könnte das hier was werden?

01:10:18: Und sagst du dann, du nette aber du hast vielleicht andere Talente oder sagst so wie ich gesagt, wow stark hätte ich nicht besser gekonnt.

01:10:26: Also ich bin jemand, der da schwer Nein sagen kann.

01:10:29: Aber da sage ich in der Regel Nein weil das glaube ich... Dafür sind Lektoren da um zu erkennen was ist eine tolle Geschichte?

01:10:36: Also vielleicht würde ich es auch erkennen aber das ist nicht meine Kompetenz.

01:10:40: und zum zweiten fehlt mir dann einfach die Zeit.

01:10:42: beziehungsweise müsste ich dir woanders abknappern und ich habe keinen Verlag oder so kein eigenen.

01:10:48: also von dem her eher nein.

01:10:51: wenn ich Schreibkurse geben würde oder so dann wäre das etwas anderes.

01:10:54: Das

01:10:55: werde noch was.

01:10:56: Nein.

01:10:58: Kai, weißt du was ich jetzt mache?

01:10:59: Ich drück den Knopf.

01:11:00: Das

01:11:01: kässt okay aus!

01:11:04: So Endsport über Kai.

01:11:05: wir haben siebenhundert Elf Krimi Liebhaberinnen und Krimiliebhabern gefragt.

01:11:08: Was wollt ihr unbedingt von Kai Blisner wissen?

01:11:11: Frage eins Wenn dein Leben ein Krimim wäre wie würde der Titel lauten?

01:11:15: Poa schwierige Frage Entweder der Mann mit den dunklen Geschichten weil ich ja gern dunkle Geschichte mag.

01:11:24: Zwischen Bühne und Blutspur oder ganz einfach abgeleitet von meinem Weintag Todkrimi.

01:11:29: Machen wir doch Wein, Worttodd raus.

01:11:32: Sehr gut!

01:11:33: Ich habe gehört deutsche Verlage lieben kurze Titel.

01:11:35: also ein Worttitl Ja?

01:11:41: Einwartitel

01:11:43: Ne ne muss jetzt nicht denken das war jetzt nur so.

01:11:45: eine Anmerkung

01:11:45: Sonst machen wir Abgang draus.

01:11:48: Was machst du Sonntags um zwanzig auf fünfzehn?

01:11:51: Nicht dass was du wahrscheinlich vermutest nämlich Eher selten tatert gucken heutzutage.

01:11:56: Es gab lange Jahre, Jahrzehnte.

01:11:58: da habe ich kein einzigen Tatort verseulich.

01:12:00: aber ich bin inzwischen ein bisschen davon abgekommen.

01:12:02: Ich bin eher so dass ich dann Sonntagsserien anschaue.

01:12:06: was weiß ich die toten frau oder den montagskrimi?

01:12:09: empfinde ich etwas besseres solo für weiß oder ähnliches als den Tatort.

01:12:12: Du hast wahrscheinlich mit dem Tatort gerechnet?

01:12:14: Ich wollte einfach wissen, ob du das anguckst.

01:12:16: Also ich bin jetzt auch kein großer Tatort-Fan.

01:12:18: Ich habe jetzt noch nicht den Münchner Tatort in das Ende... Den

01:12:20: hab' ich natürlich auch angeguckt und früher bin ich mit Schimanski groß geworden.

01:12:24: Das war keine Großzeit!

01:12:27: Aber

01:12:27: damals gab es doch eine Beenzle.

01:12:29: Nicht alles war besser für mich.

01:12:30: Nein, das stimmt allerdings.

01:12:33: Nenne das kurilste Mordwerkzeug dass die jemals im Krimis begegnet ist.

01:12:39: Ich würde sagen, das war die Druckkammer bei Jussi Adler-Olsen in der Barmen.

01:12:47: Ja, das fand ich schon sehr besonders weil es ein bisschen rausgestochen hat aus so anderen ... ja und aber schon ein hartes ...

01:12:59: Ich würd auch sagen also dass sich das vorzustellen, hoffen wir mal dass es schnell ging!

01:13:06: Hattest du früher nie Angst, jetzt kommt die Lokalfrage?

01:13:08: Hattetst du oder die historische Frage?

01:13:10: Du bist Chef, sie ist ja mit der Historie.

01:13:12: Hatte es so früher nie angst, die Treppe im Maxim runter zu porzeln?

01:13:15: Nein!

01:13:16: Warum?!

01:13:17: Also, das Maxim war eine Disco wie das damals.

01:13:20: Ja aber vielleicht die junge Hörerin und der junge Höhrer nicht.

01:13:24: Gegenüber von der Schwarz-Weiß-Bar müsste das sein am Hengersplatz Und ich... Es war glaube ich einer der ersten Etablismausen in dem Ich war ... extrem lange Treppe war.

01:13:35: Also ich glaube, ich hatte auch Angst dass ich da irgendwann mal runterpollte und dann war es ja wirklich ein dunkles Loch und... Absolut!

01:13:43: Und oben hingen glaubst du so Vorhänge waren oder Stoffbahnen zumindest?

01:13:48: Ne, hatte ich aber keine Angst und von oben hat man einfach besser auf die Tanzfläche und auch auf die Bühne gesehen wenn eine Band gespielt hat.

01:13:54: Da hat

01:13:54: man dich öfters erlebt.

01:13:56: Ja, da ich eben mit Punk und Indie Musik groß geworden bin, sozialisiert worden bin, war das eben der Ort Damals.

01:14:03: und späters Odeon.

01:14:04: The

01:14:04: place to be!

01:14:05: Welches ist die beste Folge der drei Fragezeichen?

01:14:09: Das ist eine gute Sache, ich habe die drei Frage Zeichen als Kind immer viel gelesen, da natürlich lange Jahre nicht mehr und hab jetzt wieder ein Buch gelesen drei Frage-Zeichen und zwar von Andreas Eschbach Die Auferstehung.

01:14:22: Der hat nämlich die drei Fragezeichen Geschichte in den Gegenwart verlegt und die drei Jungs sind erwachsen

01:14:27: und

01:14:28: fand ich spannend.

01:14:31: Ich muss sagen, ich habe an Weihnachten immer noch nicht das gehört.

01:14:33: Ich glaube als Spotify und es gibt mittlerweile Warnungen davor weil da Begriffe verwendet werden die man heute nicht mehr verwendet.

01:14:40: also man hat ja nicht die Mühe gemacht neu einzusprechen sondern man macht einfach einen Warnhinweis am Anfang hin.

01:14:46: Okay Es heißt dass du zur Schulzeit montags nach der Schulextree... Das nochmal!

01:14:51: Es heißt, dass du es zu Schulzeiten montags Nach der Schule extrem eilig hattest die Straßenbahn zu erwischen.

01:14:57: wieso war das so?

01:14:58: Da hast du aber gut recherchiert.

01:15:01: Montags liefen zu meiner Jugendzeit immer im damaligen Kinosenter in Stuttgart, in der Marienstraße war er.

01:15:07: Den gibt's heute nicht mehr James Bond Filme.

01:15:10: Immer am Mittag zum vierzehn Uhr.

01:15:11: das heißt obwohl ich spät geboren bin und da musste ich immer da sein.

01:15:16: Das heißt ich habe wirklich jeden James Bond Film den es gibt im Kino gesehen und da bin ich stolz drauf!

01:15:24: Und jeden Bondfilm mehrmals im Kinos.

01:15:27: Ich hoffe auch Goldfinger

01:15:29: Auch selbstverständlich.

01:15:31: So, letzte Frage.

01:15:33: Was machst du am siebten Oktober?

01:15:35: Das hast du eigentlich vorhin schon beantwortet.

01:15:36: Am siebte Oktober lese ich im Hotel Silber aus meiner Fortsetzung Hotel Silberg den Tätern auf der Spur und freue mich riesig drauf!

01:15:45: Dann hoffe ich mal dass da ganz viele Leute kommen, dass es ein wunderbarer Abend wird, das danach auch viel gesprochen würde.

01:15:51: Ich denke bei dem Thema bietet sich's an Kai, es war wunderschön.

01:15:54: Ein tolles Gespräch mit dir!

01:15:56: Wir haben hier dein... Du bist ein Kesselkind.

01:15:58: Dankeschön.

01:15:58: Auch

01:15:58: aus dem Reimstein-Greif mal bitte in unsere Tasche rein.

01:16:02: die ist wieder total gut gefüllt.

01:16:06: Passend für dich.

01:16:07: was hast du denn rausgezogen?

01:16:08: Die drei Fragezeichen und der Kapatenhund das Spiel zum Kinofilmen.

01:16:12: Genau den Film haben wir uns nämlich vorgenommen meine Frau und ich den wollen wir demnächst angucken.

01:16:17: Dann könnt ihr einen schönen Familienarten machen.

01:16:18: Wunderbar!

01:16:19: Super!

01:16:20: Wir sind raus.

01:16:21: Ciao!

01:16:26: Das war's auch schon wieder.

01:16:28: Mit schlafter Handelskessel!

01:16:31: Vielen Dank, dass die zugehörig ist und wenn dir die Folge gefallen hat dann abonnierst du glaubt auf das Beste von Potter und lass gerne eine Bewertung da.

01:16:41: Wir freuen uns sehr darauf.

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